Windows 8 auf Touchscreens – eine Herausforderung
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Windows 8 für Touchscreens zu optimieren, ist eine große Herausforderung. Jerry Koh und Jeff Piira, beide Mitarbeiter im Microsoft Human Interaction Platform Team, berichten im Building Windows 8 Blog

Windows 8 für Touchscreens zu optimieren, ist eine große Herausforderung. Jerry Koh und Jeff Piira, beide Mitarbeiter im Microsoft Human Interaction Platform Team, berichten im Building Windows 8 Blog von ersten Schwierigkeiten und deren Lösungsansätzen. Auf Windows 7 Touchscreens könne das neue Betriebssystem zwar auch schon laufen, allerdings herrschten hier noch so einige Missstände. Diese gelte es nun mit neuer und besser auf Windows 8 abgestimmter Hardware zu beheben.

Hardware speziell für Windows 8

Wenn es um Touch Hardware geht, ist Microsofts oberstes Gebot, den Nutzern die einheitliche Handhabung eines jeden Touch-Gerätes zu ermöglichen – ein konsistentes Erlebnis also. Dazu hat das Unternehmen auf der Build-Konferenz im September eine einheitliche Sprache vorgestellt, die die Grundlage für Touch-Interaktionen innerhalb von Windows 8 bildet. Um sicherzugehen, dass diese Grundprinzipien auch von den Hardware-Herstellern eingehalten werden, testet Microsoft jedes einzelne Gerät, bevor es als offizieller Windows 8 PC auf den Markt gehen darf.

Touch-Gesten in Windows 8
Touch-Gesten in Windows 8

Diese speziell entwickelte Sprache kann nur auf gezielt für Windows 8 konzipierten Touchscreens einwandfrei funktionieren. Der unverzichtbare Swipe in die untere rechte Ecke, mit dem die Charms Bar aufgerufen wird, hat die Touchscreen-Welt beispielsweise erheblich verändert. War es doch bisher üblich, die Touch-Empfindlichkeit in den Bildschirm-Ecken deutlich abnehmen zu lassen.

Aus diesem Grund wurde bei Windows 8 Touchscreens darauf geachtet, dass jedes Pixel, egal an welcher Stelle des Bildschirms es sich auch befindet, gleich gut auf Touch reagiert. Damit man die Charms Bar aber auch auf Windows 7 Touchscreens problemlos aufrufen kann, hat Microsoft einen 20 Pixel breiten Puffer im Bereich der Bildschirmränder eingebaut. Trotzdem kann diese Methode nicht mehr als eine Notlösung für die Übergangszeit sein, weil sie unnötig Platz auf dem Bildschirm wegnimmt.

Windows 8 auf Windows 7 Hardware

Wie schon erwähnt, kann man Windows 8 auch mit der heute schon handelsüblichen Hardware benutzen. Dennoch treten hier einige Probleme auf, die leider nur teilweise durch die Aktualisierung von Treibern behoben werden können. In anderen Fällen ist es oft vonnöten, eine Geste mehrfach auszuführen, bevor sie von der Hardware endlich erkannt wird – eine Methode, die ganz und gar nicht zu Microsofts Vorstellung von einer konsistenten Nutzungsgewohnheit passt. Schließlich sollte man sich nicht erst an einen Touchscreen gewöhnen müssen.

Tippt ein Nutzer zu schnell etwas auf seinem integrierten Touch Keyboard ein, kann es unter Windows 7 Touchscreens zu Problemen kommen – immerhin sind Touch-Bildschirme vielmehr auf Streichen als auf ein schnelles Tippen ausgerichtet. Abgesehen davon ist bei steigender Tipp-Geschwindigkeit auch die Wahrscheinlichkeit größer, dass sich mehr als nur zwei Finger gleichzeitig auf der Bildschirmoberfläche befinden. Das wird immer dann zu einem Problem, wenn ein Bildschirm nicht mehr als zwei simultane Berührungen verarbeiten kann. Das Resultat: Manche Berührungen werden ganz einfach verpasst und der Nutzer muss die nun fehlenden Buchstaben im Nachhinein ergänzen.

Auch ein Swipe kann oft falsch interpretiert und als Tippen gedeutet werden – das ist besonders häufig der Fall bei Hardware, die nicht empfindlich genug reagiert. Als Lösung dieses Problems müssen Nutzer ganz einfach langsamer wischen, damit die Geste richtig erkannt wird.

Folgendes Video fasst die auftretenden Probleme und ihre Lösungen noch einmal visuell zusammen:

Diese Schwierigkeiten und Problemfelder treten jedoch nicht bei allen Windows 7 Touchscreens im Zusammenspiel mit Windows 8 auf. Einige Windows-7-Geräte funktionieren nämlich bereits einwandfrei mit dem neuen Betriebssystem. Dazu zählen laut Microsoft:

  • HP Elitebook 2760p Convertible
  • ASUS EP121 Tablet
  • Dell Inspiron Duo Convertible
  • Lenovo x220t Convertible
  • 3M M2256PW 22″ Display
  • Samsung Series 7 Slate
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