Digitalisierung

Plattform „Innovative Digitalisierung der Wirtschaft“ gestartet
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Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Matthias Machnig, hat gemeinsam mit dem BITKOM-Präsidenten Prof. Dieter Kempf die Plattform „Innovative Digitalisierung der Wirtschaft“ gestartet.

Sie ist Teil des IT-Gipfelprozesses, unter dessen Dach insgesamt neun Plattformen und zwei Foren an konkreten Projekten zur Umsetzung der Digitalen Agenda arbeiten. Weitere Plattformen sind zum Beispiel „Industrie 4.0“ und „Europäische und internationale Dimension der Digitalisierung“.

In der Plattform „Industrie 4.0“ sollen wichtige Themen der Digitalisierung der Industrie, wie Referenzarchitektur, Standardisierung und Normung; Forschung und Innovation, Sicherheit vernetzter Systeme, Rechtliche Rahmenbedingungen; Arbeit, Aus-/Weiterbildung, in zunächst fünf Arbeitsgruppen erörtert und zielführende Maß-nahmen beschlossen werden. In den Arbeitsgruppen werden Unternehmen, Gewerkschaften und betroffene Bundesressorts vertreten sein. Ziel der Plattform ist es, Deutschland als Leitanbieter für cyber-physische Produktionssysteme zu etablieren und Industrie 4.0 zu einer Erfolgsstory für Deutschland zu machen.

Das Forum „Europäische und internationale Dimension der Digitalisierung“ soll – im Unterschied zu den Gipfel-Plattformen mit klar abgegrenzten Themen- und Mitglieder-Kreisen – Raum geben für die politische Diskussion von Grundsatz- und Querschnittsthemen der Digitalen Agenda oder aktueller Trends aus europäischer/ internationaler Perspektive. Womöglich sollen auch Impulse zu Themen erarbeitet werden, die aktuell auf EU- oder internationaler Ebene diskutiert werden.

Auf der ersten Plattformsitzung „Innovative Digitalisierung der Wirtschaft“ tauschten sich die Mitglieder darüber aus, wie sich Deutschland als digital souveräner Standort in der globalen Datenökonomie positionieren sollte.

Als eine der beiden Plattformen unter Leitung des Bundeswirtschaftsministeriums wird die Plattform „Innovative Digitalisierung der Wirtschaft“ innovationsfreundliche Rahmenbedingungen für die digitale Wirtschaft identifizieren, die Initiative zur intelligenten Vernetzung in den Infrastrukturbereichen Energie, Verkehr, Gesundheit, Bildung und öffentliche Verwaltung voranbringen, den Mittelstand als IKT-Anbieter und -Nachfrager beim Übergang in die digitale Wirtschaft stärken, die junge digitale Wirtschaft unterstützen und Handlungsbedarfe im Dienstleistungsbereich aufzeigen. Staatssekretär Machnig: „Zugang zu vertrauenswürdigen IT-Sicherheitslösungen sowie das Erreichen von Schlüsselkompetenzen und Marktpositionen für digitale Geschäftsmodelle sind für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland zentral. Daher müssen wir in der Debatte um „Digitale Souveränität“ anspruchsvoll sein. Wir müssen die Chancen der Digitalisierung für Wirtschaft und Gesellschaft nutzen und dabei gute Arbeit, ein hohes Datenschutzniveau und verlässlichen Verbraucherschutz bewahren.“
Die Plattform wird zugleich strategische und übergreifende Fragen zum Gipfelprozess und zur Verzahnung mit der Digitalen Agenda bearbeiten.

Staatssekretär Machnig dankte dem scheidenden BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf für sein Engagement bei der digitalen Transformation. Mit dem künftigen BITKOM-Präsidenten, dem Vorstandsvorsitzenden des Mobilfunkanbieters Telefónica Deutschland, will er die bisherige gute Zusammenarbeit ebenso erfolgreich fortsetzen. Die ebenfalls unter Federführung des Bundeswirtschaftsministeriums auf der diesjährigen Hannover Messeins Leben gerufene Plattform „Industrie 4.0“ befasst sich mit der Digitalisierung der produzierenden Wirtschaft und bearbeitet Themen wie die Sicherheit vernetzter Systeme, entwickelt Handlungsempfehlungen zur Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen und ist Ansprechpartner für internationale Kooperationen mit vergleichbaren Initiativen.

Aufmacherbild: Colorful electrical cables via Shutterstock / Urheberrecht: Nomad_Soul

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