So steht es um den Swift Package Manager

Swift Package Manager – Status quo
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Der Swift Package Manager ist eines der Side Projects des Swift-Teams. Ein aktueller Post von Daniel Dunbar gibt einen Überblick über den aktuellen Stand – und einen kleinen Ausblick in die Zukunft.

Mit dem Open-Source-Gang von Swift hatte das Team ein weiteres Projekt veröffentlicht: den Swift Package Manager. Auch wenn der noch kein offizieller Bestandteil der Sprache ist, sind die Arbeiten daran schon ziemlich weit fortgeschritten. In der Swift-Evolution-Mailing-Liste gewährt Daniel Dunbar nun einen Blick hinter die Kulissen.

Swift Package Manager

Über 3.500 Packages sind bereits im Ökosystem des Swift Package Manager vorhanden – aktuell wächst deren Zahl um ca. 30 neue Packages pro Tag. Man kann also durchaus von einer Erfolgsstory sprechen. Und das, obwohl der Package Manager noch kein offizieller Bestandteil der Sprache ist.

Obwohl im letzten Jahr ein enormer Fortschritt bei der Entwicklung des Swift Package Managers erzielt wurde, ist sich das Team durchaus darüber im Klaren, dass es noch einige Probleme gibt, um die man sich wird kümmern müssen.

Problemfälle

So gibt es beispielsweise aktuell noch Schwierigkeiten mit der Auflösung komplexer Abhängigkeiten. Aktuell sei das zwar noch kein allzu großes Problem – knapp 60 Prozent der aktuellen Packages besitzen überhaupt keine Abhängigkeiten –, wenn das Ökosystem jedoch weiter anwachse, könnte sich das schnell ändern.

Darüber hinaus ist das Deployment von Binaries, die mit dem Swift Package Manager gebaut wurden, nicht gerade unkompliziert, da man nur wenig Einfluss auf einige wichtige Parameter habe. Auch an der Abbildung einiger Entwicklungsszenarien, wie beispielsweise dem Pinnen von Versionen oder dem master/trunk-Entwicklungsprozess hapere es derzeit noch.

Die Zukunft des Swift Package Manager

Die eben angesprochenen Probleme seien jedoch Punkte, an denen unter Hochdruck gearbeitet werde. Wie übrigens auch an der Dokumentation, denn auch die ist aktuell noch etwas lückenhaft.

Wenn die aktuelle Roadmap abgeschlossen ist, geht das Team die wichtigsten Punkte für den Release von Swift 4 an. So möchte man Notwendigkeit eines zentralisierten Package Repositories diskutieren. Außerdem sollen den Packages im Swift Package Manager künftig Metadaten, wie beispielsweise die Lizenz, mitgegeben werden.

Weitere wichtige Punkte auf der Liste sind der Support für 3rd-Party-Testing-Frameworks, die Erweiterung des Package-Modells, um weitere Use Cases abdecken zu können, sowie der Support für Cross-Compilation.

Was den Support von iOS angeht, hat Dunbar indes eher schlechte Nachrichten:

Our stated plans here, and there hasn’t been any change, is to leave building for iOS to Xcode. We have (very) limited support for doing that from SwiftPM via generated projects, and it would be nice to see that support deepen. However, there are a lot of limits to that approach and for something better we will need to wait for full Xcode integration.


Swift 3.0 wird das erste Release, das den Package Manager an Bord haben wird. Darüber hinaus wird er als CLI-Tool für Xcode 8 ausgeliefert. Dunbar ist sich sicher, dass spätestens zu diesem Zeitpunkt das Swift-Package-Ökosystem einen weiteren Schub erhalten wird. Man darf also gespannt sein.

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