Das Auto der Zukunft?

Google stellt Prototyp des Self Driving Car vor
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Schon vor zwei Jahren berichteten wir von Googles Self-Driving Car Project. Bislang wurden nur die einzelnen Teile getestet, doch jetzt hat Google seinen ersten wirklich funktionalen Prototypen vorgestellt, der auf dem Gelände der Suchmaschinen seine Runden dreht.

Self Driving Car wird auf Google Gelände getestet

Auf dem Google Gelände findet man dieser Tage nicht nur bunte Fahrräder, sondern auch ein wie ein Spielzeugauto anmutendes kleines Vehikel, das über die Straßen flitzt und Testpersonen von A nach B transportiert. Nach jahrelanger Entwicklung hat der Internetriese jetzt den ersten voll funktionstüchtigen Prototypen seines Self-Driving Cars vorgestellt.

Der aktuelle Prototyp des Autos ist ein Zweisitzer und sieht ein Bisschen aus wie ein Beetle. Die Testversion verfügt noch über ein Not-Lenkrad mit verschiedenen Steuerfunktionen, mit denen der Fahrer im Fall der Fälle die Steuerung übernehmen kann. Diese werden nach der Testphase jedoch wegfallen, so dass das Auto vollständig selber fährt. Auch Spiegel gibt es in der momentanen Version noch, die vermutlich auch nur für das Eingreifen im Notfall gedacht sind. Diese könnten also auch wegfallen.

Bisher fanden die Testfahrten nur auf dem Privatgelände von Google statt. Man hofft allerdings, das Driverless Car im neuen Jahr auch auf den kalifornischen Straßen unter realen Bedingungen testen zu können. Das folgende Video zeigt eine Serie von Testfahrten aus dem Mai dieses Jahres.

Steuerung durch Sensortechnik

Das wohl wichtigste Element des Google-Autos sind die Sensoren, die übrigens auch das Design des Gefährts maßgeblich beeinflusst haben. Die runde Form stammt daher, dass so die Sensoren einen besseren „Rundumblick“ haben. Damit das Auto wirklich selber steuern kann, wird zunächst die Position per GPS bestimmt. Da die Lokalisierung via GPS noch nicht präzise genug ist, liefert ein rotierender Laser auf dem Dach zusätzliche Daten zur Beschaffenheit der Umgebung. Die Sensoren können sogar zwischen anderen Autos, Fußgängern und Fahrradfahrern unterscheiden.

Smarte Self Driving Cars als Auto der Zukunft

Die fahrerlosen Autos hören sich zwar jetzt noch nach Zukunftsmusik an, es ist aber gut vorstellbar, dass unsere Fahrzeuge irgendwann mal die Steuerung für uns übernehmen. Auch Trend-Experte Nick Sohnemann erklärt uns, dass in Zukunft wohl nicht mehr der Motor, sondern der Computer zum Herz des Fahrzeugs wird und schätzt die Automatisierung des Fahrens als durchaus realistisch ein. Auch jetzt schon sind die Bordcomputer immer ausgeklügelter und ermöglichen bereits eine Verbindung mit dem Internet und die Nutzung von verschiedensten Apps. Bis es das selbstfahrende Auto auf die Straßen schafft, wird es zwar noch eine Weile dauern, nichtsdestotrotz hat die Digitalisierung des Autos schon eingesetzt und begonnen, die Automobilindustrie zu verändern.

Führerlose Fahrzeuge und Sicherheit vor Hackern

Bei aller Euphorie über die Innovation darf man allerdings auch den Sicherheitsaspekt nicht vergessen. Wenn wir die Steuerung an einen, mit dem Internet verbundenen, Computer abgeben, entstehen ganz neue Angriffsflächen für Hacker und Cyberkriminelle. Wird das System gehackt, könnte das Auto fremdgesteuert werden, was die Sicherheit von Fahrer und anderen Teilnehmern des Straßenverkehrs ernsthaft gefährden könnte. Hier gilt es also, doppelte Sicherheitssysteme zu implementieren, und im Zweifel sollte der Fahrer vielleicht doch besser die manuelle Kontrolle über das Fahrzeug übernehmen können. Es bleibt abzuwarten, wie Google mit diesem Sicherheitsthema umgeht.

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