Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: Jack Toolchain sagt Goodbye, die Kickstarter-Hülle Eye und die Pixel Muskie, Walleye und Taimen
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„Bye-bye Jack-Toolchain!“, heißt es in dieser Woche. Wie Java-8-Features nun ihren Weg in die Android-Programmierung finden und welche neuen Geräte Google in petto hat, lesen Sie in diesem Planet Android.

Adieu Jack Toolchain

Mit der Jack Toolchain wurde der Support für Java 8 Features ab Android Nougat getestet. Dahinter steckt unter anderem ein Compiler, der Java-Code in das Android dex-Dateiformat übersetzt. Jack besitzt zudem das eigene Dateiformat .jack. Die Toolchain wird oft in einem Zug mit dem Tool Jill genannt, das .jar-Dateien in das .jack-Library-Format übersetzt.

„We’ve decided to add support for Java 8 language features directly into the current javac and dx set of tools, and deprecate the Jack toolchain.“, heißt es nun in einem aktuellen Post auf dem Android Developer Blog. Java-8-Sprachfeatures sollen nativ im Android-Build-System unterstützt werden, sobald ein entsprechendes Update für Android Studio ausgerollt wird.

Look me in the Eye: Die Friedenshülle

Auf der einen Seite ein iPhone, auf der anderen Seite ein Android-Gerät: Mit der Hülle Eye verwandeln Sie Ihr Apple-Gerät in eine Zwei-in-Eins-Kombination. Spannt man die Handyhülle, die aktuell auf Kickstarter um Finanzierung wirbt, um sein iPhone, so sieht man auf der Rückseite ein 5-Zoll-Display und Android 7.1. Die Hülle bietet 2800 mAh Akku-Power, zwei SIM-Slots, bis auf 256 GB erweiterbaren Speicher, NFC und einiges mehr. Das ganze also als Hülle zu bezeichnen, ist eigentlich untertrieben, vielmehr ist es fast schon ein zweites Gerät, das man sich auf die Rückseite seines iPhone 7, 6s, 6 sowie 6 Plus und 6s Plus spannen kann. Bewusst wurde hier das ergänzt, was Nutzer des iPhones vermissen – wie erweiterbaren Speicher oder eine Kopfhörerbuchse. Und diese ist für viele Nutzer nach wie vor ein Muss. Die Kampagne läuft noch bis zum 15. April. Das folgende Video zeigt Eye in Aktion:

Google fischt frische Fische

Muskie und Walleye sind die Codenamen der neuen Fische im Teich der Pixel-Geräte. Das verkündete Android Police und berief sich dabei auf Informationen einer vertrauenswürdigen Quelle. Kurze Zeit später hieß es dann: Taimen ist auch mit dabei! Gleich drei Geräte sollen also in diesem Jahr kommen, alle benannt nach Fischen. Bei den Namen handelt es sich natürlich um interne Codenamen. Auch die Nexus Geräte waren Fische (z. B. Angler) bevor sie endgültig getauft wurden (in diesem Fall Nexus 6P). Während Muskie und Walleye als Nachfolger des Pixel und Pixel XL gehandelt werden, soll Taimen ein neues Device sein, das einen größeren Bildschirm als Muskie und Walleye haben wird. Ein Phablet also? Es bleibt spannend.

Fuchsia sagt Hallo

Anders als Android und Chrome OS, die beide auf einem Linux Kernel basieren, setzen die Entwickler bei Googles Fuchsia auf einen Mikrokernel mit dem Namen Magenta. Diesen kann man aus dem Bereich der eingebetteten Systeme kennen, er wurde aus dem Projekt Little Kernel abgeleitet und ist in C programmiert. Nun meldet sich Fuchsia auf Twitter:

Unter Insidern wird spekuliert, ob mit Fuchsia die Idee weitergeführt wird, die mit Andromeda geboren wurde. Ein neues OS also, dass Geräteübergreifend eingesetzt werden könnte. Tatsächlich weiß man aber wenig über die Ziele von Fuchsia. Wie die Kollegen von Android Police betonen: Fuchsia im Zuge mit den Buzzwords Andromeda, Android, Chrome OS zu nennen, das könnte auch einfach Marketing sein. Denn weit weniger Personen würden sich für „irgendein OS“ interessieren, das mit IoT-Geräten zu tun hat. Tritt es aber – zumindest vorerst in Form von Schlagzeilen – in einen Ring mit Android und Co., wird gleich eine heiße News daraus. Hier gilt also: Abwarten.

Alexa zieht auf Huawei-Geräten ein

Sprachassistenten sind das aktuelle Must-Have-Feature. Apple hat seine Siri, Google bzw. Android haben seinen Assistant und nun soll Amazons Alexa in Huawei-Geräten integriert werden. Hinweise gibt der User FunkyHuawei auf Reddit. Hier ist zunächst die Rede von einer Beta-Version – ein sehr frühes Stadium also. Wie eine mögliche Kooperation von Huawei und Amazon aussehen könnte, wird sich also erst zeigen.

Am Rande: Vielleicht ist Ihnen mal aufgefallen, dass Sprachassistenten oft eine weibliche Stimme haben. Das liegt nicht nur daran, dass viele Menschen diese als angenehm empfinden. Weibliche Stimmen sind in lauten Umgebungen auch besser zu verstehen – und den Satz „Ich habe dich nicht verstanden“ möchte man von seinem Sprachassistenten ja nicht so oft hören.

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis nächste Woche!

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