Funktionsänderung

LinkedIn: Kontakt- und Userdatenexport erschwert
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In den USA beklagen sich Mitglieder, dass LinkedIn ohne Vorwarnung die Funktion für einen Export der Kontakte eingeschränkt hat. User müssen nicht nur 72 Stunden warten, sondern außerhalb der USA mitunter einen gesonderten Antrag stellen, um auch die vom Unternehmen verwendeten Userdaten einsehen zu können.

LinkedIn hat am Dienstag per Tweet angekündigt, dass es die Download-Funktion einschränken werde, die eigenen Kontakte als Offline-File (CSV oder VCF) zu exportieren. Was viele User als hilfreiches Feature nutzten, um auch offline auf die Kontakte zugreifen zu können beziehungsweise diese übersichtlich als Sheet vorliegen zu haben, hat das soziale Netzwerk nun deutlich eingeschränkt. So berichten verärgerte User bereits, dass sie nun bis zu 72 Stunden nach gestellter Anfrage auf eine Kontaktliste haben warten müssen. Venturebeat und BusinessInsider vermuten, dass sich das Unternehmen damit verspreche, dass User länger auf der Plattform verweilen. Die Änderung kam überraschend und ohne Vorwarnung. Im Help Center gibt es nun eine Anweisung, wie man sich auch jetzt noch die Kontakte per Mail zuschicken lassen kann – nach 72 Stunden.

Das Dokument enthält nicht nur eine Liste der 1st-Degree-Kontakte sondern auch die Informationen über das eigene Nutzerverhalten – Suchanfragen wie Targeting-Kriterien, nach denen LinkedIn dem User Werbung ausspielt. Leute, die man kennen könnte oder deren Profil besucht wurde, werden in dieser Liste ausdrücklich nicht wiedergegeben. Eine andere interessantere Klausel besagt für Mitglieder außerhalb der USA, dass diese ggf. eine postalische Anfrage nach Irland für das entsprechende Dokument stellen müssen.

Members outside the United States may also send your request by letter to LinkedIn Ireland (Gardner House, Wilton Place, Wilton Plaza, Dublin 2 Ireland). Please note that verification may be required in some form. We do not request a fee.

Dass LinkedIn es nicht nur seinen Usern erschwert, Kontakte zu exportieren, sondern auch der Abfrage privater Informationen Schikanen in den Weg legt, dürfte nicht unbedingt im Sinne der anvisierten Mitgliederbindung sein – zumindest aus Sicht der Betroffenen.

Aufmacherbild: Alushta, Russia – November 3, 2014: Businessman holding a iPhone 6 Space Gray with social network service LinkedIn on the screen. iPhone 6 was created and developed by the Apple inc. via Shutterstock, Aufmacherbild: enys Prykhodov

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