Wearables

Pebble vs. High-End Smartwatches
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Die Smartwatch Pebble hat eine Kickstarter-Erfolgsgeschichte hingelegt, keine Frage. Aber ist das Wearable wirklich ein ernstzunehmender Konkurrent im Vergleich mit den High-End Produkten auf dem Markt oder der bald erscheinenden Apple Watch?

Crowdfunding-Ziel in 17 Minuten

Pebble stellt mal wieder einen neuen Crowdfunding Rekord auf. Das durch eine Kickstarter Kampagne geförderte Wearable hat in nur 17 Minuten schon das Funding-Ziel erreicht und die benötigten 500.000 Dollar eingesammelt und in knapp 50 Minuten Stunde hat die Smartwatch auch schon die 1-Millionen-Grenze geknackt.

Mit diesem raketengleichen Durchstarten ist Pebble nun offiziell die Kampagne, die am schnellsten eine Million Kapital zusammenbekommen hat. Das bestätigte Kickstarter in einem Tweet. Schon 40.000 der Backer haben sich die nerdige Uhr bereits vorbestellt.

Pebble spart Strom mit E-Paper DIsplay

Die neue Smartwatch-Version von Pebble soll ein farbiges Display haben, das auf E-Paper Technologie basiert. Die Vorgängermodelle besaßen einen LCD-Bildschirm und konnten nur schwarz-weiße Abbildungen anzeigen. Vor allem aber ist das Wearable wegen seiner langen Akku-Laufzeit interessant. Eine ganze Woche soll die Uhr nämlich halten, ein echter Langstreckenläufer für ein Always-On Device. Die High-Tech Smartwatches von Samsung und Co. mit ihren hochauflösenden LCD-Displays haben zwar wesentlich mehr zu bieten, wenn es um Bildqualität geht, ihre Akkus müssen aber jeden Tag geladen werden. Geworben wird außerdem mit der hohen Personalisierbarkeit der Uhr: es lassen sich die verschiedensten Watch-Interfaces herunterladen und auch unterschiedliche Armbänder sind verfügbar.

Pebble wird per Bluetooth mit dem Smartphone synchronisiert. Mit den drei Bedienknöpfen kann sich der User durch die verschiedenen Anwendungen navigieren. So lassen sich Notifications von Facebook, Twitter, Email-Providern, dem Wetterdienst und dem Kalender empfangen und eingehende Anrufe auf dem Display werden angezeigt. Auch Sprachnachrichten können mit dem Mikrofon verschickt werden.

Schon die erste Version der Pebble Smartwatch war ein Crowdfunding-Erfolg. 2012 ist die Kampagne auf Kickstarter gestartet und fuhr 10,2 Dollar ein. Damals war Pebble eine der ersten massentauglichen Smartwatches auf dem Markt. Seit dem Verkaufsstart konnten schon eine Million der Gadgets verkauft werden.

Ist Pebble Konkurrenz für Apple Watch und Co.?

Der Markt für Smartwatches ist groß und hier herrscht noch einiges an Potential. Momentan sind zwar schon einige der Uhren auf dem Markt, so zum Beispiel die Samsung Gear oder die Moto 360, keine hat sich bisher aber schon zur alltäglichen Commodity durchgesetzt. Jetzt warten alle gespannt auf die Apple Watch. Das Unternehmen aus Cupertino hat erst mal abgewartet und den Beginn der Smartwatch-Ära beobachtet, bevor es in den kommenden Wochen sein eigenes Gerät auf den Markt bringt.

Aber ist die Pebble konkurrenzfähig unter all den High-Tech Gadgets? Der Anschaffungsgrund ist hier wohl ein anderer. Während die Smartwatches der großen Technologiefirmen definitiv High-End Produkte sind, und schon in Richtung Computer für das Handgelenk gehen, ist die Pebble immer noch eine Smartwatch, eine Uhr mit Extra-Features eben. Es kommt also ganz darauf an, was ich mir als Käufer wünsche. Ein Lifestyle- und High-End Produkt oder ein praktisch-funktionales, wasserdichtes und vor allem lange laufendes Gadget.

Nicht nur die Optik sondern auch die Software der Pebble lässt sich modifizieren, ein großer Vorteil gegenüber der Apple Watch, bei der man nach alter Apple-Manier mal wieder gar nichts selbst einstellen werden kann. So können Developer über eine API Inhalte direkt an die Watch schicken können, ohne dass dafür eine eigene Uhren-App nötig wäre. Auch der „Smart accessory port for hardware hackers“, von dem auf Pebbles Kickstarter-Seite die Rede ist, deutet in Richtung Software-Personalisierbarkeit.

Nicht zu vergessen: Die Entscheidung für die Pebble ist auch eine Preisfrage. Wo die anderen Smartwatches erst ab 500 Dollar aufwärts anfangen ist die Pebble schon für 199 Dollar zu haben.

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