IDC Mobile Trend Report

Mobile-Entwickler-Umfrage: API-first und Mobile-Backend-Optimierung
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Die Zugriffsoptimierung der mobilen Backend-Daten war für Entwickler die größte Herausforderung im Jahr 2015. Führende Entwicklerschmieden profitieren hier von schnelleren Releases. In-App-Käufe und Apple-Apps bleiben weiterhin en vogue. Devs konzentrieren sich vermehrt auf mobile Apps für Home Automation und Wearables.

Der Mobile-Sektor umfasst bedeutend mehr als nur Smartphones. Laut der aktuellen Trendstudie von International Data Corporation (IDC) und Appcelerator haben führende Entwickler längst das gesamte Ökosystem für mobile Anwendungen im Blick. Die Optimierung von Backend-Services zur Datenverarbeitung und Integration haben dem Mobile Trends Report zufolge jedoch die wichtigste Rolle in diesem Jahr eingenommen. Ferner herrsche nach wie vor großes Interesse an Apple Produkten, darunter vor allem an der Entwicklung von Apple Watch Apps. Für 2016 gelte darüber hinaus die Devise: “API-first“ statt “mobile-first”.

Der Release-Vergleich

Im Rahmen der Befragung von rund 6.000 Entwicklern wurde auch nach Gewohnheiten, Problemen, Perspektiven gefragt. Als größte Herausforderung kristallisierte sich die Zugriffsoptimierung der mobilen Backend-Daten heraus. 72,4 Prozent der befragten Entwickler sahen in diesem Aspekt die schwierigste Aufgabe. Das Problem sei, die Anwendung möglichst schnell auf den Markt zu bringen. Hier trenne sich die Spreu vom Weizen zwischen Marktführern und Nachzüglern. Von den Befragten, die sich selbst als Leader bezeichnen, veröffentlichen 18,6 Prozent im Wochentakt. Bei den sogenannten Laggards (Nachzügler) sind es zum Vergleich gerade mal 3,5 Prozent. Bei dieser Gruppe verteilt sich die Mehrheit der Releases, nämlich 52,2 Prozent, auf das gesamte Jahr. Die Leader sind hier gerade mal mit sieben Prozent vertreten. Sie konzentrieren sich stattdessen auf eine schnelle Abwicklung, vorwiegend im Monatsrhythmus mit rund 34 Prozent.

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Integration und Backend-Service

Bezüglich der Integration stellt vor allem die Bereitstellung und das Deploying von APIs mit 46,7 Prozent die größte Herausforderung dar; dicht gefolgt von der Fehlerbehebung und dem Zugriff auf Logs, die rund 43 Prozent der Befragten als größten Challenge sehen. Gerade mal 8,8 Prozent der Entwickler gaben an, dass sie momentan keinen Bedarf haben, einen Backend-Service zu integrieren.

Screenshot: http://appcelerator.uberflip.com/i/606792-2015-mobile-trends-report

Screenshot: http://appcelerator.uberflip.com/i/606792-2015-mobile-trends-report

Wie auch im letzten Jahr sind vor allem Smart-Home-Devices und Automation gefragt. In diesem Jahr gaben 58,5 Prozent der Devs zu Protokoll, dass sie sehr an der Entwicklung von Smart-Home-Apps interessiert seien. Das sind vier Prozent mehr als im Vorjahr. Zudem hat insbesondere die Apple Watch an Aufmerksamkeit gewonnen: 60,7 Prozent der Befragten sind daran interessiert, für das Segment Wearables zu entwickeln. Das kürzlich von Apple bereitgestellte SDK für Apple TV interessiert hingegen nur 39,2 Prozent. Was den Entwicklungsenthusiasmus hinsichtlich Google Nexus (42 Prozent) und Windows Phones (26 Prozent) anbelangt, ist die Zahl der Interessierten weiter gesunken. Schlusslicht bleibt aber weiterhin Blackberry mit unter zehn Prozent an interessierten Entwicklern. Apples iPhone und iPad haben im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozentpunkte angezogen und liegen über der 80 Prozentmarke.

In-App-Käufe bleiben bevorzugtes Bezahl-Modell

Was die Einnahmen anbelangt setzen App-Entwickler weiterhin auf das Prinzip In-App-Käufe. Von den 60,4 Prozent der Befragten, die mit ihren Apps Umsatz generieren wollen, bauen 43 Prozent auf In-App-Monetarisierung. Gerade mal 19 Prozent der Entwickler rechnen noch für den direkten Kauf einer App ab. Für 2016 erwartet Appcelerator, dass dieser Trend anhalten wird und viele Nachzügler hinsichtlich ihrer Release-Geschwindigkeit nachrücken werden. Die ausführliche Befragung mit allen Ergebnissen steht zum Download bereit.

 

Aufmacherbild: Businessman uses the new media technologies and devices to work successfully via Shutterstock, Urheberrecht: Bloomua

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