Mozilla steht Pate für HTML5
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Als WHATWG-Mitglied und damit als einer der Verantwortlichen für den Standard macht sich die Mozilla Foundation stark für die nächste Generation der Auszeichnungssprache HTML. Version 5 soll so performant

Als WHATWG-Mitglied und damit als einer der Verantwortlichen für den Standard macht sich die Mozilla Foundation stark für die nächste Generation der Auszeichnungssprache HTML. Version 5 soll so performant werden wie native Apps und ihnen in Sachen Monetarisierung und Nutzung der Geräte-Hardware in nichts mehr nachstehen.

Letzte Hürden sieht Mozilla- und HTML5-Evangelist Christian Heilmann unter anderem in der Sturheit der Betriebssystem-Hersteller, die Browser wie Bürger zweiter Klasse behandeln und ihnen Zugriff auf Kamera, Sensoren und anderen wichtige Geräte nur spärlich gewähren. Ein andermal fühlt sich Heilmann an den Internet Explorer zurückerinnert, als er mit dem nativen Android-Browser versucht, bestimmte Canvas Rendering APIs anzusteuern: Schlechte Implementierung in vorhandenen Browsern drosselt die Render-Leistung so drastisch, dass dem Anwender so wie dem Entwickler gar kein anderer Schluss nahegelegt wird, als HTML5 als langsam zu verurteilen. Doch das sei grundlegend falsch.

Auch Mark Zuckerberg, beziehungsweise seine Entwickler, kamen bald zu dem Schluss, dass die User Experience bei Facebook unter der HTML5-App so stark gelitten hat, dass man sich im Nachgang doch für native Apps entschieden hatte. Wenn man Heilmanns Behauptungen traut, dann lag dies aber nicht an Facebook. Doch wie holt man flächendeckend mehr Leistung aus HTML5?

Eines der größten Projekte auf dem Weg zu einem nützlichen HTML5 ist die Arbeit am WebAPI, das zahlreiche Türchen zwischen Website und Gerät öffnet. Schon jetzt lassen sich viele Schnittstellen mit Tools wie Phonegap ansteuern, die den Traum vom „Write once, deploy anywhere“ greifbar machen. Langfristig, so sagt Heilmann aus Erfahrung, werden die geschlossenen Plattformen (iOS, Android, Blackberry, WebOS), wie alle vor ihnen (Java ME, Symbian), kommen und gehen. Nur die offenen Standards (HTML5) werden sich langfristig erhalten können.

Weitere Pro-Argumente zu HTML5 hat Heilmann an dieser Stelle veröffentlicht. Hier kommt er auch auf Monetarisierung und Entwicklerfreundlichkeit zu sprechen. Lesenswert!

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