You are doing mobile wrong!
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Das Thema Mobile ist im Moment in aller Munde. Ob es das heiße Thema ist, dass das Web verändern – Stichwort App vs. Web – oder aber letzten Endes wie so viele Buzzwords zuvor verpuffen wird

Das Thema Mobile ist im Moment in aller Munde. Ob es das heiße Thema ist, dass das Web verändern – Stichwort App vs. Web – oder aber letzten Endes wie so viele Buzzwords zuvor verpuffen wird bleibt abzuwarten. Fakt ist jedoch, dass man mit seinen Auftritten jetzt reagieren muss, wenn man sich nicht abhängen lassen will. Doch dabei gibt es ein eklatantes Problem: You are doing mobile wrong!

Das Vorspiel

Laut einer aktuellen Studie von dotMobi gab es in den letzten zwei Jahren eine Steigerung von 2000 % im Bezug auf mobile-ready websites. Gab es im Jahr 2008 noch ca. 150.000 dieser Websites, sind es aktuell über 3 Million. That growth, some say, is faster than the growth of desktop Internet over a similar period, so Helen Leggatt in ihrer Zusammenfassung der Studie auf BizReport.

Unter den Alexa-Top-1.000 Websites dieser Welt seien 40,1 % Mobile-Friendly. In den Top-10.000 sind es noch immer 29,7 %; betrachtet man die 500.000 wichtigsten Seiten, dann fällt die Rate auf insgesamt 19,3 %. Schenkt man der beliebten Did-You-Know-Reihe glauben, dann sollte sich daran schleunigst etwas ändern.

Kein Wunder also, dass auch Branchen-Größen davon ausgehen, dass bereits im kommenden Jahr 1 in 4 mobile users will purchase an item on their phone (making mCommerce a „mainstream activity“).

First Things First

Das Problem fasst Joaquin Lippincott in seinem Artikel Stop! You are doing mobile wrong! zusammen; drei Erkenntnisse führen ihn dabei zum Ziel:

  1. Mobile will outpace traditional computers
  2. Devices with fewer capabilities need to be the default
  3. There is no mobile

Dank Smartphones, Tablets und Co. sei es nur eine Frage der Zeit, bis das mobile Web das Stationäre deutlich hinter sich gelassen habe. Und eben diese Devices müssten als Benchmark dienen; sie stellen den kleinsten gemeinsamen Nenner der User Experience. Sei es nun begrenzte Hardware oder aber einfach nur der (deutlich) kleinere Bildschirm: Functionality can then be layered on via progressive enhancement, depending on the device capabilities. If you don’t, you’re relying on less capable devices to filter information, rather then taking advantage of devices than can easily integrate more complex content. Unter die Eckpunkte, die identifiziert werden müssten, sind JavaScript, die Auflösung des Bildschirms, die zur Verfügung stehende Bandbreite und die Möglichkeit, mit der aktuellen Position zu arbeiten. Bleibt nur noch die letzte Aussage.

There is no mobile.

Zugegeben, jetzt noch um Begrifflichkeiten zu lamentieren ist vielleicht etwas gewagt; dennoch hat Lippincott einen nicht gänzlich uninteressanten Einwand:

With the advent of of the iPad, netbook & GoogleTV browser detection is starting to fail and there is no way to accurately predict what devices the future holds in terms of non-traditional computing. On the other side of the spectrum, with the inclusion of locative information in html5, laptops and desktops are now expanding into realms previously reserved for smartphones. By way of example, what would you call my laptop if I’m using wi-fi on a plane or train? What would you call a computer built into a car?Joaquin Lippincott, 2010

Mobile hin oder her: es gilt viel zu beachten; und vielleicht ist der Ansatz, der bisher verfolgt wurde – nämlich primär für den Desktop zu entwickeln und Mobile lediglich als Add-on zu betrachten – wirklich nicht das Gelbe vom Ei.

Wer zukunftssicher agieren möchte, sollte die Sache also genau aus der entgegengesetzten Richtung angehen: However even when designing for your local floral merchant if you want a site retain its value past 2012, you may want to go mobile and build the desktop site as an add-on.

Das ist doch ein netter Ansatz, über den es sich nachzudenken lohnt. Schliesslich verdienen viele von uns Ihre Brötchen mit dem Web – es kann also nie verkehrt sein, für die Zukunft gewappnet zu sein. Und deswegen zur Entspannung für das Wochenende noch ein paar Slides, um die Gedanken zu dem Thema noch etwas anzuheizen.

Auf ein schönes und ruhiges Wochenende!

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