MS-DOS und Word reif fürs Museum
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Wer hinter dieser Überschrift den Rant eines Microsoft-Haters vermutet hat, wird positiv überrascht sein: Wie Microsoft gestern verlauten ließ, wird der Konzern in Kooperation mit dem Computer History

Wer hinter dieser Überschrift den Rant eines Microsoft-Haters vermutet hat, wird positiv überrascht sein: Wie Microsoft gestern verlauten ließ, wird der Konzern in Kooperation mit dem Computer History Museum im kalifornischen Mountain View zum ersten Mal den Quellcode früher MS-DOS- und Word-Versionen (MS DOS 1.1 und 2.0 bzw. Microsoft Word für Windows 1.1a) der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

Dieser Schritt ist Teil eines andauernden Projekts des Computer History Museums, das weitverbreitete Software aus der Frühzeit des Computerwesens sammeln und bewahren will. Keine einfache Aufgabe, immerhin fahren Technologiefirmen zumeist einen eher protektionistischen Kurs, wenn es um die Veröffentlichung von Quellcode geht; die Verhandlungen können sich zum Teil über Jahre hinziehen.

Doch nicht nur das Museum kann sich freuen: Entwickler bekommen mit dem Quellcode ein einzigartiges Lehrmittel an die Hand. Und wer kann schon absehen, was noch alles nachkommen wird, wenn dieses Beispiel Schule macht? Wir dürfen gespannt sein.

Aufmacherbild: frames on white wall in art museum von Shutterstock / Urheberrecht: zhu difeng

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