Konkurrenz für Apples Siri: Microsoft entwickelt persönlichen Assistenten Cortana
Kommentare

Microsoft arbeitet derzeit an einem persönlichen Assistenten namens Cortana, der in Zukunft in verschiedenen Produkten des Unternehmens zum Einsatz kommen soll. Bereits im Juni war eine App namens zCortana

Microsoft arbeitet derzeit an einem persönlichen Assistenten namens Cortana, der in Zukunft in verschiedenen Produkten des Unternehmens zum Einsatz kommen soll. Bereits im Juni war eine App namens zCortana auf Screenshots aufgetaucht, die eine frühe Version des Betriebssystems für das neue Windows-Phone zeigten – damals sorgte das allerding nicht gerade für Aufsehen. Das könnte sich nun ändern, denn inzwischen ist klar, dass die Software weit mehr ist als eine simple Smartphone-App.

Ähnlich wie die Anwendung Siri von Apple soll Cortana es dem Nutzer ermöglichen, sein Telefon per Sprache zu steuern. Wie die Journalistin Mary Joe Foley berichtet, ist dies aber nur eine der Funktionen. Darüber hinaus soll Cortana in der Lage sein, Informationen und Nutzer-Daten zu sammeln, miteinander zu verknüpfen und intelligent zu verarbeiten, um das Verhalten des Users vorauszusehen und ihn bei seinen alltäglichen Aufgaben zu unterstützen. Außerdem soll die Software nicht nur im neuen Windows-Phone, sondern in einer ganzen Reihe von Microsoft-Produkten zum Einsatz kommen, unter anderem im Betriebssystem Windows und der neuen Spielekonsole Xbox One.

Laut Microsoft CEO Steve Ballmer ist es das Ziel des Unternehmens, eine Produkt-Familie auf den Markt zu bringen, deren Bestandteile dem gleichen Standard unterliegen, um eine optimale Kundenfreundlichkeit zu ermöglichen. Zentrale Idee ist dabei die Verknüpfung und der Austausch von Informationen. In diesem Kontext scheint Cortana eine Schlüsselrolle zu spielen. Der Assistent bedient sich der Wissens-Datenbank Satori, welche Teil der Microsoft-eigenen Suchmaschine Bing ist. Satori verknüpft Dinge, Orte und Personen, so dass Zusammenhänge auf einen Blick erkennbar werden.

Microsoft hatte bereits 2011 verkündet, dass es an Technologien für einen persönlichen Assistenten arbeite, die Erwartungen auf ein schnelles Release aber bewusst gedämpft. Man wolle lieber warten, bis man eine Technik habe, die wirklich revolutionär und nicht bloß eine Weiterentwicklung des Status Quo sei, sagte Bing-Chef Stefan Weitz damals.

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -