Games-Infografik

Der Mythos der kostenlosen Free2Play Games
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Free2Play-Games verzeichnen große Zuläufe: 51,8 Prozent deutscher Internetnutzer zocken online. In-App-Käufe verkürzen lästige Wartezeiten und zielen auf ungeduldige Gamer ab. Folgende Infografik entlarvt den kostenlos-Mythos „Free2Play“.

Free2Play Games können im Grunde komplett kostenfrei genutzt werden, monetarisieren aber die mitunter langen Wartezeiten im Spiel, die sich gegen Geld teils erheblich verkürzen lassen. Auch kostenpflichtige Premiumgegenstände locken mit bestimmten Vorteilen. So ist etwa im kostenlosen Strategietitel „Die Siedler Online“ einigen Spielern ein Premiumgebäude durchschnittlich 20 Euro wert. Dieses auch unter dem Namen „Freemium“ bekannte Geschäftsmodell (ein Wortspiel aus den Begriffen „Free“ und „Premium“), erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei den Spieleentwicklern.

Bis zu 15.000 Euro: Echte Player greifen tief in die Tasche

In der Theorie geben die User zwar nur Geld für solche Spielinhalte aus, die sie auch tatsächlich interessieren oder schnell erreichen wollen. In der Praxis besteht jedoch die Gefahr, schnell den Überblick zu verlieren und am Ende mehr Geld auszugeben, als wenn die Nutzer das Spiel zum Vollpreis erworben hätten. Im Extremfall des MMO-Titels „DarkOrbit“ geben einzelne Nutzer sogar bis zu 15.000 Euro für virtuelle Ausrüstungsgegenstände aus.

263 Millionen Euro Umsatz mit Spiele-Apps

Dabei ist bemerkenswert, dass die Mehrzahl der Spieler tatsächlich keine Mikrotransaktionen oder In-App-Käufe in kostenlosen Anwendungen tätigen. Lediglich 10 Prozent der Spieler sind bereit, ihr Geld in die kostenlosen Games zu investieren. Diese lassen sich die Premiuminhalte dann aber auch gern etwas mehr kosten. So hat sich der Umsatz mit Spiele-Apps von 104 Millionen Euro im Jahr 2013, auf 263 Millionen Euro im Jahr 2014 mehr als verdoppelt. Auffällig ist hierbei vor allem die wachsende Bedeutung der Mikrotransaktionen, die im selben Zeitraum um 234 Prozent gestiegen sind, während Einmalkäufe gerade einmal um 17 Prozent zunahmen.

Auf der anderen Seite verdient gut die Hälfte aller Entwickler für Smartphone-Apps weniger als 500 US-Dollar im Monat mit der eigenen Software. Dagegen bringen nur 1,6 Prozent der vielen Millionen Apps auf dem Markt den Entwicklern über 500.000 US-Dollar im Monat ein.

Die Redaktion vom Vergleichsportal Netzsieger eine neue Infografikzum Thema Kostenfalle in Free2Play Games erstellt:

Mythos-Free-2-Play-Browsergames

Original von Netzsieger unter

www.netzsieger.de/ratgeber/mythos-free-to-play-browsergames

Aufmacherbild: Illustration of a retro games controller over a starburst background via Shutterstock / Urheberrecht: Darren Whittingham

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