Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: Android 9 Pie, erste Bilder vom Google Pixel 3 XL & Haute Couture mit Smartphones
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Android 9 Pie ist raus und hat viel Machine Learning im Gepäck, was Smartphones noch smarter machen soll. In diesem Planet Android zeigen wir, was das für Nutzer bedeutet. Auch Android X steht diese Woche im Rampenlicht, das sich nun endlich von der Plattform lösen konnte. Außerdem gibt es erste Bilder vom Google Pixel 3 XL mit neuem Notch und wir werfen einen Blick auf einen Smartphone-Halter aus der Welt der Haute Couture.

Android Pie ist fertig!

Letzten Montag war es soweit: Google veröffentlichte Android 9.0 alias Pie und setzt für sein mobiles Betriebssystem zukünftig vermehrt auf Künstliche Intelligenz. Android ist, zumindest namenstechnisch, Googles Süßwarenabteilung. Die einzelnen Versionen werden nach diversen Leckereien benannt, wie  beispielsweise Marshmallow, Nougat oder Oreo. Dieses Mal steht der allseits beliebte Kuchen dem diesjährigen Android Pie den Paten. Doch neben dem Namen sind es hauptsächlich die technischen Details, die Android Pie versüßen sollen.

Mit Android 9.0 will Google seinen Nutzern ein noch smarteres Smartphone präsentieren und durch Künstliche Intelligenz eine einfachere Handhabung ermöglichen. Durch Android Pie sei die Nutzung noch besser auf jeden Nutzer zugeschnitten, da es in der Lage sei mit der Zeit mehr über seinen Nutzer herauszufinden und ihn so besser zu unterstützen, wie zum Beispiel die neuen Benachrichtigungen und intelligente Antworten-Funktion zeigen.

Android denkt mit

Messaging-Anwendungen können die Vorteile der neuen MessagingStyle-APIs nutzen, um Gespräche anzuzeigen, Fotos und Aufkleber anzuhängen und sogar intelligente Antworten vorzuschlagen. Ebenso ist das Smartphone mithilfe von Android Pie in der Lage, die Helligkeit des Bildschirms in unterschiedlichen Situationen einzustellen, um sich an die Bedürfnisse des Nutzers anzupassen.

Auch der sogenannte App Timer, der jeder App eine Zeitbegrenzung zuweisen kann, zählt zu den wichtigen KI-Neuerungen der aktuellen Version. Ist die festgelegte Nutzungszeit für den jeweiligen Tag erreicht, wird das betroffene App-Icon auf dem Bildschirm ausgegraut.

Neue Systemnavigation

Während die KI-Funktionen mehr oder weniger ein Update bereits bestehender Features sind, wird mit der Systemnavigation etwas Neues eingeführt. Das neue Design macht das Multitasking von Android leichter zugänglich. Durch ein einfaches Wischen von unten nach oben, wechselt der Home-Bildschirm zu einer Vorschau der zuletzt verwendeten Anwendungen und ein kurzes Antippen genügt, um eine davon auszuwählen. Obwohl diese Wischgeste für Android-Nutzer etwas Neues sein mag, erinnert sie doch stark an die bereits vom iPhone X bekannte Funktion.

Kamera, Audio und Grafik

Mit Android 9 können Streams von zwei oder mehr Kameras gleichzeitig auf Geräten geöffnet werden. Auf Geräten mit Dual-Front- oder Dual-Back-Kameras ist es möglich Funktionen zu erstellen, die mit einer einzigen Kamera nicht möglich wären, wie z. B. nahtloser Zoom, Bokeh und Stereo-Vision. Über das Multi-Camera API besteht die Möglichkeit auch einen logischen oder zusammengesetzten Kamera-Stream aufzurufen, der automatisch zwischen zwei oder mehr Kameras umschaltet.

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mit Daniel Wagner (VERBUND) und Anton Kalcik (business.software.engineering)

Die neue Version von Android bietet auch integrierte Unterstützung für HDR VP9 Profile 2, sodass jetzt mit HDR aufgezeichnete Filme auf HDR-fähigen Geräten bereitgestellt werden können. Auch in Sachen Audioeffekte gibt es Neuerungen. Mit dem Dynamics Processing API können neue Audioeffekt verwendet werden, um bestimmte Frequenzen zu isolieren und laute oder leise Töne zu reduzieren. Auf diese Weise lässt sich die akustische Qualität einer Anwendung verbessern. Das ImageDecoder API bietet hingegen die Möglichkeit, Bilder in Bitmaps oder Drawables zu dekodieren. Zudem kann man eine Bitmap oder Drawables aus einem Byte Buffer, einer Datei oder einem URI erstellen.

Süßigkeit tritt ein, bring Glück herein?

Ob diese neuen Features und ein vermutlich zuckersüßer Name ausreichen werden, um die aktuellste Android-Version an den Mann bzw. die Frau zu bringen, bleibt die große Frage. Denn, laut statista.com, sei die Oreo-Version aus dem vergangenen Jahr gerade mal auf knapp 12 Prozent aller Andriod-Geräte installiert. Die meistgenutzte Version ist mit 31 Prozent die Version Nougat von 2016, gefolgt von Marshmallow (23,5 Prozent) und Lollipop (20,4 Prozent).

Doch ganz gleich, welche Verbesserungen die neuen alten Features für Android nun auch mit sich bringen, in Sachen Namensgebung hätte sich Google mehr ins Zeug legen können.

AndroidX-Entwicklung geht in die öffentliche AOSP

Der Umfang von AndriodX habe sich um ein Vielfaches vergrößert, schreibt Aurimas Liutikas, Softwareingenieur bei Android. Vor etwas mehr als zwei Jahren begann das Android-Entwicklerteam mit einem Prozess des Unbundling – das Verschieben von AndroidX aus der Android-Plattform in einen eigenen Build. Durch die enge Bindung an die Plattform schien vor allem die Android-Entwicklergemeinde zu leiden, da man für die Mitarbeit an Android-Projekten immer größere Hürden zu bewältigen hatte.

Das lag unter anderem am Workflow: Alle Arbeiten wurden in internen Google-Branches durchgeführt und anschließend zusammen mit dem Plattform-Push an das öffentliche AOSP weitergeleitet. Mit diesem Workflow wurden die externen Beiträge auf ein enges Zeitfenster beschränkt, in dem die internen und AOSP-Branches inhaltlich eng beieinander lagen. Darüber hinaus war es schwierig, einen Beitrag zu leisten, da, um einen vollständigen AndroidX-Build und -Test durchzuführen, die externen Entwickler über 40 GB des vollständigen Android-Plattform-Codes auschecken mussten.

Seit Langem äußerte die Android-Community den Wunsch, leichter an AndroidX mitwirken zu können. Das soll nun endlich möglich sein. Der Grund: Die AndroidX-Entwicklung geht in das öffentliche AOSP über, was bedeutet, dass die primäre Funktionsentwicklung (mit Ausnahme von streng geheimen Integrationen mit der Plattform) und Fehlerbehebungen im Freien mithilfe des r.android.com Gerrit Review-Tools durchgeführt werden und Änderungen im aosp/androidx-master-dev-Zweig sichtbar sind.

Das White Pixel 3 XL wurde gesichtet!

O weh, o weh! Ich werde zu spät kommen!“ dachte sich wohl nicht nur das große weiße Kaninchen bei Alice im Wunderland, sondern auch ein XDA-Forenmitglied, bezüglich des neuesten Google-Smartphones. Erste offizielle Neuigkeiten über die neue Version des Google-Smartphones erscheinen gewöhnlich zwischen Mitte und Ende Oktober, doch wie üblich gibt es auch in diesem Jahr bereits lange vorher erste Leaks und Gerüchte.

Ähnlich, wie über das große weiße Kaninchen bei Alice, waren über die neue Version des Google-Telefons bisher mehr Vermutungen, als wirkliches Wissen bekannt. Kaum waren Details zum White Pixel 3 XL aufgetaucht, verschwanden sie auch schon wieder, da an der Echtheit gezweifelt wurde. Nun wurde angeblich das weiße Pixel 3 XL gesichtet! In einem nicht unbekannten Entwickler-Forum eilen nun Bilder des großen weißen Smartphones durch die Foren-Landschaft und zeigen bislang unbekannte Details des neuen Android Phones, so es sich denn wirklich um das Google Pixel 3 XL handelt.

Quelle: Twitter via TechDroider

Auffallend an diesem Modell ist die optische Ähnlichkeit zum iPhoneX, da es ebenfalls über einen Notch am oberen Bildschirmrand verfügt. Wie die Bilder zeigen, verfügt das gezeigte Smartphone über eine Dual-Kamera, innerhalb des Notchs. Außerdem sind auf der Front- und Rückseite des Smartphones Barcode und Aufkleber zu sehen. Anhand dieser lassen sich auch ein paar technische Details ablesen. Beispielsweise sieht es so aus, als würde das Smartphone mit 4 GB RAM und 64 GB Speicher ausgestattet sein. Wie am Code abgelesen werden kann, stammen die einzelnen Bausteine des Speichers von Samsung. Das Telefon ist mit weißem Glas überzogen, daher auch „Clearly White“ genannt.

Dass diese Bilder die endgültige Version des Pixel 3 XL zeigen, ist unwahrscheinlich, da sich dieses Modell noch in der Entwicklungsphase befindet und immer noch letzte Veränderungen vorgenommen werden könnten. Doch letztlich scheint der Hype um die neuesten Smartphone-Versionen auch ziemlich übertrieben, da selbst mit weiteren Funktionen und Farben kein völlig unbekanntes Wesen unseren Planeten bereichert. Und so ist es, was es ist: Kaninchen bleibt Kaninchen und Android Phone bleibt Android Phone!

Bei jedem Schritt dabei und das wörtlich gesprochen!

Handyhalter gibt es mittlerweile in diversen Formen, Farben und Modellen. Doch genug ist nicht genug, dachte sich wohl ein Modedesigner des Pariser Modeunternehmens Maison Margiela und entwarf so eine ganz andere Art des Smartphone-Halters. Was aussieht wie ein übergroßer Schrittzähler, ist tatsächlich eine Handy-Halterung, die am Knöchel befestigt wird.

Ein Smartphone-Halter geht Haute Couture

Für seine neue Kollektion designte das Pariser Modeunternehmen eine Halterung, bei der das Smartphone nicht schnöde in der Tasche verweilt, sondern durch seine besondere Platzierung zum schicken Accessoire aufgepimpt und zum Hingucker werden soll. Na, begeistert? Eben, ich auch nicht!

Ganz abgesehen von der Optik, kann diese Vorrichtung vor allem praktisch nicht wirklich überzeugen. Das Smartphone wird nicht nur kräftiger durchgeschüttelt als ein Mixgetränk, sondern auch Auto- oder U-Bahnfahren scheint damit, ganz wörtlich, kein leichter Schritt zu sein. Allerdings ist Mode bekanntlich die „Kunst am Körper“ und über die Anwendbarkeit von Kunst muss nicht unbedingt diskutiert werden.

Trotz allem hat dieser Handyhalter mindestens zwei tolle Nebeneffekte. Schließlich bleibt man in Bewegung, da einem häufiges Bücken nicht erspart bleibt. Wem das ständige Beugen leidig wird, der mindert so zumindest aktiv die Smartphone-Nutzung, was den täglichen Konsum wohl deutlich reduzieren wird.

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis bald!

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