Infografik

Gaming: Zahlen – Fakten – Entwicklungen
Kommentare

Große Spielehersteller entwickeln mittlerweile Produkte mit Budgets in der Größenordnung von Hollywood-Blockbustern.

Der deutsche Gaming-Markt hat mit einem Gesamtvolumen von 3,27 Milliarden Euro Anteil von 4,87 Prozent am weltweiten Umsatz der Branche. Damit ist Deutschland international einer der wichtigsten Absatzmärkte. Rund 34 Millionen aktive Spieler gibt es hierzulande.

Nicht nur das aktive Spielen findet großen Anklang in der deutschen Bevölkerung. Auch die Beliebtheit von elektronischem Sport – kurz e-Sports – wächst stetig. Die größten e-Sport-Events füllen mittlerweile komplette Fußballstadien. Mit Streaming-Plattformen, die speziell auf den Konsum von Videospielen ausgerichtet sind, hat sich zudem in den vergangen Jahren ein Trend entwickelt, den in Deutschland bereits 17 Prozent aller Spieler folgen – Tendenz steigend.

Gaming and Social Life

Welche Auswirkungen hat der Konsum digitaler Spiele auf den Menschen? Seit Jahren beschäftigen sich Wissenschaftler mit dieser Frage. Mit zum Teil erstaunlichen Ergebnissen. So kann das Videospielen dazu beitragen, das Gehirn zu vergrößern, für Ausgeglichenheit sorgen oder bei übermäßigem Konsum auch in Frust und Aggression umschlagen. Außerdem stellten US-amerikanische Forscher fest, dass Männer, die in Online-Spielen schlechter abschneiden als ihre weiblichen Konkurrentinnen, zu sexistischen Beleidigungen tendieren. Die populäre Meinung, dass vor allem Shooter-Spiele für Gewaltausbrüche bei Jugendlichen sorgen, konnten bisherige Studien nicht stützen. Vielmehr deuten die verschiedenen Befunde darauf hin, dass das soziale Umfeld von Aufwachsenden wichtiger für die Sozialisation ist als der Umgang mit Videospielen.

Gaming-Technologien

Pong wurde von Atari 1972 als Videospielautomat entwickelt und gilt als Begründer des kommerziellen Videospiels. Damals beliefen sich die Herstellungskosten auf 500 US-Dollar. Die Produktion des plattformübergreifenden Spiels Destiny aus dem Jahr 2014 kostete dagegen rund 436 Millionen Euro. Doch nicht nur in den Produktionskosten hat die Entwicklung von Videospielen in den letzten Jahrzehnten einen enormen Wandel durchlaufen. Seit zwei Jahren ist die „Virtuelle Realität“ in aller Munde. Die Entwickler setzen große Hoffnungen auf die neue Technologie und drängen mit vielen unterschiedlichen Produkten auf den Markt. Dieser Schritt ist möglich, weil sich die 3D-Grafik durch den Fortschritt von Rechenleistungen seit den 90er Jahren rasant entwickelt hat. Während Spiele im Jahr 1977 noch mit 128 Farben und einer Prozessorgeschwindigkeit von 1,19 MHz auskamen, zählen heute 16,7 Million Farben und 3,5 GHz zum Standard.

Gaming-Plattformen

Bereits in den 70er Jahren begannen sich Spielekonsolen vom PC zu emanzipieren. Seitdem entwickelten sich beide Formen separat, wenn auch nicht unabhängig voneinander. Heute ist das Angebot auf dem Games-Markt vielfältig. Diverse Konsolen zählen in deutschen Wohnzimmern zum Inventar. Die größten Hersteller der Gaming-Plattformen sind Sony, Microsoft und Nintendo. PC und Mac haben als Spiele-Plattform der ersten Wahl abgedankt.
Im Verkauf haben die Konsolen dem PC nämlich in den letzten Jahren klar den Rang abgelaufen. Für das Jahr 2015 prognostiziert der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware, dass mit Konsolen rund 1,45 Milliarden Euro in Deutschland umgesetzt werden. Der Umsatz im PC-Geschäft liegt dem Verband zufolge mit 990 Million Euro deutlich dahinter.

Folgende Infografik des Vergleichsportals Netzsieger „Gaming: Zahlen – Fakten – Entwicklungen“ beschäftigt sich mit dem globalen Phänomen der Videospiele.

Gaming-Infografik-Netzsieger 3

©Netzsieger

Aufmacherbild: Man playing a computer games via Shutterstock / Urheberrecht: Iryna Tiumentseva

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -