Nokia X2 vorgestellt, oder: Warum Microsoft weiter auf Android setzt
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Wenige Wochen bevor Microsoft Nokias Handy-Sparte endgültig übernommen hat, haben die Finnen ihre Nokia-X-Reihe mit Android-Betriebssystem auf den Markt gebracht. Was damit nach der Übernahme geschehen

Wenige Wochen bevor Microsoft Nokias Handy-Sparte endgültig übernommen hat, haben die Finnen ihre Nokia-X-Reihe mit Android-Betriebssystem auf den Markt gebracht. Was damit nach der Übernahme geschehen sollte, war jedoch zunächst unklar. Bis jetzt: Im Nokia Conversations Blog wurde nun das Nokia X2 präsentiert – der Nachfolger des Nokia X.

Optisch ähnelt es stark dem Nokia X, allerdings hat das Smartphone eine transparente oberste Schicht spendiert bekommen, die es zum Glänzen bringt. Neben dem Zurück-Button gibt es jetzt auch einen Home Button mit Häuschen-Symbol – dass man durch Halten des Zurück-Knopfes auf den Startbildschirm gelangen konnte, war nämlich nicht allen Nutzern der ersten Gerätegeneration ersichtlich geworden. Das neue Fastlane Feature stellt den Schnellzugriff auf häufig genutzte Apps her, eine Apps-Liste schafft Ordnung auf dem Startbildschirm und der Color Picker sorgt für größere Personalisierungsoptionen.

Unter der Haube finden wir einen 1,2 GHz dual-core Snapdragon-Prozessor. Das Display ist mit seinen 4,3 Zoll etwas größer als das des Vorgängers. Auf der Rückseite gibt es eine 5-Megapixel-Kamera, nach vorne hin ist auch eine vorhanden, deren Auflösung uns Nokia allerdings nicht verrät. Und natürlich hat das Nokia X2 auch Dual-SIM-Funktionen, schließlich ist das eines der Alleinstellungsmerkmale von Nokias Android-Reihe.

Wer sich nun immer noch fragt, warum Microsoft Smartphones mit dem Konkurrenz-Betriebssystem zum eigenen OS Windows Phone produziert, findet die Antwort schon beim ersten Start des Geräts: Verschiedene Microsoft-Apps, unter anderem Skype, Outlook.com und OneDrive mit seinen neuerdings 15 Gigabyte kostenlosen Speicherplatz sind auf dem Android-Smartphone vorinstalliert und direkt ins System integriert. Die Strategie ist klar: Hat man sich einmal an die Microsoft-Services gewöhnt, möchte man sie auch beim potentiellen Wechsel auf ein High-End-Gerät nicht missen und greift so vielleicht eher zu einem Lumia als zu einem Samsung Galaxy oder Google Nexus.

Das Nokia X2 soll 99 Euro kosten und in ausgewählten Ländern erhältlich sein. Welche genau das sein werden, ist derzeit noch unbekannt, im deutschen Nokia Blog wird das Nokia X2 jedenfalls mit keinem Wort erwähnt. Zum Produktstart wird das Smartphone in Grün, Orange und Schwarz verfügbar sein, später sollen dann noch Gelb, Weiß und Dunkelgrau dazu kommen.

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