Metro Style Apps – Konzept Vertrauen per Default
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Windows 8 ist in vielerlei Hinsicht ein Neustart. Nicht nur rein optisch ist das Metro-Design mit nichts bisher Dagewesenem zu vergleichen, sondern auch in den Tiefen des Systems hat sich so einiges verändert.

Windows 8 ist in vielerlei Hinsicht ein Neustart. Nicht nur rein optisch ist das Metro-Design mit nichts bisher Dagewesenem zu vergleichen, sondern auch in den Tiefen des Systems hat sich so einiges verändert. Oberstes Ziel des Windows-8-Entwicklerteams war, Metro Style Apps zuverlässig zu gestalten. Weder sollte man sich unsicher sein, ob die heruntergeladene App auf dem eigenen System überhaupt funktioniert, noch sollte man sich sorgen, ob diese App nicht vielleicht andere, bereits installierte Anwendungen negativ beeinflussen könnte. John Hazen, Program Manager im Developer Experience Team, erklärt im Building Windows 8 Blog das Konzept „Vertrauen per Default“.

Der Windows Store ist die direkte Verbindung zwischen App-Entwicklern und Kunden. Eine App wird nur dann überhaupt erst zugelassen, wenn sie die strengen Tests zur technischen Konformität bestanden hat. Kleiner Nachteil für Entwickler: Einige unter ihnen könnten sich durch die strengen Richtlinien Microsofts in ihrer Kreativität beschränkt fühlen.

Bereits vor der Installation einer App kann der Nutzer erkennen, welche Zugangsberechtigungen zu seinem System die besagte App erhalten wird – im Anschluss steht ihm frei zu entscheiden, ob er sie, basierend auf diesen Angaben, installieren möchte oder eben nicht. Weitere Entscheidungshilfen für den Nutzer sind Ratings und Rezensionen sowie Fehlerberichte über etwaige technische Probleme der jeweiligen App.

Als Basis zur Entwicklung von Metro Style Apps dient das Windows 8 SDK, eine API-Sammlung. Es stellt eine Plattform zur Verfügung, auf der man Apps bauen und gleichzeitig sichergehen kann, dass diese mit Windows 8 kompatibel sind. Hazen empfiehlt allen Entwicklern, nur die Schnittstellen zu nutzen, die im SDK enthalten sind, ansonsten gäbe es keine Garantie, dass die Apps unter dem neuen Betriebssystem funktionieren. Dieser Ratschlag mag zwar durchaus nachvollziehbar klingen, aus Erfahrung wissen wir jedoch: Schlupflöcher gibt es immer, genauso wie Entwickler, die diese suchen und auch finden.

Letztlich wurde auch das Sandboxing von Metro Style Apps im Vergleich zu traditionellen Desktop-Anwendungen erweitert: Die Apps sind voneinander deutlich getrennt, wobei jede App einen eigenen App Container besitzt, der sie vor anderen Apps schützt. So können Einstellungen oder Daten der App nicht durch eine andere Anwendung verändert werden, die App selbst wird keine Probleme für die Plattform verursachen.

Um ein optimales Funktionieren der Plattform zu garantieren, gibt es jedoch auch Mechanismen, die die Zusammenarbeit einzelner Apps ermöglichen. Der App Contract bindet Apps sowohl aneinander als auch an das System-UI. Der FilePicker erlaubt Apps, mit vom Nutzer spezifizierten Daten zu interagieren. Die App-Capability-Deklarationen bestimmen, mit welchen Daten und externen Geräten eine App zusammenarbeiten darf.

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