Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: Samsungs Holey Light und eine Android-Q-Premiere im Play Store
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Getreu dem Motto „Zurück in die Zukunft“ funktionierte Samsung kurzerhand den Notch zur LED-Benachrichtigung um – „Holey Light“ sei Dank. Zudem gibt es eine Premiere in Sachen Android Q. Ein System-Update wurde nämlich erstmals über den Play Store ausgehändigt. Und Googles Entwicklungsumgebung Android Studio ist in Version 3.4 erschienen. Was gibt’s Neues?

Hoolleeyy…Light: Die Benachrichtigungs-LED kehrt zurück

Für die einen ist es DAS Designelement schlechthin, für die anderen ein schnödes Kameraloch – die Rede ist vom Notch. Samsung macht sich diese Besonderheit – die eigentlich keine mehr ist – nun auf besondere Weise zu Nutze.

Downfall of the notch

Eigentlich wurde der Notch als optische Täuschung eingeführt, um das Display größer wirken zu lassen. Nun hat Samsung sich als wohl einziger großer Hersteller dazu entschieden, den Notch nicht mehr im klassischen Sinne zu verwenden. Vielmehr wird die Lücke im Display nun dazu genutzt, die Benachrichtigungs-LED wieder einzuführen.

Direkt um das Kameraloch herum befinden sich LEDs, welche mittels der Android-App „Holey Light“ in verschieden Farben aufleuchten können. Über die Einstellungen lassen sich zudem diverse Optionen festlegen. Beispielsweise kann jeder App eine eigene Farbe zugeteilt werden, aber auch die Größe oder die Blinkgeschwindigkeit lassen sich steuern.

Quelle: GoogleWatchBlog

Zwar sei die Android-App bislang kostenlos und werbefrei, allerdings ist die LED-Benachrichtigung derzeit nur auf dem Galaxy S10 verfügbar. Ob möglicherweise zukünftig noch anderen Geräten ein Licht aufgehen wird, ist noch nicht bekannt.

Android Studio 3.4 hat das Licht der Welt erblickt

Manchmal ist weniger mehr, und das weiß auch Google. Zumindest bei seiner neusten Version der Entwicklungsumgebung verzichtet der Internetriese auf die große Feature-Welle. Viele neue Features hat Android Studio 3.4 nämlich nicht an Bord, dafür aber die wichtigen:

A small but focused set of new features that address core developer workflows for app building & resource Management. – Android Developer Blog

Dazu gehören ein aktualisiertes Project Structure Dialog (PSD), R8 als Ersatz für Proguard und als standardmäßiger Code Shrinker sowie „Obfuscator“, ein neues App-Ressourcenmanagement-Tool. Neben den neuen Features wurde auch an bereits vorhandenen Anwendungen geschraubt. So erhält der Android-Emulator ein Update und unterstützt nun Android Q Beta. Außerdem gibt es über 300 Verbesserungen in Bezug auf Bugs und Stabilität.

Der Ressource-Manager

Der Ressourcen-Manager ist ein neues Tool zur Visualisierung der Drawables, Farben und Layouts von App-Projekten, das zur besseren Übersicht alles in einer komprimierten Ansicht anzeigt. Zusätzlich zur Visualisierung unterstützt das Panel den Drag & Drop-Bulk-Import von Assets und die Bulk-SVG in VectorDrawable-Konvertierung.

R8 lebt!

Ebenfalls neu mit dabei ist R8, der als Ersatz für Proguard dient. De rR8-Code-Shrinker reduziert die Größe der APKs, indem er nicht genutzten Code und Ressourcen entfernt und gleichzeitig den genutzten Code auf weniger Platz reduziert. R8 ist nun der Standard-Code-Shinker für neue Projekte, die mit Android Studio 3.4 erstellt werden, und für Projekte, die Android Gradle Plugin 3.4 und höher verwenden.

Android-Emulator mit Update

In Android Studio 3.4 wurden auch die neuesten Google Pixel 3 und Google Pixel 3 XL Geräte-Skins veröffentlicht. Darüber hinaus kann man mit dieser Version Android-Q-Beta-Emulator-Systembilder herunterladen, um Apps in Android Q zu testen. In diesem Fall empfiehlt Google, die Canary-Version von Android Studio und den Emulator zu nutzen, mit der man die neuesten Kompatibilitätsänderungen während des Android-Q-Beta-Programms erhält.

Project Marble

Übrigens, auch diese Version von Android Studio ist Teil von „Project Marble“. Hinter diesem ausgefallenen Namen verbirgt sich Googles Initiative, die Ende letzten Jahres angekündigt wurde, um Android Studio zu verbessern.

Die neue Version steht für Windows, Mac und Linux ab sofort zum Download bereit. Wer bereits Android Studio verwendet, kann die neueste Version im Navigationsmenü herunterladen. Alle weiteren Informationen zu den neuen Features stehen im Android-Developer-Blog zum Nachlesen bereit.

Android Q: Erstes System-Update über den Play Store?

Seit jeher werden über den Play Store bezogene Android-Apps über Googles Marktplatz aktualisiert. Und was für Android-Apps gut ist, kann bei System-Updates ja nicht verkehrt sein. Das dachte sich zumindest Google und hat nun damit begonnen, System-Updates für Android über den Play Store zu verteilen. Vorerst für alle Pixel-Smartphones, also mit Android Q.

Wie ein Nutzer auf Reddit bekannt gab, erhielt er ein Update für sein Pixel 3, welches mit Android Q Beta läuft, über den Play Store.

Quelle: Reddit

Ebenso wie bei einem App-Update erhielt er eine Benachrichtigung – allerdings handelte es sich um ein System-Update. Während des Vorgangs selbst sei ein G-Symbol mit einem Fortschrittsbalken sichtbar – ebenso wie bei den bekannten System-Updates. Ist das Update abgeschlossen, startet das Smartphone automatisch neu.

Aktuell handle es sich um eine Testphase mit wenigen Nutzern. Warum sich Google allerdings für diese Umstellung entschied, wieso die Updates nicht in den Einstellungen bleiben, ob diese Updates nur bei Pixel-Smartphones vorkommen und ob die Sicherheitsupdates mit Android Q vielleicht ohne die Freigabe von Herstellern über den Play Store möglich sind – darüber gibt es bislang keine Informationen. Wahrscheinlich plant Google auch hier seinen großen Auftritt und rückt mit den Details auf der eigenen Entwicklerkonferenz I/O heraus.

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis nächste Woche!

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