Windows 8 Hardware im Blindflug vorbereiten
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Kurz vor der Veröffentlichung von Windows 8 und Windows Phone 8 befinden sich Unternehmen, Entwickler und Third-Party-Tool-Hersteller in gewisser Weise noch immer im Blindflug. Weder stehen jetzt schon

Kurz vor der Veröffentlichung von Windows 8 und Windows Phone 8 befinden sich Unternehmen, Entwickler und Third-Party-Tool-Hersteller in gewisser Weise noch immer im Blindflug. Weder stehen jetzt schon alle SDKs noch die neue Windows 8 Hardware wie ARM-Tablets oder Windows Phones so zur Verfügung, dass zum Verkaufsstart im Spätherbst Entwickler und Firmen sich mit ausreichend getesteten Apps in den Store wagen können.

Für die Entwickler von Windows 8 Tablets und Windows-Phone-8-Anwendungen sind momentan nur die Simulatoren im Visual Studio und die Guidelines für das neue UI Design zur Hand, um für die neue Gerätegeneration Apps zu entwickeln. Dieses Problem betrifft auch die Hersteller von Entwickler-Tools, die aktuell nur entlang dieser „Boardmittel“ ihre Entwicklungen auf die Rollbahn bringen können.

Wir haben dazu auf der BASTA! 2012 exemplarisch mit Julian Bucknall, CTO bei DevExpress, gesprochen. Er sieht auf der einen Seite zwar ungeheure Möglichkeiten, die mit der Einführung von Windows 8 für die Industrie geboten werden, steht aber auch vor der Herausforderung, mit einem minimalen Set von Informationen dem Paradigmenwechsel, der mit dem neuen Modern UI (ehemals Metro UI) einhergeht, als Anbieter folgen zu können. Denn mit dem neuen User Interface wurde nicht nur eine neue Technologie eingeführt, das neue Konzept führt auch zu einer neuen User Experience, die auch Auswirkungen auf den Designprozess hat und am Ende die eigentliche Herausforderung darstellt. Hier reicht es eben nicht aus, den Entwicklern zu versichern, mit ihren C# und XAML-Kenntnissen könnten sie einfach loslegen, hier bedarf es vor allem der Einarbeitung in neue Bedienkonzepte, um das Potential der Modern UI voll ausschöpfen zu können.

Bei dieser Strategie stellt sich doch der Eindruck ein, dass Microsoft zwar eine spannende Technologie auf den Markt bringt, aber im Moment noch nicht genug dafür tut, dass diese auch pünktlich zum Start mit dem erhofften Effekt abhebt. Gerade im Enterprise-Umfeld ist dieses Zögern im Spannungsfeld zwischen komplexen Projekten und dem Wunsch nach einer geringen Time-to-Market deutlich spürbar – eine Verzögerung, die angesichts der Konkurrenz durch das iPad und Android auch im Enterprise-Mark nicht zielführend ist.

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