Isolierter Radio-Stack ermöglicht Update-Verteilung unabhängig von Carriern und Providern

Windows 10 Mobile: Aus diesem Grund hat Microsoft freie Hand bei der Update-Verteilung
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Das Gerücht, dass Micrsoft bei der Update-Verteilung für Windows 10 Mobile freie Hand haben wird, spitzt sich immer mehr zu. Grund zu der Annahme gab jüngst die zügige Bereitstellung des ersten kumulativen Updates der Mobilbetriebsystems, das der Softwarekonzern am 8. Dezember an den Carriern vorbei offiziell verfügbar machte. Jetzt will WindowsCentral den Grund dafür ausfindig gemacht haben, aus dem Microsoft auch in Zukunft eine direkte Verteilung gelingen könnte.

Der 8. Dezember markiert wohl einen neuen Meilenstein in der Geschichte Microsofts: Der Softwarekonzern hat das erste kumulative Update für Windows 10 Mobile offiziell für alle Nutzer der neuen Lumia-Modelle 950 und 950 XL zur Verfügung gestellt. Das spannende daran ist allerdings nicht das Update an sich, das lediglich eine Reihe von Bugfixes und einige Änderungen unter der Haube mit sich gebracht hat, sondern vielmehr die Tatsache, dass die Aktualisierung an den Providern vorbei direkt von Microsoft ausgespielt wurde. Anscheinend tut sich also etwas in puncto Update-Politik im Hause Microsoft.

Windows 10 Mobile: Neues Update-Verfahren?

Bisher hielt man sich in Redmond zu diesem Thema eher bedeckt, das einzige Statement dazu gab es Anfang des Jahres:

Microsoft is working closely with mobile operators to leverage their testing and our flighting to meet and exceed current quality bars. We will use their input but will decide when to send the updates out based on input from mobile operators and our Windows Insiders.

Der Kern dieser Aussage ist, dass Microsoft die Update-Verteilung für Windows 10 Mobile unabhängig von den Providern vornehmen kann, wenngleich diese auch in den Testing-Prozess für neue Aktualisierungen einbezogen werden. Die Frage ist allerdings, ob es sich bei der direkten Bereitstellung des aktuellen Releases um eine Ausnahme handelt, oder ob es zukünftig regelmäßige Updates an den Providern vorbei geben wird.

Radio Stack bleibt unberührt – Microsoft hat freie Hand

Die Antwort darauf scheinen nun die Kollegen von WindowsCentral gefunden zu haben, indem sie die Unterschiede zwischen Windows 8.1 und Windows 10 etwas genauer unter die Lupe genommen haben. Was die Architektur von Windows 10 anbetrifft, spielt laut deren Erkenntnis die Mobilfunkkomponente – der Radio-Stack, die entscheidende Rolle, die dazu führt, dass Microsoft das Update-Verfahren zukünftig selbst in die Hand nehmen kann.

Diese wurde laut WindowsCentral vom Rest des OS isoliert und bleibt damit bei Aktualisierungen des Betriebssystems komplett unberührt. Das bedeutet, dass es im Zuge von fehlerhaften Updates zu keinen Netzwerkinstabilitäten kommen kann. Microsoft muss vor dem Rollout von Updates daher keine Freigabe vom Provider einholen. Wurden Windows-10 Mobile-Smartphones einmal für das Netzwerk freigegeben, hat Microsoft also freie Hand und kann ohne Erlaubnis der Provider Updates verteilen.

Das klingt einleuchtend, Microsoft hat sich dazu bisher allerdings noch nicht geäußert. In einem aktuellen Twitter-Beitrag machte kürzlich aber Terry Myerson, Executive Vice President der Windows und Devices Group, Hoffnung darauf, dass es auch zukünftig neue Updates auf diese (schnelle) Art geben wird:

 

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