Unerwarteter Webview-Traffic: Was heißt das für die Performance?
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Hybrid Apps zu erstellen, bietet Entwicklern viele Vorteile, zum Beispiel die Arbeit mit vertrauten Technologien wie HTML, CSS oder JavaScript, die Wiederverwendung von Code innerhalb der App und der Website

Hybrid Apps zu erstellen, bietet Entwicklern viele Vorteile, zum Beispiel die Arbeit mit vertrauten Technologien wie HTML, CSS oder JavaScript, die Wiederverwendung von Code innerhalb der App und der Website sowie dem Support für verschiedene mobile Plattformen. Doch egal, ob eine Hybrid-App genutzt wird oder nicht, eine nicht zu verachtende Menge an mobilem Traffic wird durch Webviews generiert. Steve Souders erklärt in einem Blogpost, warum dieser Webview-Traffic bei der Erstellung und Performance mobiler Websites bedacht werden muss.

Apps generieren mehr Webview-Traffic als erwartet

Eigentlich würde man erwarten, dass Apps, die nicht mithilfe einer Webview gerendert werden, auch keinen Traffic über Hybrid Apps liefern. Allerdings kann die Traffic-Quelle dabei durchaus eine Hybrid App sein, wie beispielsweise die Links in der Facebook-Timeline.

Während die Timeline selbst ohne die Nutzung einer Webview gerendert wird, werden Links innerhalb der Timeline in einer Webview geöffnet. Ähnlich verhält sich auch Chrome für iOS, das ebenfalls Webview verwendet.

So wird deutlich mehr Webview-Traffic generiert, als erwartet, wodurch sich Web-Entwickler mit der Frage, wie sich Webviews auf die Performance einer Website auswirken, beschäftigen müssen.

Webview-Performance muss nachverfolgt werden

Angesichts der Tatsache, dass eine Webview ein „bundled Browser“ ist, liegt die Vermutung nahe, dass Webviews und mobile Browser ähnliche Performance-Profile aufweisen. Tatsächlich gibt es aber signifikante Unterschiede zwischen der Performance von Webviews und der Performance der verschiedenen mobilen Browser.

Dementsprechend sollte nicht nur die Browser-Performance, sondern auch die Webview-Performance nachverfolgt werden. Betrachtet man die aktuell gängigen Webviews von iOS und Android fällt auf, dass sowohl iOS 8 WKWebView, als auch Android 4.4 Chromium Webview über zahlreiche wichtige Performance-Features verfügen – gerade auch im Vergleich mit den Vorgängerversionen iOS 7 UIWebView und Android 4.3 Webkit Webview, bei denen deren Support eher mau aussieht.

Die wichtigste Verbesserung ist dabei die Implementierung einer JIT-Kompilierung für JavaScript. Auch der Support von IndexedDB, SPDY, WebP, image srcset und WebGL sorgen für eine deutliche Webview-Performance-Verbesserung. Allerdings muss dabei im Hinterkopf behalten werden, dass hybride Apps solange ältere Webviews nutzen, bis die Apps mit einem Update versehen werden. Darum sollten Entwickler die Performance bei alten und neuen Webviews messen. Um für eine gute User Experience zu sorgen, ist es wichtig, die Performance mobiler Websites auch für ältere Webviews zu verbessern, denn es gibt viele Nutzer deren Devices die neuen Webviews nicht unterstützen.

Aufmacherbild: traffic jams in the city, road, rush hour von Shutterstock / Urheberrecht: Kichigin

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