Die Visual Studio Evolution 2012

.NET bleibt .NET
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Wenn die gestrige Microsoft-Konferenz „Visual Studio Evolution 2012“ ein Motto hatte, dann das, den Entwicklern zu versichern, dass .NET bestehen bleibt und Visual Studio auch weiterhin die Tool-Unterstützung bietet, die Entwickler gewohnt sind.

Relativ ad hoc hatten die Developer & Plattform Evangelists in den vergangenen Wochen eine Entwicklerkonferenz zum Lounge von Visual Studio 2012 vorbereitet und konnten damit rund 550 Teilnehmer in Düsseldorf versammeln. Der thematische Fokus lag ganz klar auf Visual Studio und .NET 4.5. Denn die wichtigste Botschaft des Tages war, dass auch mit Windows 8 und Windows RT die Skills und die Produkte von .NET-Entwicklern ihren Wert nicht verlieren und sich in Zukunft sogar noch mehr Möglichkeiten bieten. Peter Jäger, seit dem 1. August der neue Senior Director der Developer & Plattform Evangelism Abteilung von Microsoft Deutschland, nutzte die Eröffnung dazu, sich den Entwicklern kurz vorzustellen. Er versicherte den Anwesenden „.NET ist für uns absolut wichtig, die Investitionen, die heute und in Zukunft getätigt werden, sind absolut sicher.“ .NET sei die Plattform und das Framework für alles, inlusive PowerShell und grafische Benutzeroberflächen. Er hob besonders die seiner Ansicht nach bestehende Einzigartigkeit der Plattform hervor, die es erlaube Anwendungen für Xbox, Windows Phone, PC & Tablets sowie Server für den gleichen Kernel zu schreiben. „Unsere Entwickler werden immer mehr Spaß haben mit unseren Tools, unseren Oberflächen und mit den Sprachen, die sie gewohnt sind.“ so Jäger. Dies alles sei der Start einer neuen Ära, in der PC für Personalized Computing stehe (oder im Microsoft-Jargon PC Plus) .NET 4.5 sei Teil davon und die aktuelle Stufe in der Evolution von .NET.

Diese Position unterstrich auch Brandon Bray, der Keynote-Speaker des Tages, der als Group Program Manager .NET Framework seit vielen Jahren an der Weiterentwicklung von .NET maßgelblich beteiligt ist. In seiner Keynote gab er einen historischer Abriss der .NET-Entwicklung seit Anfang der 2000er, der verdeutlichen sollte, dass die wesentlichen Ideen und Versprechen von .NET eingelöst wurden. .NET sei heute auf einem Level angekommen, der angestrebt war, auch wenn unterwegs einiges fallen gelassen wurde oder neu hinzukam.

Das Tooling ist super, der Kern wird immer besser, die GC ist „amazing“. Der Core wird noch besser, NuGet bietet eine immer größere Sammlung von Bibliotheken für .NET Entwickler, die teilweise aus der Community kommen, teils von Microsoft, und in vielen Teilen Open Source sind. Auch für ihn war wichtig, die Botschaft zu vermitteln, dass alle .NET-Skills und Produkt ihre Relvanz behalten werden und dass das Ziel der .NET-Plattform Entwicklung auch weiterhin drin besteht, die Stärken der Plattform auszubauen, die Produktivität der Entwickler zu steigern und sie mit den wichtigsten Trends der Industrie zu verbinden. In diesem Sinne sieht er auch Windows 8, Windows Azure und Windows Phone, die als Plattformen für .NET neu zur Verfügung stehen. Im Gespräch nach der Keynote betonte er auch noch einmal, dass weiter an der Reife des .NET-Kerns gearbeitet wird und mit NuGet den Entwickler eine weiter wachsende Sammlung von Bibliotheken zur Verfügung steht, aktuelle Technologien für Entwickler niedrigschwellig verfügbar zu machen.

Wie sich all diese Versicherungen in Richtung der .NET-Entwickler in der Zukunft beweisen, werden wir allerdings erst ab dem 26. Oktober in der Realtität testen können. Ab diesem Datum werden originäre Windows-8-Geräte, vor allem Tablets, zur Verfügung stehen. Erst dann kann geprüft werden, ob .NET hält was versprochen wird.

Die Videos zu einzelnen Sessions werden laut Microsoft in den kommenden Tagen verfügbar sein.

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