Die MobileTech Conference und die Internet of Things Conference 2015 sind eröffnet

Apple Watch, Business, Augmented Reality und FinTech – Mobile lebt!
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Das große Mobile-and-Beyond-Konferenzpaket bestehend aus der MobileTech Conference und der Internet of Things Conference 2015 in Berlin ist eröffnet. Zu Beginn gaben ausgewählte Experten Ausblicke auf wichtige Technologie-Trends und deren Bedeutung für die Zukunft jener moderner Dienstleistungen, die durch die Verschmelzung von Mobile und IoT entstehen.

Mobile, Wearables und Internet of Things – das sind die Trends der Stunde. Darauf basierende Dienste verschmelzen zu smarten Services, die Leben und Alltag ihrer Anwender bereichern und dabei nie geahnte Chancen für Entwickler bieten.

Mobile lebt! Die MTC / IoTCon sind eröffnet

Wie wichtig es dabei ist, klassische Dienstleistungen nicht einfach nur mit einem „Mobile-Aspekt“ zu versehen, zeigte nicht zuletzt das Eröffnungspanel der MobileTech Conference / IoTCon in Berlin. Es geht darum, umzudenken, und die neuen Möglichkeiten der Verschmelzung von IoT und Mobile sinnvoll zu nutzen.

Während der Bereich IoT in diesem neuen Gesamtkonzept vor allem mit spannenden Neuerungen punktet, ist es die Mobile-Sparte, die uns in der jüngsten Vergangenheit vieles über Nutzer, deren Wünsche und die Art, wie wir Projekte entwickeln, beigebracht hat.

Längst geht es nicht mehr nur um handwerkliche Perfektion im Bereich der Entwicklung – es geht darum, zu begeistern. Und so sind es drei Faktoren, die ein erfolgreiches Produkt heute ausmachen:

  • Hoher Nutzwert und handwerkliche Perfektion
  • Herausragende User Experience
  • Das gewisse Etwas

Dafür sind drei Gruppen verantwortlich: Entwickler, Designer und UX-Experten sowie Product Owner. Genau diese Gruppen bedient das gerade in Berlin eröffnete Konferenzpaket: die MobileTech Conference und die Internet of Things Conference 2015.

Produktentwicklung ändert sich

War Mobile noch vor einigen Jahren das Big Thing, drängen die Services aus diesem Bereich mehr und mehr in den Hintergrund und bilden fortan das Rückgrat für intelligente Hardware, die sich, mit Chips und Sensoren ausgestattet, mit anderer Hardware verbindet und eine völlig neue Welt erschafft.

Genau hier kommen die Pioniere der schönen neuen Welt ins Spiel. Sie müssen die Möglichkeiten erkennen und neue Lösungen entwickeln, die eben jene Devices in den natürlichen Kontext seiner Nutzer integriert.

Beinahe scheint es, als wären die letzten Jahre für Entwickler lediglich eine Vorbereitung auf das gewesen, was sie heute erwartet: agile Softwareentwicklung führte zu kürzeren Releasezyklen, in denen User-Feedbacks in die Entwicklungen zurückflossen und so zum Teil dafür sorgten, dass die Komplette Ausrichtung eines Projekts geändert wurde.

Doch jetzt geht es nicht mehr nur um Software. Oder doch ..?

Mobile/IoT-Innovation

Im Eröffnungspanel beschäftigten sich Ivo Wessel (iCodeCompany), Markus Bokowsky (Bokowsky+Laymann), Achim Himmelreich (Mücke, Sturm und Company GmbH) und Valentin Stalf (NUMBER26) mit diesem neuen Themenmix. Man beschäftigte sich mit dem Formfaktor Apple Watch, dem Thema Augmented Reality, IoT und Mobile First.

Apple Watch

Ivo Wessel, der erste Teilnehmer des Panels, hat schon einige Apple-Watch-Projekte durchgeführt und sich intensiv mit dem Form- und Alleinstellungsfaktor „Smartwatch“ beschäftigt.

Er selbst nutzt die Apple Watch, um kompakte Informationen zu konsumieren – seiner Meinung nach die wahre Stärke des Devices; sein iPhone selbst nutzt er nur noch in Ausnahmefällen. Die Bedienung des Smartphones erscheint ihm mittlerweile als zu umständlich. Sein Aufruf richtet sich an Entwickler: Apps müssen intelligenter werden, sich mehr auf Sensorik verlassen und sensitiver auf die Gegebenheiten des Nutzers reagieren – am Ende, so Wessel, könnte das sogar den kompletten Wegfall des UIs bedeuten.

IoT und Business

Die Industrie hat es in Deutschland nicht leicht – zwar gibt es eine Art Umdenken in Richtung Mobile & Beyond, aber so richtig verstanden scheint man es noch nicht zu haben, so Achim Himmelreich, der tiefe Einblicke in die großen deutschen Branchen, wie beispielsweise die Automobilindustrie, besitzt.

Wichtig sei es zu erkennen, dass neue Techniken nicht nur neue Kanäle öffneten– es gehe eher darum zu erkennen, welche neuen Geschäftsmodelle sich durch die neuen Technologien eröffnen. Hierfür sei es jedoch nötig, dass man seinen Mitarbeitern Freiheiten einräume, um sich intensiv mit dieser Situation zu beschäftigen.

Seiner Meinung nach machen es die Player richtig, die parallel zum Stammgeschäft neue Units gründen, die unabhängig neben dem Mutterkonzern agieren können; als ein positives Beispiel dafür nannte er Rewe.

VR: Augmented Reality Reloaded

Nach dem Hypethema Augmented Reality, das sich selbst nach Jahren nicht wirklich durchsetzen konnte, setzt sich nun ein Thema durch, das eigentlich schon deutlich älter ist: Virtual Reality. Die Technik ist jetzt endlich so weit – als Beispiel sei hier nur Oculus Rift zu nennen. Auch Markus Bokowsky zeigt sich davon sehr begeistert – und er hat nicht zuletzt mir seiner König-Ludwig-App bewiesen, dass das Thema Augmented Reality durchaus bereits vor einiger Zeit Massentauglich besaß.

Trotz der Stärken der Virtual-Reality-Technologien setzt Bokowsky große Hoffnungen in Microsofts Augmented-Reality-Device HoloLens, das bereits jetzt schon mit deutlich spannenderen Ideen aufwarten kann als beispielsweise Google Glass.

Egal was sich nun durchsetzen wird: im Gaming-Sektor sieht Bokowsky die größten Chancen für einen Durchbruch für VR. Große Chancen für einen Massenmarkt sieht er dennoch für beide Bereiche nicht in naher Zukunft.

Mobile First

Einen komplett neuen Ansatz verfolgte Valentin Stalf mit seiner Mobile-First-Bank NUMBER26. Die Aufgabe, die sich das junge Startup gesetzt hat, ist nicht trivial: die Banking Experience wurde komplett neu gestaltet – das Smartphone steht im Mittelpunkt der Bankgeschäfte.

Interessant ist dabei der Aspekt, dass alle Features zum Einsatz kommen, auch die Lokalisierung des Nutzers. Hält sich das Smartphone beispielsweise in München auf, ist es eher unwahrscheinlich, dass die Karte in Berlin genutzt wird – eine Abhebung ist dabei nicht denkbar.

Stalfs NUMBER26 agiert dabei nicht als eigene Bank; lediglich die User Experience, den Kundenservice und die User Experience haben sie sich auf die Fahnen geschrieben. Ein schönes Beispiel dafür, wie der Mobile Sektor einer lange bestehenden Branche neues Leben einhauchen kann.

Schöne neue Welt

Das Internet of Things zählt zu den wichtigsten Innovationstreibern, welche die Industrie im Moment zu bieten hat. Das Entwickeln und Vernetzen smarter Devices und Services im physischen Raum eröffnet ganz neue Dimensionen: Smart Homes, Connected Cars, Wearables sind dabei nur der Anfang. Dennoch zeigte das Eröffnungspanel eindrucksvoll, dass das Thema Mobile die richtigen Weichen gestellt hat und als Rückgrat noch lange Zeit bestehen wird.

Die MobileTech Conference und die Internet of Things Conference führt das Beste aus beiden Welten zusammen. Sie vernetzten Entwickler mit Unternehmen und Designern und versorgen alle mit erstklassigem technischen Know-how und innovativem Wissen.

Wir werden das Programm genau im Auge behalten und euch in den nächsten Tagen mit vielen Hintergründen und Experteninterviews auf dem Laufenden halten.

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