Sass 3.4.0 erschienen
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Der CSS-Präprozessor Sass ist unter dem Codenamen Selective Steve in Version 3.4.0 erschienen. Mit an Bord sind neben zahlreichen kleineren Verbesserungen „nur“ zwei neue Features. Das liege vor allem

Der CSS-Präprozessor Sass ist unter dem Codenamen Selective Steve in Version 3.4.0 erschienen. Mit an Bord sind neben zahlreichen kleineren Verbesserungen „nur“ zwei neue Features. Das liege vor allem am kürzeren Release-Zyklus sowie daran, dass man sich voll und ganz auf die Arbeiten am nächsten Release, Sass 4.0, konzentriere. Dennoch kann Sass 3.4 mit einigen spannenden Neuerungen punkten – und leider auch mit ein paar Brüchen in der Abwärtskompatibilität.

Sass 3.4.0 – die großen Neuerungen

Die beiden großen neuen Features sind der Parent Selector in SassScript und das neue Set von Selector-Funktionen, die durch die neue Verfügbarkeit des Parent Selectors entstanden sind.

Der Parental Selector an sich ist nicht neu – das „&“ bezog sich auf die Relation von verschachtelten Selectoren zu den Selectoren eine Ebene höher. Jetzt aber ist er auch in SassScript verfügbar und ermöglicht es so, beispielsweise in einem Mixin abzufragen, ob ein Parent Selector existiert und so darauf reagieren zu können.

So ist nun auch ein ganzes Set an neuen Selector-Funktionen entstanden, die im Changelog aufgeführt werden.

Kleineres … und die Abwärtskompatibilität

Ebenfalls im Changelog findet man eine Übersicht über die kleineren Neuerungen in Sass 3.4. Dazu gehört zum Beispiel die Tatsache, dass Sourcemaps nun per Default erzeugt werden, oder der Support für die @error-Direktive, mit der Meldungen als Fatal Errors ausgegeben werden können.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Abschnitt, in dem die Brüche mit der Abwärtskompatibilität behandelt werden. Darunter fallen unter anderem auch zahlreiche Fehlermeldungen, die jetzt bei Funktionalitäten ausgegeben werden, die in den Vorgängern als Deprecated markiert wurden. Eine vollständige Übersicht findet man auch hierzu im Changelog.

What’s next

Wie bereits erwähnt, konzentriert sich das Team rund um Natalie Weizenbaum, Chris Eppstein  und Hampton Catlin auf die Entwicklung des nächsten Major Releases. Zwar wolle man die Veröffentlichung einer Version 3.5 nicht ausschließen, der Fokus jedoch liegt momentan auf Sass 4.0 und dem neuen Import-System mit @use, das vor allem zwei Neuerungen bieten soll: So sollen künftig alle importierten Dateien nur einmal verarbeitet werden – unabhängig davon, wie oft sie importiert wurden. Zum anderen wird es künftig auch möglich sein, normale CSS-Stylesheets in die Sass-Stylesheets zu importieren.

Ein Update ist schnell erledigt: gem update sass genügt, um mit Sass 3.4 zu arbeiten. Und da es seit Dezember 2013 eher still um die Kritik rund um CSS-Präprozessoren geworden ist, kann man das sogar ganz ohne schlechtes gewissen machen.

Übrigens: Der webbasierte Sass-Editor SassMeister war noch nicht in der Lage, mit dem Parent Selector zu arbeiten; dafür ist das Release einfach noch zu aktuell.

Aufmacherbild: Eyeglasses isolated on white. von Shutterstock / Urheberrecht: Boumen Japet

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