Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: Erste Infos zu Android 11, Smart-Home-Allianz zwischen Amazon, Apple & Google, kein Android für die Türkei & Kotlin für iOS-Geräte
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Sei deinen Freunden nah aber Apple und Amazon noch näher! Und so arbeitet Google mit seinen Smartphone-Rivalen an einem offenen Smart-Home-Standard. Weniger gut leiden, kann Google hingegen die Türkei und erklärt, vorerst keine neuen Android-Lizenzen an die Hersteller zu verteilen. Grund zur Freude haben hingegen Kotlin-Entwickler, die mithilfe eines Android-Studio-Plug-ins auch Kotlin-Code auf iOS-Geräten ausführen können. Zudem erreichen uns erste Informationen zu Android 11.

Android 11 in vollem Gange

Es kommt einem vorher als hätte Android 10 gerade erst das Licht der Welt erblickt, schon gibt es erste Informationen zu Android 11. Zwar beginnt die Preview-Phase von Android 11 bzw. Android R erst im Frühjahr 2020, doch erste Informationen erreichen uns schon jetzt.

Der zeitgesteuerter Dark Mode – ein Mythos?

Lange haben Android-Nutzer ihn herbeigesehnt, und mit Android 11 könnte es soweit sein: der zeitgesteuerte Dark Mode. Einen ersten Hinweis auf sein Erscheinen liefert der Google Issue Tracker, der uns verrät, dass Google weiterhin an dieser Funktion arbeitet und diese mit Android 11 einführen könnte. Zwar kann der dunkle Modus auch aktuell händisch oder per Akkustand aktiviert werden, allerdings war eine Nutzung für bestimmte Zeiträume nicht wählbar.

Mit Android 11 soll sich der Dark Mode zu einer bestimmten Uhrzeit automatisch aktivieren lassen und eventuell auch automatisch mit dem Sonnenauf- und untergang möglich sein. Dieses Feature war bereits in der Beta von Android 10 möglich, schaffte es allerdings nicht in die finale Version, aufgrund einer hohen Fehleranfälligkeit. Ob uns das zeitgesteuerte Dunkel-Feature tatsächlich mit Android 11 erreicht, könnten wir im März 2020 erfahren, da dann die erste Beta erscheinen könnte.

Kotlin-Anwendungen für iOS-Geräte

Android-Geräte sind nicht genug! Das dachte sich auch der Kotlin-Spracherfinder JetBrains und kündigte nun an, ein Plug-in für Android Studio zu entwickeln, dass Kotlin auf iOS-Geräten und Simulatoren ausführen kann. Wie nun zu lesen ist, wird das Android-Studio-Plug-in ntwicklern ermöglichen, Kotlin-Code auf iOS-Geräten und -Simulatoren auszuführen, zu testen und zu debuggen.

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Android Studio ist Googles kostenloses Entwicklungs-Tool für die Entwicklung von Android Mobile Applications. Mit dem neuen JetBrains-Plug-in wird es Kotlin-Entwicklern nun auch ermöglicht, die konkurrierende iOS-Plattform zu bedienen. Durch die Nutzung von Kotlin in Android und iOS – inklusive gemeinsamer Nutzung der Kotlin-Geschäftslogik – auf den Plattformen können Entwickler mobiler Anwendungen die Kosten für Schulung, Entwicklung und Wartung senken.

Google und die Smart-Home-Allianz

Und nicht nur JetBrains streckt seine Fühler in Richtung Konkurrenz aus, denn wie Google jetzt bekanntgab, will der Suchmaschinenriese gemeinsam mit Amazon und Apple einen universellen Smart-Home-Standard entwickeln. Der Grund: Der Google Assistant und Amazons Alexa sowie deren in Hardware gegossene Formen lassen sich lediglich nativ steuern bzw. sind untereinander oft nicht kompatibel.

Lass uns mal Connecten…

Unter dem Namen Project Connected Home over IP wird aktuell an einem Standard gearbeitet, der auf einem Internetprotokoll basiert und ohne Liznenzgebühren sowie allgemein verfügbar sein soll.

Zu den Mitgliedern der Arbeitsgruppe gehören unter anderem auch Ikea, Samsungs Heimvernetzer SmartThings, der Chip-Spezialist NXP sowie der Hersteller der vernetzten Hue-Lampen, die Philips-Abspaltung Signify. Wie zudem betont wird, handle es sich bei dem neuen Standard um eine Ergänzung und so setzt das Konsortium auf bestehende Techniken der Gruppenmitglieder, wie etwa Apples HomeKit, Amazons Alexa Smart Home, Google Weave und Zigbees Dotdot.

Die Arbeitsgruppe will bis Ende 2020 zunächst die Spezifikationen festlegen und eine erste Referenz-Umsetzung präsentieren. Zum Einsatz kommen sollen sowohl WLAN als auch Bluetooth. Und auch bisherige Geräte werden weiterhin unterstützt, versicherten Amazon, Apple und Google.

Google verbannt die Türkei

Mit Android hat sich Google ein gigantisches Ökosystem aufgebaut, das neben dem Betriebssystem aus dem Play Store und den Google-Apps besteht. In der Vergangenheit gab es aufgrund politischer bzw. gesetzlicher Hürden immer wieder Hersteller, denen Google einige seiner Dienste entziehen musste. Nun hat es ein ganzes Land erwischt, und zwar die Türkei.

Wie alles begann…

2018 wurde Google in der Türkei für die Vorinstallation der Google-Suche auf Android-Smartphones verklagt und bekam eine Strafe in Höhe von über 14 Millionen Euro aufgebrummt. Laut der dortigen Wettbewerbshüter habe Google mit seiner Art, eigene Dienste und Apps auf Handys anzubieten, gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen. Direkt zu reagieren, kommt für den Suchmaschinenriese wohl erstmal nicht in Frage und bis sich eine Lösung finden wird, um alle Seiten zufriedenzustellen und neuen Strafzahlungen aus dem Weg zu gehen, erteilt Google für den türkischen Markt vorerst keine neuen Android-Lizenzen an Hersteller. Es ist also das gleiche Spiel wie mit Huawei, nur mit der Ausnahme, dass es diesmal alle Hersteller trifft.

Allerdings ist die Türkei nicht das erste Land mit Google-Ärger. Auch in Russland gab es einen Disput, damals aufgrund einer Klage der Sucmaschine Yandex, der dazu führte, dass Google den Nutzern bei der ersten Einrichtung die Wahl zwischen verschiedenen Suchmaschinen geben musste.

Damit will sich ein türkisches Gericht allerdings nicht zufrieden geben, sodass nun eine Strafe in Höhe von täglich 0,05 Prozent des Umsatzes verhängt wurde, so lange die Umsetzung nicht angepasst wurde. Google wurde eine 60-Tage-Frist eingeräumt, um das Urteil anzufechten. Wie bei Huawei sind bestehende Smartphones natürlich auch in der Türkei nicht vom Google-Dienste-Aus betroffen. Wir sind trotzdem gespannt, welche Lösung Google nun für dieses Problem aus dem Hut zaubert.

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis bald!

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