Google "Über mich"

Google bündelt Nutzerprofile in öffentlicher Sedcard
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Ein Nutzerprofil für alle Google-Dienste? Der Suchmaschinengigant testet momentan eine neue Sedcard, in der alle persönlichen Angaben und Referenzen gebündelt werden. Das Profil ist bereits für jeden registrierten Google-Nutzer angelegt, jedoch noch nicht öffentlich. Privatsphäre-Einstellungen muss jeder händisch vornehmen.

Wer bei einem der vielen Google-Dienste wie Gmail, Google Drive, Google Fotos oder Google+ einen Account anlegt hat, findet seine hinterlegten Informationen nun in einer neuen Profilansicht wieder. Das Nutzerprofil „Über mich“ wurde samt Benutzernamen und den bisher angegebenen Daten automatisch für jeden registrierten Google-Nutzer angelegt. Überraschenderweise auch gleich auf Deutsch.

Neben Geschlecht und Geburtstag können zusätzlich Kontaktdaten und Angaben zu Lebenslauf oder Links eingefügt werden. Angaben aus Gmail wurden automatisch übernommen. Alle neuen Eingaben werden wiederum automatisch bei allen anderen Google-Accounts eingepflegt. Des Weiteren lässt sich ein Profilbanner-Bild einführen, wie man es auch von Facebooks Themenbildern kennt. Bisher ist das Profil nur zugänglich, wenn man selbst bei Google eingeloggt ist.

Google Über mich

Screenshot: https://aboutme.google.com

Da die Angaben zunächst noch auf öffentlich statt privat stehen, ist all denjenigen angeraten, die nicht mit ihren persönlichen Daten öffentlich auftreten wollen, die Einstellungen zu ändern. Google bietet zudem einen Privatsphäre-Check gleich neben den Einstellungen. Trotzdem ist es mal wieder bezeichnend, dass die Angaben zunächst auf öffentlich stehen, statt dem Nutzer die Wahl zu lassen, was er/sie preisgeben möchte.

Was ist der Plan hinter Google „Über mich“

Ob und wann die Nutzerprofile öffentlich zugänglich sein werden, ist noch nicht bekannt. Google Operating System Blog vermutet jedoch, dass damit die Ablösung von Google+ initiiert wird. Google unternahm bereits verschiedene Versuche, sich als Social Plattform zu etablieren. Was mit den Konto-Einstellungen bei Gmail begann, setzte sich wenig später mit Google Profile fort und wurde schließlich unter Google+ ausgebaut. Nachdem Google+ als alternative Social-Media-Plattform zu Facebook 2011 an den Start ging, wird es zusehends ruhiger um das Angebot.

Dass Google alle seine Dienste unter einem gemeinsamen Profil für den User bündelt, ist der Übersicht zwar zuträglich und könnte auch als Kontaktplattform á la LinkedIn oder Xing ausgebaut werden. Ob sich mit der Sedcard der Vorsprung zum Wettbewerb aufholen lässt, ist jedoch fraglich.

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