Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: DSGVO, Instagram und die Google Lens
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Eigentlich war genug Zeit, sich auf die DSGVO vorzubereiten. Wer aber erst jetzt damit anfängt, bekommt Unterstützung von Google. Außerdem wird Google Lens gerade weltweit ausgerollt und Instagram verwöhnt seine User mit einem unwiderstehlichen neuen Feature. Das und mehr im Planet Android!

Qualcomm Snapdragon 710 vorgestellt

Plattformen von Qualcomm bilden die Grundlage für viele Android-Handys, zum Beispiel von Sony, OnePlus, Samsung oder Asus. Jetzt hat der Hersteller aus San Diego den Snapdragon 710 vorgestellt, der High-End-Features wie Kyro-Kern-Architektur und angepasste DSPs mit einem günstigen Preis vereinen soll. Bisher waren viele dieser Merkmale nur in Plattformen der 800er-Serie verfügbar, wie sie in der mobilen Oberklasse à la S9 oder XZ2 zu finden sind.

Der Snapdragon 710 wird von Qualcomm als Nachfolger des Snapdargon 660 platziert, der beispielsweise in den aktuellen Mittelklasse-Smartphones Samsung Galaxy A5 und A7 zu finden ist. Der Prozessor ist ab sofort verfügbar und dürfte bis Ende des Jahres auch in den ersten Smartphone-Modellen zu finden sein.

Google Lens für alle!

Bei der Google I/O 2017 wurde Lens zum ersten Mal vorgestellt, bei der Google I/O 2018 bekamen wir dann alle staunenden Auges zu sehen, was damit alles möglich ist und jetzt – jetzt kommt Lens auch endlich zu den Nutzern. Bisher war die Bilderweiterung für den Google Assistant nur wenigen vorenthalten, derzeit beginnt der Roll-Out für alle.

Ein besonders spannendes Feature ist die Live-Erfassung. Einfach die Kamera auf ein Objekt, einen Strichcode, Logo oder Schriftstück richten und schon verrät Lens, was dahintersteckt. Besonders praktisch: Texte lassen sich so einscannen, es braucht keinen Scanner oder gar händisches Abtippen mehr.

Consent-Kit für Google

Wer die letzten zwei Jahre geschlafen hat und jetzt von der DSGVO noch überraschter ist, als von der Tatsache, dass jedes Jahr am 24. Dezember Weihnachten ist, kann sich auf den letzten Drücker mit Google vielleicht noch retten. Das Unternehmen hat jetzt ein SDK veröffentlicht, mit dem sich Entwickler absichern können.
Eine ConsentForm-Klasse mit allen drei Einverständnisoptionen könnte dann beispielsweise so aussehen:

URL privacyUrl = null;
try {
    // TODO: Replace with your app's privacy policy URL.
    privacyUrl = new URL("https://www.your.com/privacyurl");
} catch (MalformedURLException e) {
    e.printStackTrace();
    // Handle error.
}
ConsentForm form = new ConsentForm.Builder(context, privacyUrl)
    .withListener(new ConsentFormListener() {
        @Override
        public void onConsentFormLoaded() {
            // Consent form loaded successfully.
        }

        @Override
        public void onConsentFormOpened() {
            // Consent form was displayed.
        }

        @Override
        public void onConsentFormClosed(
                ConsentStatus consentStatus, Boolean userPrefersAdFree) {
            // Consent form was closed.
        }

        @Override
        public void onConsentFormError(String errorDescription) {
            // Consent form error.
        }
    })
    .withPersonalizedAdsOption()
    .withNonPersonalizedAdsOption()
    .withAdFreeOption()
    .build();

In der entsprechenden Anleitung wird erläutert, wie Einverständnis eingeholt und dann auch an das Google Mobile Ads SDK weitergegeben wird. Eine Anleitung zum Testing gibt es ebenfalls, auch wird auf Altersfreigabe und geografische Informationen eingegangen. Denn die DSGVO soll in der gesamten EU einheitliche Datenschutzbestimmungen schaffen, gilt aber nicht darüber hinaus.

Aber: Wahrscheinlich interessiert das hier sowieso niemanden. Denn dass die DSGVO kommt, wissen wir ja alle schon seit zwei Jahren. Und in diesen zwei Jahren haben wir uns auch alle schon darum gekümmert, nicht wahr? Zwei Jahre, das sind 24 Monate, 104 Wochen, 730 Tage – es war wirklich genug Zeit.

Ich kann’s nicht mehr sehen!

Ja, Instagram ist schon toll. Den Kollegen und Freunden den Urlaub vor die Nase halten, dank Filter ist Internetmeer immer blauer und Internetgras immer grüner. Und man will ja auch nicht unhöflich sein und irgendwem ᴇɴᴛꜰᴏʟɢᴇɴ. Das gehört sich nicht, das ist fast so schlimm, wie eine Freundschaft aufzukündigen – zumindest für manche Menschen. Und darum gibt es jetzt endlich den lang ersehnten „Ich kann deine Bilder nicht mehr sehen, aber habe keine Lust auf die Diskussion, weil ich dir entfolgt bin“-Button. Auch „Mute-Button“ genannt.

Das Gute: Da Instagram vor einiger Zeit die chronologische Timeline einem Algorithmus geopfert hat, muss sich niemand vor der Frage fürchten, wie denn die letzten Urlaubsfotos so waren. Die kamen halt nicht an, wegen des Algorithmus, nicht weil irgendwer gemutet wurde. „Der Algorithmus hat es gefressen“ – besser als Hunde, die Hausaufgaben verspeisen.

Apple-App-Entwickler wollen Gewerkschaft gründen

Eigentlich könnte man ja sagen: Wer seine Apps für iOS entwickelt, muss sich nicht wundern, wenn dabei nicht so viel rumkommt und Apple gerne mal die Daumenschrauben anlegt – so kennen wir diesen Konzern schließlich alle. Ein paar Leute versuchen es jetzt aber doch und haben so etwas wie eine Gewerkschaft gegründet. Also eher eine Lobby-Organisation, denn mit Entwicklern auf dem ganzen Planeten und diversen Rechtslagen ist es schwierig, eine Gewerkschaft zu gründen und… Jedenfalls haben sich jetzt Entwickler zusammengeschlossen, die Apps für iOS basteln. Ihre zentrale Forderung: Demoversionen im App-Store (und natürlich mehr Geld). Wow. Heißer Tipp: Im Play Store gibt es das schon. Und da muss man sich nicht mal mit Apple rumschlagen.

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis bald!

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