Facebook manipuliert Newsfeed für Studie
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Facebook hat im Rahmen einer Studie den Newsfeed einiger Nutzer manipuliert. Der Konzern wollte herausfinden, ob sich negative und positive Nachrichten auf die Gemütslage der User niederschlagen. Die Facebook-Studie wurde zwar schon am 2. Juni dieses Jahres veröffentlicht, sie trifft aber erst jetzt in den Medien auf Kritik.

Newsfeed für Facebook-Studie manipuliert

Ungefähr 690.000 User nahmen unwissentlich an der Facebook-Studie teil. Der Newsfeed dieser User wurde vorgefiltert und auf negative und positive Posts untersucht. Für die Studie hat Facebook anschließend die Reaktion auf diese Posts untersucht. Das Ergebnis: Bekommt ein User eine schlechte Nachricht, dann wird er wahrscheinlich auch etwas Negatives posten und umgekehrt – seine Stimmung wird also von den Nachrichten nachhaltig beeinflusst.

Datenverwendungsregeln ermöglichen solche Studien

Die Tatsache, dass Facebook seine Userdaten hinter deren Rücken für derartige Zwecke nutzt, stößt auf starke Kritik. Außerdem ist es fraglich, inwieweit die Nachrichten im Newsfeed überhaupt aussagekräftig sind. Facebook-User sollten auf jeden Fall wissen, dass sie beim Eintritt in die Community den Datenverwendungsregeln zugestimmt haben, die solche Studien möglich machen. Auch der Newsfeed wird ohnehin standardmäßig vorgefiltert, damit die User nicht mit unwichtigen Nachrichten überflutet werden.

Aufmacherbild: KIEV, UKRAINE – June 8: Facebook web page closeup with notifications of new friends request and messages, and blank status line, in Kiev, Ukraine, on June 8, 2014. via Shutterstock / Urheberrecht: Sukharevskyy Dmytro (nevodka)

 

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