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Planet Android: Android Studio 3.3, gefälschte Apps erreichen 9 Millionen Downloads und das Honor 10 Lite
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Android Studio 3.3 hat das Licht der Welt erblickt und überrascht mit ziemlicher Bescheidenheit. Anstatt mit Änderungen um sich zu werfen, setzt Google auf Qualitätsverbesserung. Aber das ist nicht die einzige ungewöhnliche Nachricht, die uns diese Woche erreicht. Im Google Play Store tarnten sich 85 gefälschte Apps, die neun Millionen Mal heruntergeladen wurden. Außerdem ist das Honor 10 Lite erschienen.

Android Studio 3.3: Es muss nicht immer neu sein

Googles Entwicklungsumgebung Android Studio ist in Version 3.3 erschienen und hat, überraschenderweise, keine großen Änderungen im Gepäck. Vielmehr konzentriert sich das Entwickler-Team auf Verfeinerung und Qualität, wie es heißt. Auf Worte müssen bekanntlich Taten folgen und so wurden in der neusten Version gleich einmal über 200 Bugs behoben. Doch das soll es dann doch noch nicht gewesen sein.

Der Navigation-Editor, Updates und noch mehr Updates

Eine Neuerung in Android Studio 3.3 ist der allgemeine Support für den Navigation-Editor, mit dem Entwickler XML-Ressourcen erstellen können, die die neue Jetpack-Navigationskomponente verwenden. Mit dem Navigation-Editor und der Navigationskomponente besteht die Möglichkeit, vorhersehbare Interaktionen zwischen verschiedenen Ansichten und bestimmten Inhaltsbereichen zu erstellen.

Des Weiteren enthält die neue Version zahlreiche Updates. IntelliJ-Nutzer können nun mit Version 2018.2.2 der Entwicklungsumgebung arbeiten, Kotlin-Entwickler mit der Sprachversion 1.3.11. Zudem bringt Android Studio 3.3 unter anderem eine verbesserte inkrementelle Java-Kompilierung beim Gebrauch des Annotation Processors und reduziert damit die Build-Zeit. Auch Unterstützung gibt es reichlich, beispielsweise unterstützt Android Studio 3.3  nun Clang-Tidy für C++-Code-Analysen. Außerdem wurde der Wizard für neue Projekte aktualisiert.

Alle Neuerungen für Android 3.3 stehen im Blogbeitrag zum Nachlesen bereit.

Gefälschte Apps werden neun Millionen Mal heruntergeladen

Was sieht aus wie eine Android-App und befindet sich im Google Play Store? – Richtig, eine gefälschte App. Diese Apps beherbergen Adware und lassen unerwünschte Werbung auf den Geräten aufpoppen. Und es gibt sie tatsächlich, genauer gesagt 85 Mal und in Googles Play Store. Zumindest wurden diese von den Sicherheitsexperten von Trend Micro Inc. entdeckt. Wie die Sicherheitsexperten ebenfalls herausfanden, wurden diese Apps insgesamt neun Millionen Mal aus dem Play Store heruntergeladen.

Nutzer haben Malware geladen

Die Apps wurden als Spiele-, TV- oder Remote-Control-Apps für Android getarnt und konnten so unbemerkt Adware auf die Geräte schleusen. Die Fake-App scheint ziemlich raffiniert zu sein. Sie kann Vollbild-Anzeigen anzeigen, sich verstecken, die Bildschirm-Entsperrfunktion eines Geräts überwachen und im Hintergrund des mobilen Geräts ausgeführt werden. Sobald der Nutzer eine App startet, muss er sich solange durch Anzeigen klicken, bis ihm ein angeblicher Lade- oder Puffervorgang angezeigt wird. Danach schließt sich die App und löscht sich angeblich selbst. Natürlich tut sie das nicht, sondern läuft im Hintergrund weiter und zeigt alle 15 bis 30 Minuten Werbung an.

Außerdem entstammt der Code, der in den Fake-Apps verwendet wurde, einer kürzlich entdeckten Adware-Familie namens AndroidOS_HidenAd. Zwar stammen die Apps allesamt von unterschiedlichen Entwicklern, allerdings besitzen sie dieselben Code-Schnipsel und Funktionen:

We tested each of the fake apps related to the adware family and discovered that though they come from different makers and have different APK cert public keys, they exhibit similar behaviors and share the same code. – Trend Micro

Diese Apps sind betroffen

Die Sicherheitsexperten haben eine Liste mit den betroffenen Apps zusammengestellt. Doch Obacht, ganz so einfach ist die Deinstallation dann doch nicht, da sich die Apps nicht mehr im Übersichtsmenü, also dem „App-Drawer“, finden lassen. Wer die Anwendungen deinstallieren möchte, muss diese in den Einstellungen des Smartphones in der App-Liste suchen und entfernen. Alternativ führt auch ein Weg über den Google Play Store zur Deinstallation.

Cola light, Käse light, Smartphone lite…

Doch Honor 10 Lite bedeutet kein Verzicht, denn wo Honor drauf steht, ist Huawei drin. Honor ist nämlich die Tochter des chinesischen Telekommunikationsausrüstungsunternehmens Huawei. Im Gepäck hat Honor 10 Lite eine gute Mittelklasseausrüstung und eine ähnlich gute Technik wie das Huawei Mate 20 Lite.

Quelle: Honor

Das Smartphone-Modell für Deutschland hat ein 6,21 Zoll (ca. 16 cm) großes Display, das mit 2.340 x 1.080 Pixeln auflöst. Ebenfalls vorhanden ist ein Waterdrop Notch auf der Vorderseite, wobei der Bildschirm 90 Prozent der Vorderseite einnimmt. Zusammengefasst also viel Display mit Mini-Notch. Im Notch befindet sich die Frontkamera und knipst Selfies mit 24-Megapixel, also einer Auflösung von 5632 x 4224 Pixel. Die Rückseite beherbergt eine Dualkamera, deren Hauptsensoren eine Kombination aus 13 Megapixeln und 2 Megapixeln bilden.

Huaweis Kirin-710-Prozessor und Android Pie

Im Inneren des Honor Lite 10 arbeitet, wie auch beim Huawei Mate 20 Lite, der Huawai-Prozessor Kirin 710. Der Flash-Speicher ist 64 GB und der Arbeitsspeicher 3 GB groß. Aber natürlich muss man sich damit nicht zufrieden geben, schließlich kann der Speicher per microSD-Karte um bis zu 512 GB erweitert werden. Ausgeliefert wird das Smartphone mit Android 9 alias Pie und Huaweis Benutzeroberfläche Emotion UI 9.0. Auch der Akku suggeriert Zuverlässigkeit mit insgesamt 3.400 mAh. Mit der Laufzeit rückt Honor allerdings nicht heraus. Das Honor 10 Lite ist seit dem 15. Januar 2019 erhältlich und wandert für 250 Euro über die Ladentheke.

Insgesamt also ein erschwingliches Smartphone mit schickem Design und Huawei-Technik. Wozu braucht man dann eigentlich noch ein Huawei-Smartphone?

 Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis bald!

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