Skype startet Werbeattacke
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Seitdem Microsoft den Chat-Dienst Skype im vergangenen Oktober übernommen hatte, wurde spekuliert, wie der Dienst wohl rentabler gestaltet werden könnte. Im offiziellen Skype Blog hat man nun die sogenannten

Seitdem Microsoft den Chat-Dienst Skype im vergangenen Oktober übernommen hatte, wurde spekuliert, wie der Dienst wohl rentabler gestaltet werden könnte. Im offiziellen Skype Blog hat man nun die sogenannten Conversation Ads vorgestellt – Anzeigen direkt im Anruffenster von Kunden, die das kostenlose Skype Audio nutzen. Sie sind lautlos und bleiben in dem für sie vorgesehenen Bereich, damit stören sie den Nutzer höchstens durch ihre pure Präsenz.

Wie mittlerweile der Großteil der Online-Werbung, sind auch die Conversation Ads personalisiert und auf den jeweiligen Nutzer zugeschnitten. Wenigstens zieht Skype die persönlichen Informationen der Nutzer nicht aus der Überwachung der Konversationen, sondern aus den demographischen Informationen, die diese in ihrem Profil angegeben haben, beispielsweise zu Geschlecht, Alter und Wohnort. Wer das nicht möchte, kann die Personalisierung der Conversation Ads in den Skype-Einstellungen ausschalten – dann bekommt man nur noch ortsrelevante Anzeigen.

Mit dieser neuen Anzeigenart bleibt die Position Microsofts zur personalisierten Werbung weiterhin unklar. Erst kürzlich hatte man angekündigt, im Internet Explorer 10 das „Do Not Track“ Feature per Default aktivieren zu wollen – quasi das Todesurteil der personalisierten Online-Werbung. Umso seltsamer, dass Microsoft nun eine eigene Art der auf den Nutzer zugeschnittenen Anzeigen ins Leben ruft. Adieu Wohltäter-Image.

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