Remote Debuggen auf Android
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Webseiten funktionieren mobil anders als man das vom Desktop kennt. Das wirkt sich auch auf den Debugging-Prozess aus, der auf mobilen Geräten oft umständlich und zeitraubend sein kann. Entwickler für

Webseiten funktionieren mobil anders als man das vom Desktop kennt. Das wirkt sich auch auf den Debugging-Prozess aus, der auf mobilen Geräten oft umständlich und zeitraubend sein kann. Entwickler für Android-Geräte sind hier klar im Vorteil, denn sie können auf die Google Chrome DevTools zurückgreifen, die das Remote Debuggen ein gutes Stück erleichtern. Mit den Tools ist es möglich das mobile Gerät mit dem Entwicklungs-Rechner zu verbinden, so dass man das komplette Spektrum an Debugging-Techniken aus der gewohnten Entwicklungsumgebung benutzen kann. Wer sich schon immer gefragt hat wie das geht – weiterlesen. Ein Blogpost auf dem Google Developers Blog zeigt euch, wie das funktioniert, und wir fassen die wichtigsten Punkte für euch zusammen.

Was man fürs Remote Debuggen braucht:

  • Android-Tablet oder Telefon auf dem Chrome für Android 28 oder höher installiert ist
  • USB-Kabel um das Gerät mit dem Rechner zu verbinden
  • Entwicklungs-Rechner auf dem Chrome 28 oder höher installiert ist      
  • ADB Chrome Extension

Die ADB Chrome Extension ist einer Erweiterung für den Chrome-Browser, die den Debugging Prozess vereinfacht. Einmal installiert kann man auf das Android SDK verzichten, zudem bietet sie ein übersichtliches UseInterface, das die Bedienung erleichtert. Finden kann man die Extension im Chrome Web Store.

Als nächstes muss man das Debugging über USB auf dem Android-Gerät aktivieren. Auf Geräten die mit Android 3.2 oder älter laufen geht man dazu ins Menü Settings>Applications>Development und setzt ein Häkchen bei „USB Debugging“. Auf Geräten ab Android 4.0 findet man die Option unter Settings>Developer options, ab Version 4.2 muss man die Developer Options erst aktivieren, da sie standardmäßig deaktiviert sind. Dazu geht man in Settings>About phone und tippt siebenmal auf die Build number.  

Anschließend verbindet man das Gerät mittels USB-Kabel an den Entwicklungs-Rechner und startet Chrome auf dem Gerät. Jetzt geht man in die Chrome Settings>Advanced>Developer Tools und setzt ein Häkchen bei Enable USB Web Debugging. Nun ist auch der Chrome Browser fürs Remote Debuggen vorbereitet. Mit der ADB Extension kann man jetzt anfangen zu debuggen. Dazu einfach im Chrome Menü auf das grau hinterlegte Android Icon klicken, anschließend auf Start ADB. Um das zu debuggende Gerät zu finden, klickt man auf View Inspection Targets um die Seite zu öffnen, auf der alle verbundenen Android-Geräte aufgelistet sind. Hier einfach das jeweilige Gerät raussuchen und auf den inspect-Link klicken – fertig.

Das Debuggen mit den Chrome Developer Tools läuft praktischerweise in Echtzeit und man kann die Ergebnisse des Prozesses direkt auf der Seite sehen: markiert man ein Element im Debugging-Editor wird das entsprechende Element auf dem mobilen Gerät hervorgehoben. Das gleiche gilt auch für Skripts oder ausgeführte Befehle: alles was man auf dem Entwicklungsrechner eingibt, beeinflusst unmittelbar die mobile Seite am anderen Ende der Leitung.  

Wer noch ein bisschen in die Tiefe gehen möchte, sollte sich den angesprochenen Blogpost Remote Debugging on Android durchlesen. Dort gibt es zusätzliche Infos und alle Schritte noch einmal mit Bildern genauer erläutert.

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