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Planet Android: TicWatch Pro im Test und Android 9 startet als Beta in Deutschland
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Da jeder seine Erfahrung selbst machen muss, haben wir die TicWatch Pro einfach mal selbst getestet! So viel kann verraten werden: die Geeks und Nachwuchs-Agenten unter euch kommen voll auf ihre Kosten. Außerdem startet Android 9 (inklusive One UI) als Beta in Deutschland – zumindest für das Samsung Galaxy S9 und das S9 Plus.

Mein steter Begleiter: die TicWatch Pro

Des Menschen bester Freund kann auch eine Smartwatch sein. Knapp drei Wochen lang hatte ich das Vergnügen, die TicWatch Pro zu testen. Und ähnlich einer Fußfessel, nur eben an der Hand, begleitete sie mich auf Schritt und Tritt. Nun ist es an der Zeit, meine Eindrücke zu teilen und zu präsentierten, was diese Smartwatch alles kann bzw. nicht kann.

Wie alles begann…

Die Smartwatch erreichte mich per Post. Der Lieferumfang gestaltete sich recht übersichtlich. In der quadratischen Box befand sich, neben der Uhr, lediglich der Akku sowie eine Bedienungsanleitung.

Rein optisch, ist die Oberseite der Uhr mit einem Lederarmband versehen. Die Unterseite besteht aus Silikon, weshalb die Uhr selbst bei anständigem Schwitzen nicht am Arm verrutscht. Aufgrund der verwendeten Materialen und dem Design sieht die Uhr sportlich-elegant aus. Ein Kritikpunkt an der Optik ist allerdings, dass die Uhr für ein zartes Frauen-Handgelenk, meiner Meinung nach, zu groß ist.

Die Unterseite der Uhr ist aus silbernem Metall. Dort befindet sich zum einen der Pulsmesser, der nicht dauerhaft aktiviert ist, und zum anderen die Pins für den Ladeanschluss. Durch Magnete dockt das dazugehörige Ladedock ohne Probleme an der Uhr an.

Die technischen Spezifikationen der Uhr sehen wie folgt aus:

• Betriebssystem: Wear OS 1.4
• Maße: 45×12,6 mm
• Display: 3,5 cm 400×400 Pixel OLED und FSTN-Display
• Prozessor: Qualcomm Snapdragon 2100
• Speicher: 512 MB RAM und 4 GB interner Speicher
• Bluetooth 4.2, W-Lan 802.11 b/g/n 2.4 Ghz, GPS, Umgebungslichtsensor, PPG-Pulsmesser, Gyrometer, Magnetsensor
• Akku: 415 mAh
• IP 68 Zertifizierung

Die Inbetriebnahme der TicWatch Pro ist simpel. Direkt nach dem Einschalten wählt man die passende Sprache aus und folgt einfach den einzelnen Anweisungen. Um die Uhr mit dem Smartphone verbinden zu können, muss man auf seinem Smartphone die Wear OS App von Google herunterladen und natürlich das Bluetooth einschalten.

#1: Display und Akku

Eine interessante Aussage, die einem bereits auf der Verpackung ins Auge sticht, betrifft die Akkulaufzeit. Durch das „doppelte Display“ wird eine Akkulaufzeit von bis zu 30 Tagen angepriesen. Was erstmal sehr unwahrscheinlich klingt, kann tatsächlich funktionieren: Der Trick liegt im mehrschichtigen Display bzw. den zwei verschiedenen Modi. Das obere ist ein FSTN-Display, bei dem ein transparentes LCD-Display aktiviert ist. Darunter liegt ein OLED-Display.

Im Essential-Modus ist das LCD-Display aktiv, dass einen niedrigen Energieverbrauch hat, da lediglich Uhrzeit, Datum, Schrittzahl und Herzschlag angezeigt werden.

Durch „wischen“ oder „knöpfchendrücken“ wechselt man in den Smart-Modus, der die TicWatch Pro in eine vollwertige Smartwatch transformiert. Damit können auf dem OLED-Display alle Apps und der Google Assistent genutzt werden – was natürlich aber auch mehr Akku zieht.

Im Essential-Modus hält die Uhr laut Hersteller 30 Tage durch, was ich aufgrund meiner 3-wöchigen Nutzung leider nicht testen konnte. Im Smart-Modus kann man tatsächlich ganze zwei Tage verbringen, ohne einmal aufladen zu müssen. Nach dem ersten Tag im Smart-Modus-Einsatz (5.30 Uhr bis 21.30 Uhr) verfügte die Uhr noch über 57 Prozent Akkulaufzeit, was für den zweiten Tag völlig ausreichte.

Insgesamt konnten mich Display und Akku vollständig überzeugen. Das Switchen zwischen den Modi funktioniert entweder durch Fingerdruck oder durch Betätigung eines Seitenknopfs – und immer ohne Probleme. Trotz zweier Displays gibt es hinsichtlich der Optik oder Qualität des Touchscreens keine Einbußen. Selbst bei starker Sonneneinstrahlung, aber auch bei Dunkelheit, waren alle Zahlen, Ziffern und Buchstaben gut lesbar.

#2: Ausstattung und Funktionen – Einmal James Bond Feeling to go!

Beim Betriebssystem setzt Mobvoi auf Googles Wear OS 1.4. Auch bei den Gesundheits- und Fitness-Apps greift Mobvoi teilweise auf Google zurück, wobei hauseigene Apps ebenfalls verwendet werden. Trotz Pulsmesser und Schrittzähler ist die Uhr meiner Ansicht nach nicht unbedingt für den Sport geeignet. In meinem Test zählte die Uhr die Schritte eher sporadisch und auch der Pulssensor lag ziemlich daneben. Bei einer Wassertiefe von bis zu 1,5 Metern soll es laut Hersteller übrigens möglich sein, 30 Minuten im Wasser zu verbringen.

Über den Google Play Store konnte ich jede App problemlos herunterladen. Auch der Sprachassistent leistete mir immer Hilfe, allerdings nur dann, wenn die Uhr mit dem Internet verbunden war. Nicht nur deshalb muss das Smartphone immer in der Nähe der Uhr sein. Durch das Verbinden der beiden konnte ich jede Nachricht (z.B. in WhatsApp) und jeden Anruf mit der Uhr empfangen. Das war mein persönliches Highlight! Durch Lautsprecher und Mikrofon, kann man mit der TicWatch Pro genau so telefonieren, wie man es bisher nur aus Agentenfilmen kannte.

Mit der TicWatch Pro kann man außerdem bargeldlos bezahlen, NFC sei Dank. Durch einen NFC-Chip, der durch Google Pay unterstützt wird, hat mein Zahlungsversuch im Lidl einwandfrei funktioniert und sorgte gleichzeitig für staunende Gesichter an der Kasse. Auch das GPS-Modul erwies sich als loyaler Gefährte und führte mich, unterstützt durch Google Maps, immer in die richtige Richtung.

#3: Fazit

Die TicWatch Pro wandert aktuell für 249 Euro bei Amazon über den Ladentisch. Natürlich gibt es einige Smartwatches, die günstiger sind, allerdings rechtfertigen die vorhandenen Funktionen den Preis sehr wohl.

Jedoch stellte sich für einen Pragmatiker wie mich gleich zu Anfang die Frage: Für was soll eine Smartwatch gut sein, die ohne Verbindung zum Smartphone nicht lebensfähig ist? Die TicWatch Pro wäre eigentlich eine verdammt smarte Alternative zum Smartphone, da sie im Grunde alles kann, was ein Smartphone leistet. Doch da die Smartwatch nicht ohne mein Smartphone funktioniert, aber auch keine anderen Funktionen als mein Smartphone enthält, lässt das die Frage aufkommen: Wozu brauche ich dann eine TicWatch Pro? Einfach weil Nice-to-have?!

All diejenigen, die eine Smartwatch um des Smartwatch-Willens tragen oder weil sie sich schon immer mal wie 007 fühlen möchten, würde ich die TicWatch Pro jederzeit empfehlen!

API Summit 2018

From Bad to Good – OpenID Connect/OAuth

mit Daniel Wagner (VERBUND) und Anton Kalcik (business.software.engineering)

Android 9: Einmal als Beta bitte…

Nun gehts aber wirklich los! Bereits am 15. November 2018 sollten das Samsung Galaxy S9 und das Samsung Galaxy S9+ ein Beta-Update auf Android 9 alias Pie erhalten. Und eigentlich bekamen sie das auch, zumindest die Samsung-Smartphone-Nutzer in Südkorea und in den vereinigten Staaten.

Auch die deutschen Samsung-Nutzer sollten zu diesem Zeitpunkt „ein Stück“ vom Kuchen (Pie) bekommen, bekamen sie aber nicht. Mit etwas Verspätung steht die Testversion nun aber auch hierzulande zur Verfügung. Zu den Gründen der Verspätung hat sich Samsung nicht geäußert. Doch besser spät als nie und so haben Besitzer des Galaxy S9 und des S9+ nun die Möglichkeit, die Android-Pie-Beta auf ihren Geräten zu installieren. Eine neue Benutzeroberfläche gibt es obendrauf.

Ein Blick auf das neue One UI

Android 9 hat nämlich unter anderem die neue Benutzeroberfläche One UI im Gepäck. Diese hatte Samsung bereits auf seiner Entwicklerkonferenz in San Francisco präsentiert. Insgesamt gehe es Samsung um eine vereinfachte und angenehmere Nutzung. Natürlich spielt auch die Optik keine unwesentliche Rolle.

Laut Samsung soll sich der Nutzer, dank eines neu strukturierten Bildschirmes, besser auf relevante Aufgaben fokussieren können. Ein weiteres Anliegen des One UI war es, der Fingergymnastik bei großen Displays ein Ende zu setzen. Durch das Unterteilen des Displays in Viewing und Interaction Areas sei eine einhändige Bedienung möglich.

Quelle: Samsung

Allerdings scheint das Ganze schon irgendwie absurd. Anstatt mal wieder ein kleineres Gerät anzubieten, damit auch die Einhandbediener etwas Passendes finden, beschneidet man das riesige Display – Platzverschwendung? Zumal es wirklich naheliegt, ein Smartphone mit zwei Händen bedienen zu müssen, sollte man sich ein großes Smartphone kaufen.

Dark Mode: Na dann, gute Nacht

Die zweite große Neuerung ist der Dark Mode für das komplette System. Dieser kann manuell, dauerhaft und bei Nacht aktiviert werden. Dabei erscheinen die weißen Flächen in der Standardansicht pechschwarz.

Das soll den Augen zugute kommen, wenn das Smartphone bei Nacht oder einfach in der Dunkelheit benutzt wird. Hinzukommt, dass durch den dauerhaft aktivierten Dark Mode Akku gespart wird, da der schwarze Displaybereiche nicht beleuchtet werden muss.

Android startet im Januar 2019

Aktuell gibt es Android Pie lediglich als Beta-Version. Allerding sei das Rollout für Januar 2019 geplant. Dieses soll auf das Galaxy S9, Galaxy S9+ und das Galaxy Note 9 ausgerollt werden.

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis bald!

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