Google stellt neues „Now on Tap“-Feature vor

Revolution der Google-Suche?
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Dass Mobile Devices und Mobile Applikationen der Suche von Desktop aus den Rang ablaufen, ist schon längst kein Geheimnis mehr. Es ist an sich auch nicht überraschend, immerhin bietet die Nutzung von Mobile-Applikationen dem User allerhand Komfort – insbesondere wenn es um den Zugriff auf Informationen von unterwegs aus geht. Und trotzdem: für viele User ist das Hin- und Herwechseln zwischen Apps oft mühsam.

Google Now soll an dieser Stelle ansetzen und durch nützliche Notifikationen und dem Durchführungen von Aktionen über Apps hinweg dem User einige Arbeit abnehmen. So wurden schon seit dem Launch immer wieder Verbesserungen an dem Google-Service vorgenommen, und mit dem kommenden Release von Android M sollen nochmal eine ganze Reihe Neuerungen implementiert werden. Joshua Topolsky erklärt, warum es sich bei dem im Rahmen der I/O-Konferenz vorgestellten Neuerungen um eine echte Revolution handeln könnte.

Now on Tap bringt Zugriff auf kontextuelle Suchinformationen jeder App

Die Ankündigung von Android M zählte sicher zu den Highlights der I/O-Keynote vergangene Woche. Damit einhergehen auch einige weitere Neuerungen, etwa Android Pay oder eben die angesprochenen Verbesserungen von Google Now. So soll der Google-Dienst ein neues Feature erhalten, dass es ihm erlaubt, als Plug-in-Layer in jeder App, die auf einem Mobile Device ausgeführt wird, zu arbeiten.

Aufgerufen wird Google Now darum künftig über den Home-Button und bietet so jederzeit Zugriff auf kontextuelle Suchinformationen der entsprechenden App, sofern sie über ausreichend Text und Daten für zusätzliche Informationen verfügt.

Now on Tap sorgt für mehr Effizienz und Vernetzung

Joshua Topolsky hält diese Überarbeitung von Google Now für einen „major move“ – und zwar aus zwei Gründen. Zum einen ermöglicht sie Google Zugriff auf das User-Verhalten und die Bedürfnisse der User und soll so dafür sorgen, dass Google seine Dominanz über das digitale Leben zurückerobert. Zum anderen zeigt es, so Topolsky

how Google can be an interconnecting layer between the apps themselves – a kind of neutral staging ground between one action and another.

Das bedeutet vor allem, dass sich so einige Veränderungen an unserem Umgang mit Mobile Devices, aber auch an der Interaktion von Mobile Apps miteinander, ergeben dürften. Oder, wie Topolsky mutmaßt:

Imagine if Now on Tap is aware enough of the core functions of those apps that it can predict what you’d most likely want to do with them, and then execute on those needs?

Das Ziel von Now on Tap ist also vor allem eine noch größere Vernetzung – auch wenn die Technologie durchaus seine Grenzen hat. Begeistert von der Neuerung ist natürlich auch nicht jeder; für viele bedeutet das neue Feature vor allem, dass Google noch mehr Zugriff auf die Nutzerdaten erhält. Dass das allerdings nicht zwingend der Fall sein muss, erklärt Chris Velazco und meint:

It’s not scary, it’s just scary efficient … though some would agree only a fine line divides the two.

Aufmacherbild: Social networking. Speaking bubbles made of ethernet cable von Shutterstock / Urheberrecht: pogonici

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