Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: Samsung Galaxy S10 und Galaxy Fold vorgestellt + neue Android Q Leaks
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Samsungs Galaxy-Modellreihe feiert zehnten Geburtstag, passend dazu stellte Samsung die neuen Modellvariationen des Galaxy S10 vor. Neben dem neuen Ultraschall-Fingerabdrucksensor haben die aktuellen Flaggschiffe interessante neue Funktionen an Bord. Außerdem wurde ein weiteres Feature des noch unveröffentlichten Android Q geleakt. Warum es wohl künftig „Hallo Geste“ und „Adé Zurück-Button“ heißt – das und mehr in diesem Planet Android.

Zack, bumm, fertig: Das Samsung Galaxy S10 ist da

Gestern Abend war es soweit: Anlässlich des Jubiläums der Galaxy-Modellreihe führte Samsung in San Francisco seine neuen Top-Smartphones vor. Mit dem Galaxy S10, S10+ und dem S10e verkündete Samsung indirekt sein neues Credo, nämlich „es kann nie genug sein“.

Das Display

Auf den ersten Blick unterscheiden sich die drei Smartphones durch ihre Bildschirmgrößen. Wie bei den meisten Smartphones der neuen Generation heißt es auch beim Samsung-Trio: Mehr Bildschirm, weniger Rand. Alle drei Versionen verfügen zudem über ein Dynamic-AMOLED-Display, das besonders für seine kräftigen Farben und seine Leuchtkraft bekannt ist.

Quelle: Samsung

Das Galaxy S10 hat eine Bildschirmdiagonale von 6,1 Zoll, während das S10+ mit seinen 6,4 Zoll den großen Bruder mimt. Das kleinste Modell ist das S10e (e für „essential“) mit einer Bilddiagonale von 5,8 Zoll.

Alle Infos zur Konferenz unter www.iotcon.de.

Die Kameras

Des Nutzers liebstes Feature ist bekanntlich die Selfie-Kamera. Alle drei Modelle wurden an der Front mit einer 10-Megapixel-Linse ausgestattet. Anders als bei derzeit verbreiteten Smartphones der großen Hersteller setzt Samsung nicht auf den ungeliebten „Notch“, sondern setzt auf eine Aussparung im Display. So wird das Infinity-Display, also ein Display, das die gesamte Front des Geräts einnimmt, endlich Wirklichkeit. Für die Realisierung dieses Kniffs hat Samsung eigens ein neues Verfahren entwickelt, um die Aussparung aus dem Display zu schneiden, ohne die umliegenden Pixel zu zerstören. Im S10+ ist die Aussparung etwas größer und bietet Platz für eine zweite Selfie-Kamera mit 8 Megapixeln, die Selbstporträts mit einem Tiefenunschärfe-Effekt (Bokeh) ermöglicht.

Auf der Rückseite befinden sich sowohl beim S10 als auch beim S10+ drei weitere Kameras. Das allerdings ist keine Neuheit, da bereits Huawei mit seinem Mate 20 Pro eine Triple-Kamera präsentierte. Hobby-Fotografen dürfte die 12-Megapixel-Weitwinkelkamera mit einer guten Lichtempfindlichkeit von f/1.6, das 12-Megapixel-Teleobjektiv mit f/2.4 und das 16-Megapixel Ultraweitwinkelobjektiv mit f/2.2 dennoch Freude bereiten. Das S10e verfügt über zwei Kameras auf der Rückseite.

Der Fingerabdruckscanner

Eine echter Knaller ist der neue Fingerabdruckscanner, den Samsung in das S10 und das S10+ eingebaut hat. Dieser befindet sich unsichtbar im Bildschirm, wie man es schon von anderen Geräten wie dem Mate 20 Pro kennt. Bei Samsungs Variante wird der Finger mit Ultraschall abgetastet, wie schnell und vor allem wie verlässlich dieses Feature ist, wird sich noch zeigen.

Weitere Highlights

Ebenfalls eint die drei Modelle der eingebaute Prozessor, Exynos 9820. In Deutschland wird das S10e mit 128 Gigabyte Speicherkapazität (dazu 6 GB Arbeitsspeicher) in den Handel kommen, während die größeren Modelle entweder mit 512 GB (S10) oder gar einem Terabyte (S10+) erhältlich sein sollen. Obwohl das S10e für die abgespeckte Variante des Samsung-Trios steht (2 Kameras, kleineres Display, etc.), ist die Hardware dieses Modells im Wesentlichen mit der des S10 und S10+ identisch.

Und da wir hier immerhin über Topklasse-Smartphones reden, darf natürlich auch die Spitzenklasse-Technologie nicht fehlen und diese präsentiert Samsung in Form von drahtlosem Aufladen. Legt man das Smartphone auf den Bauch, verwandelt es sich in ein kabelloses Ladegerät, das wiederum andere Gadgets aufladen kann. Beispielsweise die neuen kabellosen Kopfhörer Galaxy Buds. Weil die Smartphones ihren Akku teilen, nennt Samsung das Feature „Power Share“.

So schön und leistungsfähig sich die Samsung-Modelle präsentieren, so preisintensiv sind sie auch. Preislich startet Samsung in diesem Jahr mit 749 Dollar für das Galaxy S10e. Das mit größerem Bildschirm und frontseitigem Ultraschall-Fingerabdrucksensor ausgestattete Galaxy S10 liegt mit 128 GB bei 899 Dollar, bei 512 GB Speicher schlägt es mit 1.149 Dollar zu Buche. Das Flaggschiff S10+ gibt es im Keramik-Gehäuse mit 512 GB ab 1.249 Dollar oder mit 1 TB Speicher für 1.599 Dollar. Anfang März sollen die Samsung-Smartphones im Handel erhältlich sein.

Erstes Samsung-Smartphone für 5G

Eine weitere Überraschung war Samsungs Ankündigung, im Sommer dieses Jahres eine weitere Version des Galaxy S10 auf den Markt zu bringen, nämlich das Samsung Galaxy S10 5G. Auch das teilt zum Großteil die Eigenschaften seiner Geschwister Galaxy S10 und Galaxy S10+, allerdings verfügt es neben einem 5G-Chip über ein größeres Display, mehr Akku-Kapazität und eine bessere Kamera-Ausstattung.

Quelle: Samsung

Mit einer Bildschirmdiagonale von 6,7 Zoll hat das 5G-Modell nochmals 0,3 Zoll mehr Diagonale als das ohnehin schon große S10+. Auch in Sachen Akkulaufzeit schlägt das 5G das kommende Topmodell: Satte 4.500 mAh hat der Akku zu bieten.

Zu den interessantesten Features des Samsung Galaxy S10 5G zählen die 3D-Kameras, die vorne und hinten integriert sind. Diese sollen im S10 5G eine noch bessere Erkennungsleistung bieten. Sie funktionieren nämlich nach dem Time-of-Flight-Verfahren (TOF), das mithilfe von Lichtimpulsen Distanzen im Raum fast exakt messen kann. Damit lassen sich digitale Objekte und Bilder der echten Welt, die die Kamera auf das Display zaubert, noch besser verbinden. Wann genau, mit welchem Tempo und zu welchen Preisen 5G in Deutschland verfügbar sein wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

Alter Falter! – Das Galaxy Fold

Und als wären vier Smartphone-Modelle nicht schon genug, präsentierte Samsung auch noch sein erstes Smartphone mit einem faltbaren Display, das Samsung Galaxy Fold. Das Falt-Smartphone lässt sich wie ein Buch aufklappen und erreicht damit eine Bildschirmdiagonale von 7,3 Zoll, also fast Tablet-Größe. Knickt man das Smartphone, hat das Infinity Flex Display 4,6 Zoll. Das Display bzw. dessen Faltmechanismus soll, wenn es bis zu 150 Mal pro Tag gefaltet wird, etwa fünf Jahre halten. Das Galaxy Fold soll ab Mai in den Handel kommen und für umgerechnet 2.000 Euro über die Ladentheke wandern.

Gestensteuerung für Android Q

Die kommende Version von Googles Betriebssystem müsste inzwischen kurz vor der ersten Preview stehen und wird wohl von Android- und Nicht-Android-Fans gleichermaßen gespannt erwartet. Android 10 alias Q soll nämlich im Mai dieses Jahres das Licht der Welt erblicken. Und obwohl Google bislang noch nicht einmal die erste Developer Preview veröffentlicht hat, sind bereits einige Informationen über die kommende Google-Süßigkeit durchgesickert – so auch in dieser Woche. Wie zu lesen ist, setzt Google bei Android Q auf die Gestensteuerung.

Mit der Gestensteuerung kann das Smartphone ohne Berührung bedient werden, quasi wie durch Zauberei. Naja, nicht ganz. Nicht durch Magie, sondern durch eingebaute Annährungssensoren, werden die Bewegungen des Smartphone-Nutzers registriert und interpretiert. Anstatt mit dem Finger zu scrollen, lässt sich durch eine einfache Handbewegung etwa durch Webseiten blättern. Der Annährungssensor erkennt dabei nicht nur die Handbewegung, sondern auch die Richtung der Geste.

Dieses Feature hat Google bereits in der Vorgängerversion, Android P, eingeführt und damals gleich drei Buttons aus dem Weg geräumt. Obwohl dieses Feature von vielen Nutzern gefeiert wurde, wurden dennoch einige kritische Stimmen laut, da das System noch nicht gänzlich ausgereift war. Daraufhin hieß es für viele Smartphone-Nutzer back to the roots und „Willkommen zurück, klassische Buttons!“

Adé Zurück-Button!

Nun soll sich die Gestensteuerung einer Rundumerneuerung erfreut haben. Das zeigt sich beispielsweise in einer neuen, freigeschalteten Version der Navigation, die kleinere Änderungen impliziert. Eine dieser Änderungen zielt auf den Zurück-Button ab. Dieser soll komplett wegfallen und durch eine Ausführung via Geste ersetzt werden! Wer in Android Q zukünftig zurückswitchen möchte, braucht keinen Button mehr. Stattdessen kann man einfach die „Pille“ nach links swipen und erhält das selbe Ergebnis.

Ob diese Navigationsgeste wirklich kommt, steht noch nicht fest, da die offizielle Ankündigung seitens Google fehlt. Doch das Portal XDA Developers, dem die Informationen zu Android Q zugespielt wurden, weiß angeblich schon mehr und schreibt hingegen von weiteren Gesten wie:

  • Tap pill: Go home
  • Long press pill: Launch Google Assistant
  • Short swipe up of the pill: Open horizontal recent apps overview
  • Long swipe up of the pill: App drawer
  • Slide pill to the right: Scroll through recent apps
  • Quick lide pill to the right: Open last app
  • Slide pill to the left: Go back

Ach Google, was für eine schöne Geste!

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis nächste Woche!

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