Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: Flutter-Survey, MvRx und Wear OS mit neuen Features
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Google, Google und doch kein Google. In dieser Woche steht Planet Android, ganz unabsichtlich, im Zeichen von Google. Google veröffentlichte jüngst seine Ergebnisse zum Flutter-Survey und zeigt sich damit sehr zufrieden. Außerdem präsentiert der Suchmaschinenriese sein Betriebssystem Wear OS, die Entwickler zum Austicken bringen könnte. Zu guter Letzt kommt Goog…NEIN! Airbnb, das für seine Android-Entwicklung nun MvRx verwendet und damit quasi auf Autopilot läuft.

Der Flutter-Studie von Google

Nein, Google hat keine Studie darüber durchgeführt, bei welchem Thema Entwickler am schnellsten den „Flutter“mann bekommen. Flutter ist Googles mobile UI Framework für die Erstellung hochwertiger nativer Schnittstellen auf iOS und Android. Es arbeitet mit vorhandenem Code und wird von Entwicklern und Unternehmen auf der ganzen Welt verwendet. Flutter ist kostenlos und Open Source.

Um die Zufriedenheit der Nutzer zu messen und die Bedürfnisse der Nutzer besser zu verstehen, hat das UX-Research-Team von Flutter kürzlich eine Online-Umfrage durchgeführt. Die Umfrage war im Juli 2018 zwei Wochen lang öffentlich zugänglich und wurde von 1.016 Nutzern beantwortet.

Die Ergebnisse der Studie – Das sagen die Flutter-Kanditaten

Die Flutter-Nutzer stammen aus allen möglichen Bereichen der Softwareentwicklung. Mit Blick auf ihre Erfahrungen hinsichtlich mobiler Plattformen war Android am beliebtesten (67 Prozent), gefolgt von Web (45 Prozent) und iOS (30 Prozent). 15 Prozent der Befragten gaben an, bereits eine Flutter-App veröffentlicht zu haben. Interessant ist auch, dass 52 Prozent an einer App arbeiten, die innerhalb der nächsten 6 Monate veröffentlicht werden soll.

Auch die Zufriedenheit der Flutter-Entwickler ist hoch. 92 Prozent der Befragten gaben an, dass sie mit Flutter sehr zufrieden oder ziemlich zufrieden sind. Dafür spricht auch die Weiterempfehlungsrate: mehr als die Hälfte (56 Prozent) der Befragten würde, auf einer Skala von 0 bis 10, Flutter mit einer Wahrscheinlichkeit von 9 oder 10 weiterempfehlen.

So viel Zufriedenheit könnte beinahe ansteckend sein. Aber nur, wenn ich bei den Ergebnissen einer von Google durchgeführten Studie, über eines von Google entwickelten Open Source SDKs, keine Skepsis hegen würde. Wer nun gerne selbst mit-fluttern möchte, findet alle Informationen und die vollständigen Ergebnisse der Umfrage hier!

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Ein Satz mit X: Airbnb nutzt zur Android-Entwicklung MvRx

Airbnb hat, nach eigener Aussage, in den vergangenen Jahren ein astronomisch hohes Wachstum generiert. Um dabei nicht den Überblick zu verlieren, haben sie nun Arbeitsmuster herausgearbeitet, um Doppelarbeit zu vermeiden. Hierfür kam die Android-Architektur MvRx ins Spiel.

MvRx (ausgesprochen „mavericks“) unterstützt Android-Entwickler dabei, Standardfunktionen zu implementieren und ihre Anwendungen richtig in das Betriebssystem zu integrieren. MvRx ist in Kotlin geschrieben und treibt die gesamte Android-Entwicklung bei Airbnb voran, schreibt Gabriel Peal, Engineer bei Airbnb. Das neue Framework für Android bietet Entwicklern Kapazitäten für die reaktive Anwendungsentwicklung und reduziert den Code, den Entwickler schreiben müssen, um bis zu 75 Prozent. Airbnb läuft nun also auf Autopilot und verfährt nach MvRx-Gesetzen.

Die vier Säulen des MvRX

MvRx basiert auf vier grundlegenden Konzepten:

  1. Ein Unveränderlicher Zustand, der zum Rendern des UIs verwendet wird. State Propertys sind Instanzen von Observable<T> und können daher verwendet werden, um bestimmte Operationen auszulösen, wenn sie sich ändern.
  2. Views, die jedes Mal gerendert werden, wenn sich eine Eigenschaft des zugehörigen States ändert. Views können als kurzlebige Objekte betrachtet werden, die bei jedem Aufruf ihrer Invalidate-Methode erzeugt werden. Zudem können sie mit Fragmenten und Reaktionen auf den Android-Lebenszyklus verknüpft werden. Eine View ist einem oder mehreren ViewModels zugeordnet.
  3. ViewModels, die den State „ownen“ und verwendet werden, um die Businesslogik der App zu verwalten. ViewModels sind die einzigen Objekte, die den State mithilfe von setState ändern können.
  4. Async-Operationen, die dem State Property zugeordnet werden können. So wird bei jeder Änderung einer State Property die zugehörige Operation durchgeführt. Async ist eine versiegelte Klasse mit vier Unterklassen: Uninitialized, Loading, Success, and Fail.

Alle Informationen zum Thema MvRx finden sich auf GitHub und im entsprechenden Wiki.

Wear OS – Wer hat an der Uhr ge…schraubt

Neues gäbe es auch mal wieder aus unserer Rubrik Mode und Lifestyle, wenn wir diese Rubrik auch wirklich führen würden. Was allerdings tatsächlich existiert, ist das überarbeitete Uhren-Android, genannt Wear OS.

Dieses schicke Betriebssystem für Zeitmessgeräte wurde nun laut Hoi Lam, Lead Developer Advocate, überarbeitet. Und man hat nicht wenig an Wear OS geschraubt. Dem Android Developer Blog zufolge sogar mit Erfolg. Benachrichtigungen können ab sofort aus der automatischen Benachrichtigungsüberbrückung des Telefons stammen oder von einer lokalen Wear App generiert werden, die auf der Uhr läuft. Und weil die Zeit ja bekanntlich rasend schnell verrinnt, sollen die Benutzer ihre Benachrichtigungsströme effektiver und damit schneller bearbeiten können. Dazu wird der neue Benachrichtigungsstrom nun kompakter angeführt und kann mehrere Benachrichtigungen auf dem gleichen Bildschirm anzeigen.

Interessantes für Entwickler – Da kann man ja nur austicken

Besonders interessant für Entwickler könnte unter anderem die neue nicht-erweiterte Benachrichtigung sein, die aktuell bis zu drei Zeilen Text anzeigt. Das ist übrigens mehr Platz für Text als in einer einzigen nicht-erweiterten Benachrichtigung auf dem Smartphone. Auch gebrandete Benachrichtigungen mit Farbe können nun erstellt werden. Die Standardfarbe des Titels und des Symbols für die Benachrichtigung ist weiß. Die Markenidentität kann nun bei entsprechender Programmierung übermittelt werden, indem man die Farbe des Titels und der SsetColor anpasst.

Ähnlich wie mit Klamotten verfährt das Wear-OS-Team auch mit seinen Features. Man kann nicht immer nur neues reinstopfen, man muss auch mal etwas aussortieren. Daher verzichtet Wear OS auf das benutzerdefinierte Benachrichtigungslayout, das von nun an nicht mehr unterstützt wird. Grund dafür sei, dass dieses individuelle Layout oft den Formfaktor des Geräts nicht berücksichtige, auf dem Wear OS läuft. Des Weiteren wird das neue Layout keine Inline Actions mehr im Stream anzeigen und setHintDisplayActionInline wird zukünftig ignoriert, um Platz zu sparen. Benutzer können weiterhin auf Benachrichtigungsaktionen einschließlich Inline Actions zugreifen, wenn sie auf Erweitern der Benachrichtigung tippen.

Das neue Wear OS bringt für Android-Entwickler also eine ganze Menge Neuerungen mit sich. So bleibt man nicht nur modisch auf dem Stand der Dinge, sondern auch die Software am Handgelenk ist zeitgemäß.

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis bald!

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