Mobile-friendly? Google überarbeitet seine mobilen Suchergebnisse mit neuem Label
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Es wird viel darüber geredet, dass Webdesign sich vermehrt auf die Gestaltung von Mobile-optimierten Seiten konzentrieren muss, und es gibt immer mehr Möglichkeiten, wie ein solches Design umgesetzt werden kann. Trotzdem werden nach wie vor viele Seiten nur für Desktop designt und erscheinen auf mobilen Devices fast unleserlich.

Nun will Google seinen mobilen Suchergebnissen ein Label hinzufügen, das darauf hinweist, welche Seiten für Smartphones optimiert sind – eine Entscheidung, die die flächendeckende Entwicklung und Verbreitung von Mobile-freundlichen Seiten deutlich vorantreiben könnte. Alistair Barr berichtet im Blog des Wallstreet Journals über die Hintergründe des neuen Labels und erklärt, warum ein solches „Brandmarken“ von Websites nicht nur Vorteile mit sich bringt.

Mobile-friendly-Kriterien nur der Anfang?

Googles Ankündigung, direkt in den auf mobilen Devices abgefragten Suchergebnissen zu kennzeichnen, welche Websites für Smartphones optimiert sind, soll Webdesigner ermutigen, Mobile-freundlich zu designen. Um das „mobile-friendly“-Label zu erhalten, müssen Websites einige Kriterien erfüllen, etwa:

  • Verzicht auf Software, die von mobilen Geräten nicht verarbeitet werden kann
  • Text muss ohne Zoomen lesbar sein
  • Content so verkleinern, dass User weder zoomen noch horizontal scrollen müssen
  • Links weit genug auseinander platzieren, sodass sie leichter klickbar sind

Allerdings dürfte diese Entscheidung zur Einführung eines neuen Labels nur der Anfang sein. Denn während die Idee hinter dem Label an sich eine gute Idee ist, um es Smartphone-Nutzern zu erleichtern, befriedigende Suchanfragen zu erhalten, könnte sich ein solches Label negativ auf das Suchmaschinenranking von Desktop-optimierten Seiten auswirken.

Angesichts der Tatsache, dass immer mehr Nutzer das Internet von ihrem Smartphone aus aufrufen, werden auch vermehrt mobile Suchanfragen gestellt. Nutzt Google die mobile-friendly-Kriterien als Faktor für sein Suchmaschinen-Ranking, dürfte das unweigerlich dazu führen, dass Desktop-optimierte Seiten in den mobilen Suchergebnissen schlechter gerankt werden und so Traffic-Verluste hinnehmen müssen.

Für Webdesigner und –Betreiber bedeutet diese Entwicklung, dass sie handeln und Websites stärker für die Nutzung von mobilen Devices aus optimieren müssen. Zwar steht bisher nur die Einführung eines mobile-friendly-Labels im Raum; Googles öffentliche Äußerung, die Kriterien einer Mobile-freundlichen Website als Faktor für das Suchmaschinenranking zu testen, verspricht jedoch einen Wandel im Verhalten von Webdesignern, die bisher die Gestaltung für mobile Devices hinten angestellt haben.

Aufmacherbild: Several branding irons for cattle, Badajoz, Spain von Shutterstock / Urheberrecht: Juan G. Aunion

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