Neue Text-Ads & responsive Ads mit Fokus auf lokalem Einsatz

Ads für die mobile Welt: Google stellt neue Werbestrategie vor
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Dass Google sein Anzeigengeschäft den neuen Gegebenheiten des mobilen Internets anpassen würde, war nur eine Frage der Zeit. Jetzt hat der Konzern auf seinem alljährlichen Performance Summit eine neue Werbestrategie vorgestellt, die Mobile Ads eine zentrale Stellung einräumt. In Zukunft sollen auch Analytics stärker in die Auslieferung der Anzeigen eingebunden werden.

The shift to mobile is no longer a change on the horizon. It’s here.“ Gleich zu Anfang stellt Google klar, dass das Geschäft mit digitaler Werbung gerade einem fundamentalen Wandel unterliegt. Auf diesen will sich das Unternehmen frühzeitig einstellen. Was Google hinsichtlich der Präsentation von Mobile Ads plant, könnte die Branche (und ihre Kunden) einen großen Schritt nach vorne bringen. Ausschlaggebend sind dafür nicht zuletzt die Entwicklungen im Online-Nutzerverhalten der letzten Jahre.

Alles neu dank Extended Text-Ads

Zunächst sollen die Text Ads, die im Laufe dieses Jahres eingeführt werden, ein passendes Layout für die kleineren Bildschirme mobiler Devices bekommen. Statt der aktuellen 25-stelligen, einzeiligen Headline sind nun zwei Zeilen mit jeweils 30 Stellen vorgesehen. Darunter befinden sich nicht mehr zwei Zeilen mit 35 Stellen zur Beschreibung, sondern nur noch eine 80-stellige Zeile. Wichtige URLs werden nun automatisch anhand der finalen URL des beworbenen Produkts erstellt, anstatt wie vorher manuell. Im Vergleich zu vorher bieten die so genannten Expanded Text-Ads mehr Raum für relevante Informationen, so Google.

Display Ads, die schon via Google Display Network ausgeliefert werden, werden in Zukunft entsprechend der Seiten gestaltet, auf denen sie eingebettet sind. Das Netzwerk umfasst mittlerweile über zwei Millionen Seiten, auf die die responsiven Anzeigen automatisch optisch angepasst werden. Werbekunden müssen dafür neben Headline und Text nur noch ein Bild sowie die entsprechende URL bereitstellen.

Erst vor kurzem hatten wir über Vermutungen berichtet, Google wolle ein eigenes Programm für akzeptable Werbung auflegen, um die Gefahr durch Adblocker zu bannen. Inwiefern die neuen Werbeformate als Teil eines solchen Vorstoßes angesehen werden können, hat der Konzern allerdings nicht explizit gemacht.

Quelle: http://adwords.blogspot.de/2016/05/ads-and-analytics-innovations-for-a-mobile-first-world.html

Quelle: http://adwords.blogspot.de/2016/05/ads-and-analytics-innovations-for-a-mobile-first-world.html

Digitale und analoge Welt

Die Überarbeitung der mobilen Ads reflektiert die oben angedeutete Verschiebung zu mobilen Endgeräten und die darin gelegenen Möglichkeiten der Monetarisierung. Denn bislang sind mobile Ads noch billiger als Desktop Ads, obwohl wachsende Budgets nahelegen, dass Werber ihnen einen größeren Effekt auf die Endkunden zutrauen.

Die Aufwertung mobiler Anzeigen zeigt sich etwa in der Art und Weise, wie Anbieter auf Werbeplätze bieten können. Konnten sie bislang nicht entscheiden, ob ihre Werbung auf Desktop- oder Mobil-Geräten angezeigt wurde, erlaubt Google nun, plattformspezifische Gebote anzubringen. Jerry Dischler, Vizepräsident des Produktmanagements bei AdWords, bekräftigt laut Branchenportal SiliconAngle die Notwendigkeit des Wechsels:

Mobile ads are no longer an add-on, they’re an imperative.

Für ortsgebundene Kunden will Google neue Möglichkeiten eröffnen, für ihre Geschäfte, Dienstleistungen, usw. zu werben. Dazu sollen „local search ads“ für Google und Google Maps eingeführt werden. Da nach Angaben des Konzerns bereits ein Drittel aller mobilen Suchanfragen mit Bezug auf Orte gestellt werden, bietet sich dieser Schritt an. Kunden können so ihre Angebote entsprechend der gesuchten Location anpreisen. Besonders via Google Maps sollen durch spezielle „Pins“ und die Option, Spezialangebote oder das Sortiment anzuzeigen, Kunden in die Geschäfte gelockt werden.

Quelle: http://adwords.blogspot.de/2016/05/ads-and-analytics-innovations-for-a-mobile-first-world.html

Quelle: http://adwords.blogspot.de/2016/05/ads-and-analytics-innovations-for-a-mobile-first-world.html

Stimmen die Ergebnisse?

Die Relevanz und Auswirkungen von lokalen, so genannten programmatischen Mobile Ads sind jedoch noch schwer nachzuweisen. Um sie besser messen zu können, plant Google deshalb, seine Analytics in diese Richtung auszubauen. Werber sollen so etwa die Besuchszahlen von Geschäften messen und in Relation zur mobilen Werbungen setzen können.

An der Tatsache aber, dass Google den Fokus auf Mobile Ads legt, zeigt sich der Wandel der digitalen Werbeindustrie. Es sollte weiterhin kein Zweifel daran bestehen, dass die auf dem Google Performance Summit vorgestellten Innovationen (eine vollständige Aufzeichnung der Präsentation ist online verfügbar) erst den Anfang dieser Entwicklung markieren.

Twin Design / Shutterstock.com

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