Elon Musk gründet Non-Profit-Forschungszentrum

OpenAI: Künstliche Intelligenz für jedermann
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OpenAI ist ein neuer Mitspieler auf dem Gebiet der Forschung an künstlichen Intelligenzen (KI). Für die Non-Profit-Einrichtung soll nicht der finanzielle Gewinn im Fokus stehen, sondern die Suche nach KI-Lösungen, von denen möglichst viele Menschen profitieren. Auch die Frage nach der Sicherheit künstlicher Intelligenzen ist ein zentrales Thema für OpenAI. Zu den Gründungsmitgliedern gehören unter anderem Ilya Sutskever und Elon Musk.

Künstliche Intelligenz wird die Welt und unsere Interaktion mit ihr verändern. Bald schon soll Facebook Bilder detailgetreu beschreiben und erkennen können; bereits heute werden künstliche Intelligenzen auf einem niedrigen Level genutzt, um das Nutzerverhalten im Web zu beobachten und Inhalte entsprechend zu filtern. Die Technologie hat großes Potenzial, geht jedoch auch mit Risiken einher.

Chancen und Risiken

Noch gehört die Vorstellung einer Roboter-Revolution in den Bereich der Science-Fiction. Aber wird das so bleiben? Die Sorge um solche und ähnlich problematische Szenarien motiviert Elon Musk, den OpenAI-Investor und Gründer von Tesla Motors, zur Investition in Projekte wie OpenAI. Er sorgt sich darum, wie die Welt bald aussehen könnte, wenn die Forschung an künstlichen Intelligenzen unkontrolliert, hinter verschlossenen Türen und von finanziellen Interessen geleitet stattfindet.

Natürlich sind die heute entwickelten Systeme noch weit davon entfernt, mit dem Menschen mithalten zu können, auch wenn sie per Deep Learning immer mehr Fähigkeiten dazu gewinnen. Die Risiken bleiben also zur Zeit noch überschaubar. Das Tempo der Weiterentwicklung auf diesem Gebiet ist allerdings schwer abzuschätzen, sodass sich das Bild bald wandeln könnte. Hier braucht es, so die OpenAI-Gründer, Institutionen, die für die Öffentlichkeit, nicht im eigenen Interesse handeln, um möglichen schädlichen Nutzungen vorzubeugen.

Für die Menschen

Manche Ergebnisse der KI-Forschung stehen der Öffentlichkeit bereits jetzt unbeschränkt zur Verfügung, ein Beispiel dafür ist Googles TensorFlow. Das trifft allerdings nur auf kleine Teile der Technologien zu; meist sind die Ergebnisse der einzelnen Forschergruppe nur über bestimmte Produkte verfügbar. Dies kritisieren die Gründer des neuen Unternehmens OpenAI. Ihre Forschung soll nicht von finanziellen Notwendigkeiten geprägt sein; alle Ergebnisse werden öffentlich gemacht. Auf Patente wollen sie so weit wie möglich verzichten.

Durch die Öffentlichkeit der Forschung soll auch der Einfluss einzelner Konzerne auf die Zukunft der KI-Nutzung eingeschränkt werden. Eine starke KI in den Händen eines gewinnorientierten Unternehmens könnte nämlich zu massiven Zugangshürden zu Technologien führen. In ihrer Vorstellen auf der OpenAI-Website erklären Greg Brockmann (CTO) und Ilya Sutskever (wissenschaftlicher Leiter) die Motivation hinter dem neuen Unternehmen wie folgt:

“We believe AI should be an extension of individual human wills and, in the spirit of liberty, as broadly and evenly distributed as possible.”

Das kurzfristige Ziel des Unternehmens ist die Weiterentwicklung aktueller Technologien. OpenAI ist dabei offen für Kooperationen mit anderen Forschungseinrichtungen. Langfristig soll außerdem wohl an einer eigenen „Artificial General Intelligence“ geforscht werden, also einem System, das jeden intellektuellen Vorgang vollziehen kann, der dem Menschen möglich ist.

Das Team von OpenAI

Neben Greg Brockmann, der zuvor für stripe gearbeitet hat und Ilya Sutskever, vormals für Google Brain tätig, gehören Trevor Blackwell, Vicki Cheung, Andrej Karpathy, Durk Kingma, John Schulman, Pamela Vagata, und Wojciech Zaremba zum Team von OpenAI.

Finanziell unterstützt wird das Unternehmen von Elon Musk, dem Gründer des Elektroauto-Unternehmens Tesla Motors. Weitere Investoren sind Peter Thiel, Amazon Web Services (AWS), Infosys, und YC Research. OpenAI kommt so auf ein Startkapital von einer Milliarde Dollar, plant allerdings, in den nächsten Jahren mit deutlich weniger Geld auszukommen.

ML Summit Munich 2020

Market Segmentation in the Era of Big Data

mit Özge Sahin (SkyScry)

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Mit Jakob Karalus (Deloitte Consulting)


Aufmacherbild: Background with binary code and face via Shutterstock / Urheberrecht: carlos castilla

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[…] beschreiben Martín Abadi und David Andersen den Experimentaufbau folgendermaßen: Während zwei künstliche Intelligenzen (Alice und Bob) die Aufgabe erhielten, abhörsicher miteinander zu kommunizieren, bekam eine […]

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