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iOS 9: Neue Werbeblocker im Überblick
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Im App Store sind Werbeblocker für Safari unter iOS 9 sehr gefragt – sie sparen Akku, schützen die Privatsphäre und beschleunigen den Seitenaufbau. Was Werbeblocker leisten und wie sie angewendet werden sollten. Vor- und Nachteile im Überblick.

Kaum ist das neue Betriebssystem iOS 9 für iPhone und iPad verfügbar, sind Werbe- und Contentblocker im AppStore heiß begehrt und hoch gehandelt. Die seit einigen Wochen für Safari erwarteten Erweiterungen versprechen eine bessere Performance beim mobile Surfen, da Werbung, Bilder und andere lästige Java-Script-Inhalte blockiert werden und damit auch Datenvolumen gespart wird. Die Offensive gegen Werbung und Cookies wird einerseits von vielen Anwendern begrüßt, aber anderseits als großes Problem für redaktionelle Dienstleister angesehen. Aus Apples Perspektive ist die Zulässigkeit von Content-Blockern auch ein direkter Angriff auf Google. Während die Inhalte von Apple weiterhin durch die meisten Blocker angezeigt werden, sind die durch Googles Anwendungen vertriebenen Anzeigen blockiert sowie das Tracking der User erschwert. Welche Folgen dies für die Werbebranche und redaktionellen Anbieter haben wird, ist noch nicht ganz abzusehen. Zum einen sind die Unternehmen gefragt, ihre Werbeinhalte und Tracking-Methoden transparenter und bescheidener zu gestalten, zum anderen der User gefordert, sich bei der Inanspruchnahme von gewissem Content und Funktionen auch auf ein Maß von Werbung einzulassen. Doch wie soll das möglich sein?

Welche Contentblocker gibt es, welche sind sinnvoll?

Einige Werbeblocker sind so ausgelegt, dass sich Ausnahmelisten „Whitelists“ anlegen lassen. Hierüber kann der Nutzer entscheiden, was immer blockiert werden soll und welche Seiten ihre Anzeigen ausspielen dürfen. Wenn man also berechtigterweise mehr Privatsphäre genießen möchte, lassen sich so gewisse Cookies blockieren, auf bestimmten Seiten, die man unterstützen möchte, hingegen die Blockierung von Anzeigen deaktivieren. Die App Blockr bietet beispielsweise eine solche Option und ist bereits ab 99 Cent im App Store zu haben. Daneben gibt es viele weitere Anbieter. Crystal wird momentan mit am häufigsten geladen, da er noch eine gewisse Zeit lang kostenlos ist. Die Entwickler versprechen, dass sich mit der App nicht nur vier mal schneller surfen lässt, sondern auch die Privatsphäre geschützt und Akkuleistung gespart werde. Auch sie bietet eine Option, die Blockierungen manuell zu verwalten. Da das Geschäftsmodell noch nicht bekannt gegeben wurde, besteht die Vermutung, dass Crystal sich ähnlich wie AdBlocker finanzieren könnte, also indem Werbetreibende sich frei kaufen können und die Anzeigen trotzdem ausgespielt werden. Purify wurde schon längerfristig als Werbeblocker für iOS 9 angekündigt und ist vor allem hinsichtlich der Nutzerfreundlich ausgelegt. Für 3,99 Euro jedoch eher kostspielig. Adblock Browser bietet gleich einen eigenen Browser, der alternativ zu Safari die Contentblockierung vornimmt.

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[…] der Einführung von iOS 9 ermöglichte Apple erstmals den Einsatz von Werbeblockern im Safari-Browser. Während sich darüber vor allem Verlage und Unternehmen wie Google ärgern, […]

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[…] bestens besetzen und seine Stärken hervorheben. Doch sind auch diesem Projekt Grenzen gesetzt. Apple gestattet es Dritt-Entwicklern nicht, – und somit auch nicht dem Firefox-Brower – Content-Blocker […]

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