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Update-Verteilung für Windows 10 Mobile unabhängig von Carriern

Windows 10 SDK Preview mit Mobile Emulatoren veröffentlicht
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Seit kurzem steht Preview-Build-10565 des Windows-10-SDK für Windows Insider zur Verfügung. Mit enthalten sind auch die neuen Windows-10-Mobile-Emulatoren (Build 10563). Da sich die Preview noch in der frühen Entwicklung befindet, müssen Insider allerdings einige Dinge beachten. Außerdem gibt es neue Informationen dazu, welche Rolle Carrier bei der Update-Verteilung von Windows 10 Mobile spielen sollen.

Das Windows-10-SDK beinhaltet diverse Bugfixes sowie Oberflächenänderungen am API des SDKs und kann auf der Windows-10-Developer-Tools-Seite heruntergeladen werden. Welche Neuerungen es ansonsten mit sich bringt, hat Clint Rutki vom Microsoft-Windows-Team im Windows-Blog zusammengefasst.

Was Insider beachten sollten

Zunächst einmal empfiehlt Rutki Insidern nachdrücklich, dass SDK ausschließlich auf Testmaschinen zu installieren, da es sich noch ein einem relativ frühen Entwicklungsstadium befindet; für Produktionsumgebungen eigne es sich daher noch nicht. Auch rät Rutki davon ab, die Preview zu installieren, wenn gerade eine Anwendung in Arbeit ist, die im Store veröffentlicht werden soll. Und Microsoft warnt nicht ohne Grund: Interne Tests haben gezeigt, dass ein Fehler im SDK Probleme mit der Abwärtskompatibilität verursacht. Rutki erläutert hierzu:

Do not install this preview SDK on your production machine. If you do so, any applications you submit to the Store after installing this SDK will fail validation because this SDK will update some of the build tools used to preview versions of those tools.

Darüber hinaus sollten nach Installation des SDKs alle früheren Preview-SDKs und Emulatoren deinstalliert werden. Auf diese Weise sollen sich bei der Auswahl von neuen Emulatoren UI-Clutter in Visual Studio vermeiden lassen.

Das ist neu in SDK 10563

Im Zuge der Neuerungen wurde das OS-Image einschließlich der Windows-10-Mobile-Emulatoren aktualisiert. Was das SDK selbst anbetrifft, gibt es die nachfolgenden Änderungen:

  • Corrected the signing of the Microsoft General MIDI DLS for Universal Windows Apps Extension SDK
  • Corrected the “No .natvis files found” error when you run Debugging Tools For Windows (WinDbg)” issue with WinDbg. See https://support.microsoft.com/en-us/kb/3091112 for more details.
  • Corrected the Windows Performance Analyzer crashes when ResidentSet graph is used
  • Corrected problem that prevented trace capture on pre-Windows 8 OS releases using xperf.exe and wpr.exe.
  • Corrected Windows Performance Analyzer crash when trying to modify the symbols inclusion/exclusion list in the Load Settings tab of the Configure Symbols dialog.
  • Improved Intellisense documentation for a large number of APIs.

Daneben haben verschiedene Tests im Windows App Certification Kit ein Update verpasst bekommen. So wurde zum Beispiel der „App Prelaunch“-Test aktualisiert, mit dem Apps vor der Veröffentlichung auf Herz und Nieren überprüft werden können. Der Test sorgt – wie der Name schon andeutet – proaktiv für Prelaunches und hält Anwendungen im Hintergrund, um sicherzustellen, dass sie die Prelaunch-Phase fehlerfrei meistern. Zudem wurde der „App Resources“-Test überarbeitet und läuft jetzt richtig für UWA-Anwendungen. Damit können jetzt auch unerwartete Fehler besser aufgedeckt werden. Zu guter Letzt wurde außerdem ein Problem beim “Supported APIs”-Test behoben, das zuvor für das Fehlschlagen von Anwendungen verantwortlich war.

Alle weiteren Informationen zum aktuellen Preview-SDK sowie eine kleine Starthilfe für Projekte finden sich im Windows-Blog. Hinweise zu Bugs und Feedback können im MSDN forum abgegeben werden.

Updates für Windows 10 Mobile direkt von Microsoft?

Rund um Windows 10 Mobile gibt es übrigens weitere Neuigkeiten. Auf dem Hardware Event in New York kündigte Panos Panay, Corporate Vice President bei Microsoft, an, dass man die neuen Lumia Modelle 950 und 950 XL via Updates regelmäßig auf dem neuesten Stand halten wolle. Daraufhin haben die Kollegen von wmpoweruser etwas genauer bei Microsoft nachgefragt, um die Bedeutung dieses Statements eindeutig zu klären. Wie auch für Windows PC soll es in regelmäßigen Release-Zyklen Aktualisierungen für Smartphones geben, durch die u.a. Fehlerbehebungen und Feature-Verbesserungen ausgespielt werden sollen. Dazu, welche Rolle Carrier bei der Update-Verteilung spielen werden, soll sich Microsoft wie folgt geäußert haben:

Microsoft is working closely with mobile operators to leverage their testing and our flighting to meet and exceed current quality bars. We will use their input but will decide when to send the updates out based on input form Mobile Operators and our Windows Insiders. The optimum way to ensure our customers are running the best Windows is to get them the latest updates for Windows 10. Delivering Windows 10 as a service means we can offer ongoing security updates, new features and capabilities – we’d like to make sure people can get access to the latest Windows 10 updates as soon as they are available.

Im Klartext bedeutet das, dass Updates für das Windows Phone direkt von Microsoft ausgespielt werden sollen. Wie auch Windows Insider werden Carrier die Updates zwar testen können, wann sie offiziell an die Nutzer gehen, entscheidet aber Microsoft selbst. Das klingt nach guten Neuigkeiten, da sich die Wartezeit auf neue Aktualisierungen so deutlich verkürzen dürfte – zumindest was Bugfixes anbetrifft. Größere Feature-Updates hängen nach wie vor von der Dauer der Testphase ab, die sich der Erfahrung nach etwas in die Länge ziehen kann.

Aufmacherbild: asphalt road and direction arrow von Shutterstock / Urheberrecht: Sergey Nivens

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