NetBeans 6.5 for PHP vs. Eclipse PDT für Einsteiger
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Darf’s noch etwas mehr sein?

Sowohl Eclipse als auch NetBeans verfügen über eine hohe Plug-in-Kompatibilität, die es ermöglicht, die IDE mit vielen nützlichen Zusatzfeatures auszustatten. Die Plug-in-Systeme

Darf’s noch etwas mehr sein?

Sowohl Eclipse als auch NetBeans verfügen über eine hohe Plug-in-Kompatibilität, die es ermöglicht, die IDE mit vielen nützlichen Zusatzfeatures auszustatten. Die Plug-in-Systeme beider Programme funktionieren im Prinzip problemlos und sind selbsterklärend. Jedoch hat NetBeans auch hier wieder etwas mehr Komfort zu bieten. Über den Karteikartenreiter VERFÜGBARE PLUGINSerhält der User nicht nur eine Übersicht über neue Module; wird ein Eintrag markiert, erhält man eine kurze Beschreibung des Plug-ins sowie einen Link zu weiterführenden Informationen. Eine Sortierung nach Name, Kategorie oder Quelle rundet das Bild ab. Bei Eclipse hingegen wählt man zuerst den Server, dann eine Kategorie, um anschließend eine meist sehr kryptische Übersicht über mögliche Updates und Plug-ins zu erhalten. Mehr Informationen bekommt man mit etwas Glück auf Knopfdruck. Um das einmal zu konkretisieren, möchte ich an dieser Stelle folgendes Beispiel anführen: Ziel ist es, ein Plug-in zur Erstellung von UML-Diagrammen zu installieren. Während NetBeans ein klares Ergebnis auf meine Anfrage liefert, verspüre ich nach der Suche in den Eclipse-Plug-ins das Bedürfnis, mich in die wohlige Wärme einer Community zu begeben und dort kleinlaut um Hilfe zu bitten.

Abb. 4. Ein Plug-in, sie zu knechten … Die Plug-in-Systeme von NetBeans (links) und Eclipse (rechts)

Abgesehen davon schenken sich die beiden Kontrahenten im Ringen um die Gunst des Anwenders nicht viel. Beide können mit einem umfangreichen Debugger aufwarten und besitzen eine hervorragende Projektverwaltung. Auch sonst bieten sowohl Eclipse als auch NetBeans alle wichtigen Funktionen, wobei mal eines hier, das andere dort um Nuancen besser ist. So hat man in der NetBeans-IDE die Möglichkeit, die Quelle zu wählen, wenn man direkt aus dem Code zur Deklaration einer Funktion oder Variable springen möchte und diese aufgrund einer Sicherungskopie in zwei unterschiedlichen Dateien zu finden ist. Eclipse entscheidet selbstständig, zu welcher der möglichen Quellen es den Entwickler führt. Und das ist leider nicht immer die richtige. Auf der anderen Seite glänzt das PDT mit seinen Tooltipps für einen Großteil der Elemente im Code, was NetBeans gleich komplett fehlt. Am Ende sind es Kleinigkeiten, die den persönlichen Favoriten herausarbeiten werden.

And the Winner is .

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Auf den ersten Blick könnte man den Eindruck gewinnen, NetBeans wäre die hübsche kleine Schwester von Eclipse. Es wirkt wesentlich aufgeräumter und freundlicher als das alteingesessene Eclipse. Das Handling ist überaus intuitiv, und falls doch noch Fragen im Raum stehen sollten, lässt die Dokumentation kaum Wünsche offen. Der Gesamteindruck ist irgendwie „sexy“, und es macht Spaß, jeden Winkel der Entwicklungsumgebung zu erkunden. Man hat das Gefühl, dass sich jemand sehr genau mit dem auseinandergesetzt hat, was ein PHP-Entwickler an Handwerkszeug im Verlauf eines Projekts benötigt, um all das am Ende ohne große Schnörkel in einem Programm zu vereinen. Gerade Ein- oder Umsteiger, die eine einfache, aber gute IDE suchen, mit der sie glücklich werden können, werden sich sehr schnell mit NetBeans anfreunden. Vor allem die hervorragende lokale Historie und das integrierte Tool zum Vergleichen zweier Dateien tragen dazu bei, in der ersten Neugier deutlich mehr Zeit mit NetBeans zu verbringen. Dem steht das irgendwie düster und überladen wirkende Eclipse gegenüber, das durch seine mächtigen Konfigurationsmöglichkeiten vor allem beim wichtigen ersten Eindruck Federn lässt. Allerdings muss man Eclipse Zeit geben, sich zu entfalten. Vieles, was anfangs überladen wirkt, möchte man nach kurzer Zeit schon nicht mehr missen. Seien es die Tooltipps, die einem helfen, sich die Parameter selten verwendeter Befehle ins Gedächtnis zu rufen, die direkte Einbindung der PHP-Dokumentation oder die riesige Community. Würden die Vorzüge beider IDEs miteinander verbunden werden, könnte man gar nicht anders, als jedem Interessenten eine unbedingte Empfehlung auszusprechen. Bis es so weit ist, sollte man sich beide Umgebungen besorgen und sie parallel an einem Projekt testen. Einfach ein Projekt in Eclipse erstellen und in NetBeans mit dem Eclipse Project Importer importieren. Die Entscheidung für die richtige IDE ist zu wichtig, um sich auf Hörensagen zu verlassen. Egal, für was man sich am Ende entscheidet: Bei dem Tempo, das in der Entwicklung vorgelegt wird, sollte man NetBeans unbedingt im Auge behalten.

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Thomas Wießeckel arbeitet als Webentwickler. Er hat sich auf die präsentation und verwaltung von Tierschutzorganisationen spezialisiert. Darüber hinaus konnte er umfangreiche Erfahrungen im Bereich der Betreuung und Entwicklung von Communities sammeln.

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