Welche Mediation-Lösung ist für wen geeignet? [Gastbeitrag]

Mobile Ad Mediation: 4 Geheimnisse, die große Anbieter gerne verschweigen
Kommentare

Ad-Mediation-Lösungen haben die Monetarisierung für eine wachsende Anzahl von Mobile Publishern und App-Entwicklern vereinfacht. Anstatt manuell mehrere Werbenetzwerke mit unterschiedlichen Integrationen zu verbinden, erfordert ein Ad Mediation Software Development Kit (SDK) in der Regel nur eine einmalige Implementierung und ermöglicht den Zugang zu Hunderten von Werbenetzwerken und DSPs (Demand-Side-Platforms). Doch einige Einzellösungen versprechen aus Marketing-Sicht auch zu viel.

Bei der Frage, welche Mediation-Lösung für wen geeignet ist, wie sie sich voneinander unterscheiden, was sie können müssen und wie man das Beste aus ihnen herausholen kann, tappen viele Marketer noch im Dunkeln. Deshalb sind hier die vier großen Geheimnisse, die einige Branchenplayer bisher nicht verraten wollen.

1. Ad Mediation ist kein Buch mit sieben Siegeln

Alle Mediation-Lösungen verwenden Algorithmen, die relativ einfach sind. Während die Technologien, mit denen die Plattformen arbeiten, sehr komplex sind, ist der Prozess der Anzeigenvermittlung selbst nicht schwer zu verstehen. Grund sind die aktuellen Marktbedingungen. Die Werbenetzwerke der Drittanbieter, die mit den Mediation-Plattformen verbunden sind, erlauben nichts was komplizierter ist als sie selbst verarbeiten können. Am wichtigsten ist, dass die Lösung funktioniert und transparent genug ist, damit Entwickler wissen, welche Anzeigen in ihrem Inventar angezeigt werden.

2. Volle Transparenz ist möglich und sollte selbstverständlich sein

Ad-Mediation-Plattformen werden in der Regel kostenlos angeboten. Dies führt oft zu der Frage, was deren Anbieter davon haben. Es ist klar, dass die Vermittlungslösung eine Einnahmequelle bereitstellen muss, um rentabel für das anbietende Unternehmen zu sein. In den meisten Fällen verbinden Service-Provider ihre eigene Demand-Quelle mit der Mediation-Lösung, die dann mit allen anderen angeschlossenen Quellen konkurriert.

Doch in Fällen von wenig oder gar keiner Transparenz könnten einige Mediation-Lösungen animiert werden, ihre Einnahmen zu steigern. Anbieter erreichen dies, indem sie ihren eigenen Traffic stärker priorisieren, anstatt ihn dem vollen Wettbewerb auszusetzen. Entwickler und Publisher sollten deshalb immer sorgfältig ihre Demand-Quellen überprüfen.

Detailliertes Reporting ist durchaus möglich und sollte vorausgesetzt werden. Eine gute Ad-Mediation-Lösung ist völlig unparteiisch und sollte den eigenen Datenverkehr nicht gegenüber anderem, womöglich besser laufendem Traffic bevorzugen. Deshalb ist es wichtig, eine vollständig transparente Lösung zu verlangen, die Entwicklern zeigt, wer ihren Traffic kauft und zu welchem Preis.

3. Das SDK muss ständig aktualisiert werden

Das Software Development Kit ist ein wesentlicher Bestandteil jeder Vermittlungslösung. Mediation-Anbieter sollten ihren Traffic regelmäßig testen, um zu gewährleisten, dass die verschiedenen Arten von Anzeigen aus den Werbenetzwerken richtig vom SDK unterstützt werden. Das Ergebnis nachlässiger Tests der verschiedenen verfügbaren Anzeigenformate sind unattraktive Werbebanner, die mangelhaft in der App angezeigt werden. Dies wiederum beeinflusst die User Experience und stellt die Monetarisierungstrategie dadurch im schlimmsten Fall komplett auf den Kopf.

4. Gute Werbevermittlung konzentriert sich auf das Angebot, nicht auf die Nachfrage

Eine gute Vermittlungslösung kann vor der Unterzeichnung keine Einnahmen oder den höchsten CPM (Tausend-Kontakt-Preis) garantieren. Bei guten Mediation-Anbietern liegt der Fokus vor allem auf der Supply-Seite, um Publishern die höchstmöglichen Ergebnisse zu sichern.

Mediation-Lösungen analysieren die Nachfrage nach einer bestimmten Anzeigenfläche und wählen den höchsten Preis je nach Angebot. Das bedeutet, dass sie die Einnahmen aus dem Traffic nicht vorhersagen können, ohne sie vorher getestet zu haben. Eine Vorhersage von Einnahmen durch die Mediation-Lösung ist deshalb nur dann möglich, wenn der eigene Bedarf in den Kalkulationen eingeschlossen ist.

Fazit: Je mehr Kontrolle, desto besser

Ad Mediation ist nicht so kompliziert, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Es vereinfacht die Monetarisierung der eigenen App und kann die Umsätze dank intelligenter Optimierung deutlich steigern. Ohne gezielte Kontrolle darüber, welche Anzeigen in der App angezeigt werden, kann die In-App-Erfahrung der Nutzer beeinträchtigt werden oder die am besten performenden Anzeigen erscheinen nicht. Während es zwar gut ist, sich bei Ad Mediation auf Experten zu verlassen, ist es dennoch wichtig, auf ein gewisses Maß an Transparenz zu bestehen, um so die Kontrolle über das eigene Inventar zu behalten. Dies gewährleistet sowohl die erfolgreiche Monetarisierung der Anwendung als auch eine ausgezeichnete Erfahrung für die App-Nutzer.

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -