Mobilitätsrevolution Made in Germany

Car2Car Infrastruktur und vernetztes Fahren in Deutschland
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Bundesminister Alexander Dobrindt hat die „Innovationscharta für das Digitale Testfeld Autobahn“ unterzeichnet.

In der Innovationscharta erklären sich die Beteiligten bereit, das Digitale Testfeld Autobahn auf der A9 in Bayern gemeinsam einzurichten und zu betreiben. Auf der Strecke sollen Innovationen der Mobilität 4.0 erprobt, bewertet und weiterentwickelt werden können. In Deutschland wurde das Automnobil erfunden nun möchten der Freistaat Bayern, die IT- und die Automobiliindustrie die nächste Mobilitätsrevolution einläuten. Automatisiertes und vernetztes Fahren. Auf der Teststrecke werden in Zukunft Technologien der Mobilität 4.0 erprobt. Auf dem Testfeld Autobahn sollen hoch- und vollautomatisierte Fahrzeuge erprobt. Während diversen Tests soll das Fahrzeug für eine begrenzte Zeit die Führung vollständig übernehmen. Damit soll vernetztes Fahren eine neue Dimension der Mobilität schaffen. Während der autarken Fahrt tauschen Fahrzeuge untereinander Informationen aus und kommunizieren gleichzeitig mit der digitalisierten Infrastruktur. Durch den Aufbau der intelligenten Straße, die Daten über ihre Sensoren in Echtzeit liefert, wird eine sogenannte Car2Car Infrastruktur Kommunikation ermöglicht. Zudem soll eine lückenlose Abdeckung mit Highspeed Mobilfunk soll für eine Echtzeit Datenkommunikation zwischen den Autos und der Infrastruktur – angeblich auch bei hohen Geschwindigkeiten. Staus und Unfälle sollen damit zukünftig verhindert werden.

Die technologische Entwicklung selbstfahrender Autos ist schon weit fortgeschritten. Allerdings ist das vollautomatisierte Fahren im deutschen Straßenverkehr – anders als beispielsweise in Teilen der USA – noch nicht erlaubt. Auch darüber hinaus sind zahlreiche rechtliche Fragen offen, zum Beispiel was den Umgang mit Mobilitätsdaten und die Haftung bei Unfällen angeht. Hier muss der Gesetzgeber schnell Klarheit schaffen, damit das intelligente Fahren nicht ausgebremst wird und der Automobilstandort Deutschland seine weltweite Spitzenposition weiter ausbauen kann. Das Bundesministerium plant bereits auf der A9 eine digitale Teststrecke für selbstfahrende Autos einzurichten.

Einsteigen, dem Navi das Ziel mitteilen und sich vom Auto hinbringen lassen – dieses Szenario ist bereits heute für viele denkbar: Jeder dritte Deutsche (34 Prozent) kann sich vorstellen, ein selbstfahrendes Auto zu nutzen. Das entspricht 24 Millionen Menschen. Bei den 14- bis 29-Jährigen sind sogar 41 Prozent aufgeschlossen gegenüber selbstfahrenden Autos, und bei den Befragten ab 65 Jahren sind es immerhin noch 30 Prozent. Zwischen den Geschlechtern gibt es ebenfalls Unterschiede, was die Akzeptanz des vollautomatisierten Fahrens angeht: Bei den Frauen stehen dem 37 Prozent offen gegenüber, bei den Männern sind es 31 Prozent. „Autonome Fahrzeuge werden schon in absehbarer Zeit unser Straßenbild prägen und den Verkehr revolutionieren“, prophezeit Dr. Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer. „Selbstfahrende Autos können die Zahl der Unfälle deutlich reduzieren, sie machen das Autofahren komfortabler, sparen Zeit und schonen Ressourcen.“

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