Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: Android Q Beta 2 und Machine Learning für App-Entwickler
Keine Kommentare

Erst vor wenigen Wochen hat Google die erste Beta-Version seiner nächsten Betriebssystemgeneration Android Q vorgestellt, prompt ist Android Q Beta 2 erschienen. Außerdem erweitert Google das ML Kit für App-Entwickler und im Patchday für März wurden 45 Sicherheitslücken geschlossen.

Das hier war der erste Streich, doch die zweite Beta folgt so gleich

Es scheint, als hätte Google den Turbogang eingelegt. Gerade einmal drei Wochen ist es her, dass der Internetriese die erste Beta-Version des mobilen Betriebssystems veröffentlichte. Nun kann bereits Beta 2 auf allen Pixel-Smartphones heruntergeladen werden. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen unter anderem die neuen Benachrichtigungen mit Bubbles. Auch an der Gestensteuerung wurde geschraubt und ein Emulator bietet Unterstützung für faltbare Displays.

Nachricht in der Seifenblase

Unter dem Namen „Bubble“ präsentiert Android Q ein für Google ganz neues Konzept. Mittels Bubble lassen sich Nachrichten in Apps übersichtlich anzeigen. Bubble soll Benutzern helfen, Informationen zu priorisieren und mit anderen Apps zu kommunizieren, ohne die Hauptanwendung zu verlassen.

Auf diese Weise könne man Nachrichten in Kurzzeit versenden, ohne dabei die im Vordergrund ausgeführte App schließen zu müssen. Damit erweitert Android Q Multitasking-Fähigkeiten.

Faltbare Hardware

Faltbare Smartphones sind in der Mobile-Welt zwar noch nicht weit verbreitet, doch man muss auch an die Zukunft denken. Um Entwickler in diese Richtung zu unterstützen, hat Android Studio in der Version Q einen Foldable-Simulator im Gepäck. Entwickler können dadurch ein faltbares virtuelles Gerät erzeugen, das über einen 7,3 Zoll (4,6 Zoll gefaltet) oder ein 8 Zoll (6,6 Zoll gefaltet) großes Display verfügt.

Obendrauf gibt es ein API, um ein Mikrofon gezielt anzusprechen, also eine präferierte Richtung des Mikrofons bei einer Audioaufnahme zu bestimmen.

Gestensteuerung erhält Feinschliff

Auch an der Gestensteuerung wurde gefeilt, genauer gesagt, wurde die Swipe-Geste optimiert. Durch einen seitlichen Swipe über den Home-Button wechselt man nun direkt zwischen den aktuellsten Apps.

Weniger gute Nachrichten gibt es für Notch-Fans. Die müssen jetzt stark sein: Screenshots werden in der Beta 2 von Android Q ohne Notch und runde Ecken abgebildet. In Bezug auf Medienbenachrichtigungen gibt es in der neusten Testversion nun einen Fortschrittsbalken, mit dessen Hilfe an eine andere Position in einem Lied oder einen Podcast gewechselt werden kann.

Ob es all diese Neuerungen tatsächlich in Android Q schaffen, ist noch nicht abzusehen. Schließlich handelt sich um Testversionen, von denen es insgesamt sechs an der Zahl geben wird. Beta 3 ist laut Google-Zeitplan für Anfang Mai vorgesehen.

Alle Neuerungen und Verbesserungen finden sich im Blog von Android Developer.

Jetzt wird’s smart

Neben Android Q Beta 2 kam das Android-Team mit einer weiteren Neuerung um die Ecke und richtete sich damit an App-Entwickler. Wie Google verkündet, wird das API in Natural Language Processing (NLP) erweitert, um eine Erkennung der Sprache (also Deutsch, Englisch, Spanisch etc.) und die sog. Smart Reply zu integrieren. Bisher haben sich die APIs in ML Kit hauptsächlich auf das kamerabasierte maschinelle Lernen konzentriert.

Natural Language Processing ist eine Kategorie von ML, die sich mit der Analyse und Erzeugung von Text und Sprache beschäftigt. Die beiden neuen APIs fallen in den Anwendungsbereich von NLP, funktionieren beide vollständig auf sämtlichen Geräten und sind in der neuesten Version des ML Kit SDK verfügbar.

Smarte Antwortmöglichkeiten und Erkennung der Sprache

Smart Reply zielt darauf ab, kontextuelle Textvorschläge, auf der Grundlage vorheriger Nachrichten im Chatverlauf, bereitzustellen. Ähnlich einer Quizshow stellt das API, basierend auf den letzten 10 Nachrichten, demnach Antwortvorschläge zur Auswahl. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Das Smart Reply API wird zuerst lediglich mit englischer Sprachunterstützung gestartet.

Ebenfalls neu eingeführt wurde die Sprachidentifikation. Wie der Name verrät, lassen sich damit Sprachen identifizieren. Das neue Feature kann mit einem Input nur weniger Worte aus 110 verschiedenen bekannten Sprachen die Richtige ermitteln.

App-Entwickler können diese beiden neuen APIs nun in ihren Apps verwenden. Weitere Informationen stehen auf offiziellen Blog zum Nachlesen bereit.

IoT Conference 2019

Workshop: Deploying MQTT Container and Orchestration Software

mit Anja Helmbrecht-Schaar und Florian Raschbichler (dc-square GmbH)

Finde den Fehler – Googles Patchday im März

Es war mal wieder soweit: Google hat uns auch im März mit seinem Patchday beglückt. Im aktuellen Patch-Level 2019-03-05 werden Sicherheitslücken behandelt, die als „critical“ oder „high“ eingestuft wurden. Im März identifizierte Google bisher insgesamt 11 Sicherheitslücken als kritisch und 34 als hoch, die nun alle gestopft wurden.

Die kritischen Sicherheitslücken befanden sich im Framework selbst sowie in der System-Komponente und in den Qualcomm-Komponenten. Erwischt hat es die OS-Versionen 7.x Nougat, 8.x Oreo und 9 Pie. Wie jeden Monat kann Google mit Glück behaupten, dass noch keine der entdeckten Lücken ausgenutzt worden ist. Und damit das so bleibt – schnell aktualisieren!

Apropos Update…

Spezielle Sicherheitsupdates für Pixel-Geräte gibt es diesmal wohl nicht. Allerdings ein separates Update für Googles Pixel-3-Smartphones, das unter anderem Korrekturen bei der Kamera-App, Bluetooth und Speicher-Performance aufführt.

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis nächste Woche!

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
400
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu:
X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -