Informationen zu geleaktem Windows-10-Mobile-Build aufgetaucht

Windows 10 Mobile: Sideloaden von Apps?
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Über die russische Seite Onetile.ru sind jetzt neueste Informationen zu einem der kommenden Builds von Windows 10 Mobile an die Öffentlichkeit gelangt. Offenbar soll die mobile Version des Windows-OS ein neues Device Portal in den Einstellungen für Entwickler mitbringen. Mithilfe des Features sollen Entwickler .APPX-Files ohne Zutun jeglicher Deployment-Software auf ihrem Windows PC hochladen können.

Gerüchten zufolge ist ein neues Entwicklerfeature für Windows 10 Mobile auf dem Weg – das zumindest berichten die russischen Kollegen von OneTile.ru. Laut deren Informationen wird eines der kommenden Builds von Windows 10 Mobile ein neues Device Protal enthalten, das Entwickler in die Lage versetzen soll, webbasierten Zugang zu App-Diagnostic-Tools zu bekommen. Auch das Sideloaden von Apps auf Windows-10-Mobile-Geräte soll mit der neuen Funktion möglich sein.

Das ist insofern spannend, da Apps in der Regel ausschließlich über den Windows Store auf Windows-10-Mobile-Geräten installiert werden können. Die Auflage besteht aus Convenience-und Sicherheitsgründen, stellt allerdings ein erhebliches Problem für Entwickler dar. Denn diese müssen aus Testzwecken auch Nicht-Store-zertifizierte Anwendungen installieren können.

Neue Sideloading-Funktionalität

Das neue Opt-In Tool könnte hier die Lösung sein: Zum ersten Mal aufgetaucht sind das Device-Protal-Feature und die damit einhergehende Sideloading-Funktionalität in Insider Build 10536 unter dem Label „USB EEM“ – allerdings noch nicht funktionsfähig. Wie weit die Entwicklung des Features nun fortgeschritten ist, lässt sich nicht genau sagen; potenziell kann es Entwickler aber dabei unterstützen, die zuvor genannte Einschränkung zu umgehen. Windows-10-Mobile-Apps müssen dazu in eine .APPX-Datei kompiliert und anschließend auf ein Windows-10-Mobile-Device heruntergeladen werden. Auf diesem lassen sie sich dann als ausführbare Apps installieren.

Device-Portal-Feature verwandelt Geräte in Diagnostic Web Server

Darüber hinaus wandelt das Device-Portal-Feature Mobilgeräte in Diagnostic Web Server um. Das funktioniert, indem es Webbrowsern anderer Geräte erlaubt, zur IP-Adresse des Entwickler-Devices zu „browsen“. Die resultierende Webseite ist voll mit Echtzeit-Analyse-Daten und Diagnoseinformationen. So können laufende Prozesse, Memory Usage, die CPU-Last und weitere Bereiche getrackt werden. Ein besonderer Vorteil hierbei ist, dass auf diese Weise ein einzelnes Entwicklergerät von mehreren Computern aus durchleuchtet werden kann – das könnte sich als durchaus nützlich für Entwicklerteams erweisen.

Ob die neuen Features die internen Tests erfolgreich bestehen werden und mit welchem Build sie erstmals funktionsfähig erscheinen sollen, ist bisher unklar. Microsoft selbst gab hierzu noch keinerlei Informationen bekannt. Ein neuer Windows-10-Mobile-Build steht allerdings schon seit einigen Wochen aus – sollte alles gut gehen, könnten das Device-Portal-Feature und die Sideloading-Funktion vielleicht also schon in diesem ausprobiert werden.

Aufmacherbild: Ladder on wall in front of sky von Shutterstock / Urheberrecht: Kostsov

 

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