Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: GitHub Mobile für Android, Google PhoneApp mit neuen Features & Suchmaschinenwahl bei Google
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GitHub hat eine Mobile-Version seiner Entwicklungsplattform für Android als Beta veröffentlicht. Entwickler können an ihrem Code nun auch von unterwegs schrauben. Gerüchten zufolge wird überdies Googles Telefon-App um zwei grundlegende Features erweitert – Voicerecorder und Sprachnachrichten-Download Ahoi! Zudem zeigt Google „fast“ Einsicht und stellt alternativ neben seiner Suchmaschine auch drei weitere Suchmaschinen zur Auswahl. Die Suchmaschinen-Kandidaten werden allerdings per Auktionsverfahren ausgewählt.

GitHub Mobile: Der Code to go

Bereits im Herbst 2019 hat die Softwareenticklungsplattform GitHub ihre App für iOS-Geräte herausgegeben. Knapp vier Monate später haben auch Android-Nutzer Grund zur Freude. Ab sofort ist die Mobil-App von GitHub – schlicht benannt GitHub Mobile – nämlich auch für Android-Geräte als Beta-Version verfügbar. Eine kleine Bedingung gibt es allerdings: Man muss an der geschlossenen Beta-Phase teilnehmen.

Die App steht für Smartphones ab Android 5.1 ab sofort im Beta-Stadium zur Verfügung und ermöglicht es Entwicklern, auch unterwegs einen Blick auf Code und Projekte werfen zu können.

Quelle: GitHub

Neben diversen Bildschirmgrößen und Einstellungen verfügt die Mobile-Variante auch über einen Darkmode. Einen Blick auf weitere Features und alle Details finden sich auf einer Übersichtsseite von GitHub.

Googles Telefon-App

Bei all den Fitness- und Spiele-Apps kann man die zentrale Funktion eines Smartphones schon mal vergessen: das Telefonieren! Auf sämtlichen Google Pixel Phones und Android One Geräten ist die Google Phone App installiert. Vor ein paar Tagen machte die Meldung die Runde, dass Xiaomi nun auch die Phone App von Google nutzen wird. Allerdings konnte die Xiaomi-App durch den eingebauten Xiaomi-MIUI-Dialer auch Anrufe aufzeichnen – Google allerdings fehlt dieser eingebaute Recorder.

Voicerecorder und Mailbox-Download

Nun stehen die Zeichen für den Recorder auf positiv, sprich: Es scheint so als werde Google diesen nachreichen. Den Hinweis dazu findet man im Code der aktuellen Version 43.0.289191107 der Telefon-App für Android und Google testet diese Funktion, laut XDA-Developer. Überdies könnte das mögliche Update ein zweites großes Feature im Gepäck haben, nämlich den Download von Sprachnachrichten aus der Mailbox.

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Beide Funktionen befinden sich noch in der Entwicklung und benötigen noch einige Zeit, bis sie für alle ausgerollt werden können. In beiden Fällen stellt sich allerdings auch die Frage, wie es mit der Verfügbarkeit für deutsche Nutzer aussieht. So hat die Aufzeichnung von Gesprächen unter anderem auch gesetzliche Hürden und funktioniert lediglich unter bestimmten Voraussetzungen.

Google und die Suchmaschinenwahl

Es ist beinahe Googles unendliche Geschichte: Die EU verdonnerte Google zu einer Rekordstrafe wegen Wettbewerbsverstößen, weshalb Google erste Anzeichen von Einsicht zeigte. Bereits im März musste Google wegen Wettbewerbsverstößen umgerechnet 1,49 Milliarden Euro zahlen. Und die Strafe der EU-Kommission zeigte prompt ihre Wirkung, denn umgehend machte Google die Ankündigung für mehr Mitbestimmungsrecht für Android-Nutzer in Europa. Wie Google damals verkündete, sollten europäische Android-Nutzer nun gefragt werden, welche Webbrowser und welche Suchmaschine sie auf ihrem Smartphone nutzen möchten.

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Nun lässt Google auf Worte Taten folgen. Angeblich bekommen die ersten Android-Nutzer beim Öffnen des Play Stores einen Hinweis angezeigt, mit der Möglichkeit, einen anderen Browser als Alternative auszuwählen. Darüber hinaus haben EU-Bürger, die ab dem 1. März Android-Geräte einrichten, die Wahl zwischen den Suchmaschinen DuckDuckGo, GMX, Info.com und natürlich Google.

Wer bietet mehr?

Der von den Nutzern gewählte Anbieter wird zum Standard für Suchvorgänge in Chrome und im Suchfeld auf dem Startbildschirm von Android. Allerdings nur quartalsweise, also vom 1. März bis 30. Juni 2020. Denn um neben Google in die Suchmaschienenauswahl zu kommen, muss Geld fließen. Die Suchmaschinen, die neuen Nutzern angezeigt werden, variieren je nämlich nach EU-Land, da die Auswahl auf der Grundlage eines Auktionssystems erfolgt. Jeder Anbieter teilt Google mit, wie viel er bereit ist, das Unternehmen jedes Mal zu bezahlen, wenn ein Nutzer sein Produkt als Standard auswählt – die drei Höchstbietenden werden den Nutzern dann angezeigt. Dieser Vorgang wird für jedes Land und alle vier Monate durchgeführt. Womöglich wollte die EU mit ihren Strafzahlungen für ein Umdenken beim Internetriesen sorgen, doch falsch gedacht – Google macht natürlich ein Geschäft daraus!

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis nächste Woche!

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