More Joomla! 1.6 mit Andrew Eddie
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Die Joomla!-Community konnte einem schon leid tun – das Warten auf Version 1.6 des Content-Management-Systems hat sich schliesslich lange genug hingezogen. Da kam die Erlösung gestern gerade zum

Die Joomla!-Community konnte einem schon leid tun – das Warten auf Version 1.6 des Content-Management-Systems hat sich schliesslich lange genug hingezogen. Da kam die Erlösung gestern gerade zum richtigen Zeitpunkt. Kristoffer Sandven hat die Gunst der Stunde genutzt und Andrew Eddie – Lead Developer von Joomla! – zu einem Interview gebeten.

In diesem Gespräch geht Eddie noch einmal ausführlich auf die neuen Features ein, die so bereits auf der gestern gezeigten Celebration-Site vorgestellt wurden. Wesentlich interessante sind seine restlichen Antworten.

Auf die Frage nach den besonderen Erlebnissen bei den Arbeiten zu Version 1.6 antwortete er beispielsweise, dass es immer wieder eine Freude sei, talentierte neue Unterstützer zu entdecken. The other times that put a smile on my face is when you get a patch from someone new who has been very humble about submitting it, and it’s a piece of art. Das zeigt jedenfalls, dass Joomla! noch immer nichts von seiner Faszination eingebüsst hat.

Den Vorwürfen, das Release wäre vor dem Launch der GA nicht genügend getestet worden, steht Eddie gelassen gegenüber. Joomla! 1.6 sei jetzt sei über einem halben Jahr in der Beta-Phase, in der Zeit seien über 2500 Bugs gefixt worden. Würde man die Beta-Phase verlängern, würde man immer weitere Bugs finden. If we waited until it was perfect, we’d never release, so sein Fazit.

Die größten Herausforderungen des Entwicklungs-Prozesses sieht er an zwei Stellen. Zum einen könne man nie genau vorhersagen, mit welcher Basis man aktuell arbeiten kann. Mal hätte man Wochen, in denen die freiwilligen Helfer 1000 Mannstunden investieren könnten, mal seien es nur 10. Darüber hinaus wisse man nie, wie erfahren die jeweiligen Entwickler seien.

Ein weiterer Knackpunkt ist der Balanceakt zwischen dem Treffen von Entscheidungen und den Wünschen der Anwender – ein Problem, dass sich in vielen (Open-Source)-Projekten wiederfinden dürfte. Joomla! wird von vielen Usern für viele unterschiedliche Zwecke verwendet. Was dem einen an wichtigen Features fehlt, dürfte den anderen egal sein.

So oder so – Joomla! 1.6 ist da. Endlich! Es bietet viele neue Features und das Team hat viel Arbeit hineingesteckt, um den Nutzern ein rundes Erlebnis zu bieten. Wer also einen Einblick hinter die Kulissen erhaschen möchte, sollte sich das Interview nicht entgehen lassen.

Das vollständige Interview findet man in Kristoffer Sandvens Blog JoomlaBlogger.

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