Lumia-Verkäufe steigen, aber Nokia kränkelt weiter
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Genauso wie der enge Kooperationspartner Microsoft hat gestern auch Nokia seine Quartalszahlen bekannt gegeben. Und auch hier sind die Nachrichten nicht gerade freudig: Im Vergleich zum ersten Quartal

Genauso wie der enge Kooperationspartner Microsoft hat gestern auch Nokia seine Quartalszahlen bekannt gegeben. Und auch hier sind die Nachrichten nicht gerade freudig: Im Vergleich zum ersten Quartal 2013 ist der Umsatz der Finnen um drei Prozent auf 5,7 Milliarden Euro gesunken. Wer auf die erstmals wieder schwarzen Zahlen Ende 2012 mit überschwänglicher Euphorie reagierte, wird nun also zurück auf den Boden der Tatsachen gerissen.

Auch die Zahl der verkauften Geräte ist deutlich um 27 Prozent gesunken, nur mehr 61 Millionen Handys wurden im eben zu Ende gegangenen Quartal an die Kunden gebracht. Der durchschnittliche Verkaufspreis ist ebenso von 48 auf 45 Euro gefallen, Nokia Smartphones kosten im Schnitt nicht mehr 191, sondern nur noch 157 Euro.

Eine positive Entwicklung können wir aber dennoch aus der Quartalsbilanz heraus lesen: Wurden in den ersten drei Monaten des Jahres noch 5,6 Millionen Lumia Smartphones verkauft, waren es nun schon 7,4 Millionen. So viele Lumias hatte Nokia noch nie zuvor in einem einzigen Quartal vertrieben. Zum Vergleich: BlackBerry schaffte es in seinem jüngst abgeschlossenen Firmenquartal nur, 6,8 Millionen Smartphones unter die Leute zu bringen. Der dritte Platz im Smartphone-Sektor gilt demnach endlich als gesichert. 

Schade nur, dass sich dieser Trend nicht positiv auf die Gesamtverkäufe auszeichnen kann. Die Kunden kaufen nämlich nicht mehr Nokia-Handys, sondern ganz einfach andere. Während mehr Lumias verkauft wurden, sank die Zahl der abgesetzten Feature Phones dementsprechend.

Als Konsequenz der erneut schlechten Quartalszahlen möchte Nokia sein Unternehmen neu strukturieren, vielleicht ja in Anlehnung an Microsofts Bestrebungen, dasselbe zu tun. Die Umstrukturierung soll 440 Mitarbeiter weltweit betreffen, aber zu Massenentlassungen soll es nicht kommen. Stattdessen wolle man viele Mitarbeiter versetzen und sogar neue Stellen schaffen.  

Aufmacherbild: decline chart von Shutterstock / Urheberrecht: woaiss

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