Social Media Plattform

Ello App – alternatives Netzwerk jetzt mobil
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Die werbefreie Alternative zu Facebook veröffentlicht heute die erste mobile App fürs iPhone und erweitert das Funktionsspektrum um einen Messenger. Statt einer Werbeplattform will Ello ein Ort der Ideen und Vernetzung sein.

„Dein soziales Netzwerk gehört den Werbetreibenden“ – heißt es es auf Ellos Startseite. Das ist kein Geheimnis, sondern weist lediglich darauf hin, was der Nachrichtendienst anders macht als sein Wettbewerber Facebook. Ello ist eine Social Media Plattform ohne Werbung und ohne Real-Namen-Pflicht. Der Unternehmensphilosophie zufolge gehöre das Netzwerk ausschließlich denjenigen, die es im Sinne der Kommunikation nutzen – also den Usern, die mit Freunden Inhalte teilen und sich austauschen.

Vor allem Designer, Künstler und Kreative, die die Plattform mitaufgebaut haben, nutzen Ello, um ihre Werke großformatig zu präsentieren und diskutieren. Laut Gründer Paul Budnitz seien bereits mehrere Millionen User registriert. Zunächst waren noch Einladungen nötig, um sich der Community anzuschließen und der Funktionsumfang war recht spärlich. Jetzt ist die Registrierung vereinfacht und die Features erweitert worden. Nach dem Hype um Ello im letzten Jahr ist es allerdings in letzter Zeit wieder recht ruhig um die alternative Social Media Plattform geworden. Mit der heute erscheinenden App fürs iPhone könnte sich das allerdings ändern und auch eine neue Zielgruppe auf Ello aufmerksam werden.

Ello App will es anders machen als Facebook

Mit dem Release der mobilen App, lässt sich Ello nun auch unterwegs nutzen. So gibt es eine Timeline mit den aktuellen Posts von Freunden, eine Art Suchfunktion für neue Inhalte unter dem Namen „Noise“ sowie auch endlich eine Messenger-Funktion. War das Netzwerk bisher darauf ausgerichtet, exklusive Inhalte zu teilen, so nähert es sich nun durch die Messenger-Funktion auch dem Wettbewerb um Facebook und Snapchat an. Nur, dass es weiterhin nicht den Weg einschlagen wird, zur Werbeplattform zu mutieren, sagt Paul Budnitz gegenüber Business Insider. Es gebe keine Werbeinhalte, lediglich Zusatzfunktionen, mit denen zum Beispiel mehrere Accounts gleichzeitig geführt werden können. So könnte sich die Community in Zukunft gewerbliche Accounts mit kleinen Beiträgen bezahlen lassen. Fraglich ist allerdings, wie das Netzwerk gegen Marken-Profile und von diesen veröffentlichten werblichen Content vorgehen will. Sollten die Nutzerzahlen durch die App steigen, wird die Plattform sicherlich auch für Content-Marketer interessant.

Außerdem verspricht Ello, keine Informationen der Nutzer an Dritte weiter zu reichen. Zwar werden die Aktionen der User auf der Plattform selbst verfolgt – aber wohl nicht jede einzelne Bewegung wie bei Facebook –, diese jedoch ausschließlich für die Verbesserung des Netzwerks genutzt. Wer also nicht von Google Analytics erfasst werden möchte, kann sogar dies ausschalten und trotzdem weiterhin Ello nutzen.

Dank mobiler Messenger-Funktion und dem Versprechen der Werbefreiheit könnte die App fürs iPhone womöglich die Userzahlen weiter steigen lassen. Im Laufe der nächsten Wochen soll zudem die App auch für Windows und Android erscheinen.

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