Vom Schubladenhüter zum Superstar – Wie das Surface RT zum wichtigsten Server im Haus wurde
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Seitdem sich Thomas Claudius Huber ein Surface 2 zugelegt hatte, lag das langsamere und schwerere Vorgängermodell Surface RT nur noch in der Schublade rum. Doch verkaufen oder gar wegwerfen wollte der Blogautor, Microsoft MVP für Windows Platform Development, Windows-Developer-Autor und BASTA!-Speaker sein Windows-8-Tablet dann doch nicht. Vielleicht ahnte er ja schon früh, dass dem Surface RT in seinem Haushalt noch einmal eine bedeutsame Rolle zuteilwerden würde?

Anfang des Jahres häuften sich jedenfalls die Einbrüche in Thomas‘ süddeutscher Heimat und er entschloss sich gemeinsam mit Frau und Kindern dazu, sein Haus mit einem Überwachungssystem auszustatten. Leider konnte aber keines der Angebote auf dem Markt seine Ansprüche so wirklich befriedigen und Thomas stand Home-Security-mäßig wieder ganz am Anfang…

…bis ihm eines Tages die zündende Idee kam: Warum nicht das ungenutzte Surface RT wieder aus der Schublade holen und zum zentralen Server seines eigenen Überwachungssystems machen? Die Idee stand und die Arbeit konnte beginnen.

In 4 Schritten zum eigenen Überwachungssystem

Schritt 1 – die Kameras: Zuerst installierte Thomas insgesamt sieben IP-Kameras mit Infrarotfunktion, die jeden Blickwinkel rings um sein Heim herum abdecken. Diese Kameras verband er mit seinem Heimnetzwerk über einen Ethernet-Switch.

Schritt 2 – das Surface RT: Sein Surface RT Tablet verband er mit demselben Netzwerk wie die Kameras. Außerdem entwickelte er eine Windows Store App, die deren Video-Streams in Echtzeit abfängt und sich niemals schließt. Das machte es bereits möglich, das Surface RT auf einem heimischen Schrank zu platzieren und zum Blick ums Haus zu nutzen. Doch Thomas wollte auch von unterwegs sehen können, falls Einbrecher um sein Haus herum schleichen, um im Falle des Falles auch aus der Ferne entsprechend schnell zu reagieren.

Windows Store App auf dem Surface RT / © Thomas Claudius Huber

Schritt 3 – die Verbindung zu Azure: Aufgrund von IP-Problemen war es Thomas nicht möglich, vom Internet aus auf sein Heimnetzwerk zuzugreifen. So entschied er sich dazu, jede Sekunde komprimierte Bilder der sieben Kameras in einen Azure Table Storage hochzuladen, von wo aus diese zum Zugriff bereit stehen.

Schritt 4 – die Windows Phone App: Eine selbst geschriebene Windows Phone App stellte schließlich die Verbindung zu den Daten auf der Cloud-Plattform her. Und voilà: Von jetzt an war es Thomas möglich, sein persönliches Überwachungssystem auf dem Windows Phone überall mit hin zu nehmen.

Windows Phone App auf dem Lumia 920 / © Thomas Claudius Huber

So ist das Haus des Windows-Developer-Autors nun wieder sicher und sein Surface RT hat einen neuen Zweck gefunden, in dem es aufblüht wie nie zuvor:

The Surface RT is again the new superstar in our house.

Mehr Informationen zur technischen Umsetzung seines Überwachungssystems und zur Lösung der in diesem Zusammenhang aufgetretenen Schwierigkeiten finden Sie in Thomas‘ Blog. Darüber hinaus hat er sich dazu bereit erklärt, in einer kommenden Ausgabe des Windows Developer exklusive Einblicke in die Code-Struktur seiner hierfür entwickelten Windows Store und Windows Phone Apps zu geben. Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Aufmacherbild: Security camera on the aluminum wall von Shutterstock / Urheberrecht: vidguten

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